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VZ NRW gibt Heizenergiepreise für 2020 bekannt

Die co2online GmbH hat mal wieder in die Glaskugel geschaut und die Heizenergiepreise für 2020 vorhergesagt (bzw. tritt sie breit, was die tüchtige VZ NRW vorhersagt). Zitat aus der Bildbeschreibung: „Der Preisanstieg für Heizöl, Erdgas und Fernwärme setzt sich weiter fort. Bis zum Jahr 2020 werden die Energiepreise um 50 Prozent über dem heutigen Preisniveau liegen. Bei gleichbleibendem Verbrauch bedeutet das für eine 70-qm-Wohnung durchschnittlich 400 Euro mehr Brennstoffkosten. Bild: Co2online/Verbraucherzentrale NRW e.V.“

„Brennstoffkosten steigen bis 2020 um 50 Prozent“ titelt eine Pressemeldung vom 23.10.2012. Und weiter: Der Preisanstieg für Heizöl, Erdgas und Fernwärme setzt sich weiter fort. Bis zum Jahr 2020 werden die Energiepreise um 50 Prozent über dem heutigen Preisniveau liegen. Bei gleichbleibendem Verbrauch bedeutet das für eine 70-qm-Wohnung durchschnittlich 400 Euro mehr Brennstoffkosten.

„Die Verbraucher sollen nicht beim Heizen geizen müssen, aber jeder sollte seine Einsparpotenziale kennen und ausschöpfen. Dabei unterstützt das Heizgutachten, das Mieter und Eigentümer kostenlos anfordern können“, sagt Stefanie Jank, Projektleiterin der Heizspiegelkampagne der co2online gemeinnützigen GmbH.

Bis 2020 liegen die Preise für Heizöl voraussichtlich 59 Prozent höher als heute. Bei Fernwärme werden Preissteigerungen um 54 Prozent, bei Erdgas um 35 Prozent prognostiziert. Für eine 70-qm-Wohnung würde das bei gleichbleibender Energiemenge folgende Erhöhungen bedeuten: Im Jahr 2011 lagen die Brennstoffkosten für das benötigte Heizöl bei durchschnittlich 800 Euro. Im Jahr 2020 kostet das Heizöl bereits 1.280 Euro. Die Brennstoffkosten für Erdgas betrugen 2011 rund 700 Euro und steigen bis 2020 auf 940 Euro. Für Fernwärme mussten Mieter und selbstnutzende Eigentümer im vergangenen Jahr 900 Euro bezahlen. Im Jahr 2020 werden für eine Wohnung dieser Größe im Schnitt 1.390 Euro fällig.

Ende Zitat. Endlich haben wir verlässliche Zahlen für Energiekosten, dank der VZ NRW. Das bedeutet, wenigstens für die nächsten 8 Jahre sind exakte Berechnungen möglich. Zumindest, wenn man fest daran glaubt. Davon sollte auszugehen sein, die co2onliner werden wohl die Folgen unserer klugen  und weitsichtigen Politiker, insbesondere hinsichtlich „Energiewende“ eingepreist haben.

Berechnungsgrundlage könnte eine Datenerhebung sein, die im November 2011 veröffentlicht wurde („Bundesweiter Heizspiegel: Heizkosten seit 2005 um 25 Prozent gestiegen“ vom 16.11.2011, Link). Und dazu kommt die Depressionen auslösende Meldung vom Mai 2012: „Bundesweiter Heizspiegel 2012: Steigende Energiepreise machen Einsparungen durch milden Winter zunichte. 18 Prozent weniger Heizenergieverbrauch in 2011. Keine Entwarnung bei Heizkosten für 2012.“ Da ist enttäuscht, wer auf die Heizenergie sparende Wirkung der Erderwärmung gesetzt hat, denn die fällt seit 16 Jahren aus.

Schlechte Aussichten für den dt. Michel, zumal die Bundesregierung lieber 1 Mrd. € an die Autoindustrie verschenkt für das sinnfreie Projekt „Elektroauto“ (wir erinnern uns: den Ampera hatte Opel schon mal vor 103 Jahren auf die Straße gebracht, Anfang des 20. Jahrhunderts fuhren in Leipzig zahlreiche Modelle, auch E-Lkw – insgesamt wurde seit 1881 viel verschlafen, das wird jetzt belohnt). Dass dies für ein Land klug ist, das ¾ seiner Energie importiert, ist eher nicht anzunehmen. Da wird auch keine „Energiewende“ helfen, dieser Unfug macht alles nur noch teurer.

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  1. 31.10.2012 um 22:13

    Und nun werden sich viele fragen: Ja, gibt es auch gute Energieberater?
    Die nicht türken, die auf Wirtschaftlichkeit achten?
    Die Antwort: Ja, die gibt es.
    http://www.haus-klinik.de/beratungundhilfe/leistungen/energieberatung.htm

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  2. ein "Verbraucher", der sich selber schützt
    31.10.2012 um 22:10

    Schwer zu finden: Gute Energieberater
    WISO – ZDFmediathek – ZDF Mediathek
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1751174/Schwer-zu-finden-Gute-Energieberater

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  3. Erich Müller
    29.10.2012 um 19:10

    Wer sich auf den Energieberater verläßt, der ist verlassen…
    WDR Servicezeit testet Energieberater, Sendung vom 29.10.2012 als Video:
    http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendungsbeitraege/2012/kw44/1029/02_energieberatung.jsp

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