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Die Wohnungsnot – Lüge

abbruch„In boomenden Städten fehlt es an bezahlbarem Wohnraum für Geringverdiener. Anders sieht es dagegen auf dem Land aus und in Orten, die massiv unter dem Wegzug leiden. Hier ist der Leerstand enorm. Um dem Verfall ganzer Viertel entgegenzuwirken, werden noch immer Gebäude abgerissen – mit Fördergeldern. „Stadtumbau Ost“ heißt der Abbruch von tausenden Wohnungen.

Für die Vermieter ist das eine wirtschaftliche Notwendigkeit, denn Prognosen gehen davon aus, dass bis 2030 der Leerstand im Osten fast flächendeckend bei über zehn, mancherorts bei 20 Prozent liegen wird. Selbst der Zuzug von Flüchtlingen hält diesen Trend nicht auf.“

Exakt | MDR FERNSEHEN | 20.04.2016 | 20:15 Uhr
http://www.mdr.de/exakt/abriss-ost-100.html

„Das Programm „Stadtumbau Ost“ ist Bestandteil der Bund-Länder-Programme zur Städtebauförderung. Seit 2002 bis einschließlich 2013 wurden insgesamt mehr als 2,7 Mrd. Euro für den Stadtumbau zur Verfügung gestellt, davon alleine rund 1,37 Mrd. Euro aus dem Haushalt der Bundesregierung. Für 2014 und 2015 stellte der Bund je ca. 105 Mio. Euro bereit. Seit Beginn des Programms werden über 480 Städte und Gemeinden mit über 1.100 Stadtumbaugebieten gefördert. Der Deutsche Bundestag hat in einem gemeinsamen Beschluss für die Fortsetzung des Programms bis zum Jahr 2016 gestimmt.“

BMU

„Den Empfehlungen der Evaluierung folgend, hat der Deutsche Bundestag im Juni 2009 die Fortsetzung des Bund-Länder Programms Stadtumbau Ost bis zum Jahr 2016 als eigenständiges Programm im Bereich der Städtebauförderung beschlossen. An der Schwerpunktsetzung auf städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Problemlagen wurde dabei festgehalten und in diesem Zusammenhang auch die Förderung des Abrisses von weiteren 200.000 bis 250.000 Wohnungen bis zum Jahr 2016 festgeschrieben.“

10 Jahre Stadtumbau Ost – Berichte aus der Praxis
5. Statusbericht Stadtumbau Ost
BMVBS März 2012

Taschnerechner rausnehmen, eintippen: 1,5 Mio. „Flüchtlinge“ in 2015 = 1.500.000 : 250.000 = 6 Personen / Wohnung. Im Durchschnitt ist das überbelegt. Neuer Ansatz: 250.000 x 4 = 1.000.000 = 1,0 Mio. Personen. Damit wäre das Problem gelöst. Man könnte sogar die Wohnungen verschenken („Frau Merkel hat mir ein Haus versprochen“.), das kostet weniger als der Abriss. Man könnte somit das Programm sofort beenden. Hätte man angesichts der erkennbaren Probleme Ende 2014 mit dem Abriss aufgehört, wären jetzt alle „Flüchtlinge“ untergebracht.

„Regieren ist die Kunst, Probleme zu schaffen, mit deren Lösung man das Volk in Atem hält“.

  1. 23.05.2016 um 16:09

    PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 169 vom 20.05.2016

    Genehmigte Wohnungen im 1. Quartal 2016: + 30,6 % gegenüber Vorjahreszeitraum

    WIESBADEN – Im Zeitraum Januar bis März 2016 wurden in Deutschland 30,6 % oder knapp 20 000 mehr Baugenehmigungen von Wohnungen erteilt als in den ersten drei Monaten 2015. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde im ersten Quartal 2016 der Bau von insgesamt 84 800 Wohnungen genehmigt.
    Eine höhere Zahl hatte es in einem ersten Vierteljahr zuletzt im Jahr 2004 gegeben (88 900).

    Kommentar: Hurra, das lindert die „Not“.

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  2. André
    06.05.2016 um 15:42

    Gesetzentwurf: Wohnortgebot für Flüchtlinge wird konkret

    Es sind Details des Integrationsgesetzes bekannt geworden, dass die Große Koalition Mitte April beschlossen hatte – insbesondere zu der darin geplanten Wohnortzuweisung. So soll beispielsweise Flüchtlingen für drei Jahre ein Wohnort zugewiesen werden können. Für den Entwurf gibt es ersten Beifall der Immobilienverbände.

    Technisch wird der Zwang zu einem bestimmten Wohnort durch umfangreiche Änderungen im Aufenthaltsgesetz verankert, die allerdings zunächst auf drei Jahre begrenzt bleiben sollen. Der gemeinsame Referentenentwurf von Bundessozial- und Bundesinnenministerium, der der Immobilien Zeitung vorliegt, umfasst einige Details, die bislang nicht bekannt waren.

    http://www.immobilien-zeitung.de/1000032732/gesetzentwurf-wohnortgebot-fuer-fluechtlinge-wird-konkret

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  3. Horst
    29.04.2016 um 09:44

    Wir bauen auf und reißen nieder:

    PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 146 vom 28.04.2016

    Genehmigte Wohnungen im Januar und Februar 2016: + 33,1 % gegenüber Vorjahreszeitraum

    WIESBADEN – Im Zeitraum Januar bis Februar 2016 wurden in Deutschland 33,1 % oder 13 500 mehr Baugenehmigungen von Wohnungen erteilt als im Vorjahreszeitraum. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, betraf das insgesamt 54 200 Wohnungen. Eine höhere Zahl an genehmigten Wohnungen im entsprechenden Zeitraum hatte es zuletzt im Jahr 2004 gegeben (58 500).

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