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Huch! Überraschung: der Strom wird teurer

Waaaahnsinn!

BDEW zur heutigen Bekanntgabe der EEG-Umlage 2013:
Anteil von Steuern und Abgaben am Strompreis steigt 2013 auf Rekordniveau von rund 50 Prozent
EEG-Fördersumme erreicht im nächsten Jahr rund 20,4 Milliarden Euro
Berlin, 15. Oktober 2012 – Im Zusammenhang mit der Diskussion um den starken Anstieg der EEG-Umlage 2013 weist der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) darauf hin, dass der Anteil der staatlichen Steuern und Abgaben am Strompreis für Privatkunden im nächsten Jahr erstmalig auf voraussichtlich rund 50 Prozent steigen wird. Gründe dafür sind nach ersten Berechnungen des BDEW die stark gestiegene EEG-Umlage für das Jahr 2013 mit 5,277 Cent pro Kilowattstunde und weitere gesetzliche Umlageregelungen.Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass auch die Netzentgelte, die heute veröffentlicht werden, im nächsten Jahr steigen. Auf der Basis der Netzentgelte wiederum werden in den nächsten Wochen weitere staatlich festgelegte Preisbestandteile wie die Umlagen nach Paragraph 19 der Stromnetzentgeltverordnung und nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ermittelt. In die Netzentgelte wird auch die neue Offshore-Haftungsregelung aufgenommen. All diese Strompreisbestandteile werden entsprechend ansteigen. Allein für die Förderung der Ökostromerzeugung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) müssen die Stromkunden im Jahr 2013 voraussichtlich insgesamt etwa 20,4 Milliarden Euro (Mrd. Euro) aufbringen (2012: 14,1 Mrd. Euro, 2011: 13,4 Mrd. Euro, 2010: 8,3 Mrd. Euro), so der BDEW.

„Es ist klar, dass die Unternehmen diese stark steigenden, vom Staat festgelegten beziehungsweise regulierten Bestandteile des Strompreises nicht mehr kompensieren können und an die Kunden weitergeben müssen“, erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Die Politik habe es in der Hand, diese staatlichen Strompreisbelastungen für die Haushaltskunden zu reduzieren.

Die EEG-Umlage 2013 hat wie zuletzt erwartet die 5-Cent-Marke überschritten. „Ich teile die Sorgen der Verbraucher, die mit dem sprunghaften Anstieg der EEG-Umlage verbunden sind. Notwendig ist eine umfassende Reform des EEG. Bundesumweltminister Altmaier hat dazu in der vergangenen Woche richtige und wichtige Punkte angesprochen: Mit Blick auf die dynamisch steigenden Kosten des Ausbaus und der Systemintegration liegt es auf der Hand, dass die Erneuerbaren Energien künftig marktfähig, effizienter gefördert und mit dem Netzausbau synchronisiert werden müssen“, erläuterte Müller.

Im Zusammenhang mit dem dringend notwendigen Netzausbau plädiert die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung für eine Flexibilisierung des EEG: „Ich denke, dass man in Regionen, in denen der Netzausbau mit dem rasanten Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht Schritt halten kann, nicht weiter ungehemmt regenerative Anlagen zubauen kann. Man sollte in Regionen, die zeitweise schon heute über ihren eigenen Bedarf hinaus Strom erzeugen, die Ampeln auf gelb oder rot schalten, bis entsprechende Leitungen zum Stromtransport fertig gestellt sind.“

„Die Markt- und Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren Energien ist Voraussetzung, wenn sie in Zukunft das Rückgrat der Energieversorgung werden und wie von der Bundesregierung geplant bis zum Jahr 2050 80 Prozent der Stromerzeugung liefern sollen. Dafür müssen die Erneuerbaren schrittweise weiter in den Markt integriert werden, bezahlbar bleiben und Systemdienstleistungen erfüllen, um zukünftig verlässlich Strom zu liefern so wie es derzeit größtenteils nur die konventionellen Kraftwerke leisten können“, erklärte Hildegard Müller.

Müller verwies auch auf die noch anstehenden Ermittlungen und Veröffentlichungstermine weiterer staatlich induzierter Strompreisbestandteile: „In der nächsten Zeit werden zum Beispiel die Netzentgelte, die Umlagen aus Paragraph 19 der Stromnetzentgeltverordnung, aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz sowie für die in die Netzentgelte einzurechnende neue Offshore-Haftung bekanntgegeben. Dies alles wird weitere Auswirkungen auf die Kalkulation der Strompreise haben. Diese Situation stellt Verbraucher und Energieversorger vor große Herausforderungen.“
BDEW, 15.10.2012

Überraschung? Mitnichten. Mit Ansage:

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So – ist nun alles klar?

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  1. Hans Busch
    18.10.2012 um 11:48

    Da fahr ich doch lieber Fahrrad und spar mir das ebike, emobil und was sonst da so elektrisch kreucht und fleucht 🙂

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  2. 17.10.2012 um 21:13

    Komisch nur, dass alle sich beim Strom aufregen, aber die steigenden Heizölpreise einfach so hinnehmen (oder meinen, es sei unabänderlich).

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  3. Angela M. aus B.
    17.10.2012 um 18:13

    Fakten zur Regierungspolitik
    Berlin, 12. Oktober 2012

    Elektromobilität
    Bundesregierung bündelt Kräfte
    Eine Million Fahrzeuge bis 2020 – die Bundesregierung steht weiterhin zu diesem Ziel. Deutschland soll Leitmarkt für Elektromobilität werden. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Spitzengespräch mit Wirtschafts- und Forschungsvertretern am 1. Oktober 2012 in Berlin bekräftigt.
    Forschung ist wichtiger Baustein
    Die Bundeskanzlerin betonte, dass es bei der Zusage von einer Milliarde Euro für die Forschung und Entwicklung von Elektromobilität bleibe.
    Seit dem letzten Treffen im Mai 2011 hat die Bundesregierung verlässliche Rahmenbedingungen für Industrie und Käufer auf den Weg gebracht: So wird die steuerliche Begünstigung von reinen Elektrofahrzeugen erheblich ausgeweitet. Elektro-Dienstwagen sollen steuerlich besser behandelt werden. Die entsprechenden Gesetzentwürfe liegen dem Deutschen Bundestag vor und sollen noch dieses Jahr beschlossen werden.
    Außerdem sollen vier sogenannte Schaufenster-Projekte zeigen, was Elektro-Fahrzeuge heute schon zu bieten haben und wie man sich die Elektromobilität der Zukunft vorstellen darf. Eine Demonstration des Entwicklungsstandes – auch für die internationalen Märkte.

    Branchengipfel im Kanzleramt: Eine Million E-Autos bis 2020

    Grundlagen und Ziele Elektromobilität …
    usw. usf.
    bla bla bla
    Summa summarum: Irrsinn mit Methode

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  1. 07.05.2015 um 06:01
  2. 12.02.2013 um 19:02
  3. 23.11.2012 um 16:38
  4. 22.11.2012 um 14:16
  5. 23.10.2012 um 07:44

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