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Uralt und bewährt: Temperierung (Keller in Berlin Tegel)

Fam. Waldbach (Name von der Redaktion geändert) in Berlin Tegel bekam Besuch vom „unabhängigen“ Gutachter. Im Ergebnis von über 2 Stunden Messungen im Keller wurde Fam. Waldbach offeriert: hier hilft nur eine Injektion der Wände – Kostenpunkt runde 23.000 Euro. Der Schock saß tief.
Der Bauschverständige der Haus-Klinik * sah das etwas anders: „Eine Veranlassung für eine Injektage der Wände ist nicht gegeben. Die Wände sind „feucht“ und die Luftfeuchte ist etwas hoch (optimal sind 55%). Das ist in dieser Jahreszeit in vielen Kellern anzutreffen und auch das Temperaturgefälle an der Außenwand überrascht nicht.
Man kann mit großem Aufwand ein Feuchteprofil der Wände erstellen, entscheidend ist aber die Interpretation der Messergebnisse. Angesichts der 24er Ziegelwände und der klimatischen Verhältnisse ist von Kondenswasser auszugehen. Es gibt im Gästezimmer in der Ecke eine Stelle mit Stockflecken, wo das Sofa davor stand (siehe Foto). Daraus auf ein Versagen der Abdichtung zu schließen, ist als unbegründbar einzuordnen.“
Die Empfehlung des Bauschverständigen lautete: eine Temperierung der Außenwand, damit durch die höhere Oberflächentemperatur die thermische Behaglichkeit verbessert und die Kondensatbildung verringert wird. Hierzu verlegt man ungedämmte Heizungsrohre entlang der Wand, die wie ein lang gezogener Heizkörper funktionieren. Dazu in zwei Kreisen ein Heizungsrohr aus Kupfer verlegen, verschleift als Vor- und Rücklauf.
Inzwischen ist bereits alles zur Zufriedenheit von Fam. Waldbach erledigt – Kostenpunkt: deutlich unter 1 T€. Die Luftfeuchte ist niedriger, die Behaglichkeit ist verbessert. Dazu noch der Tipp vom Fachmann: „Im Sommer werden die Keller feucht, weil warme feuchte Luft eindringt und an den kühlen Wänden kondensiert. Daher: tagsüber die Fenster zu lassen und nur die Nacht über lüften, wenn möglich mit Durchzug aus Querlüftung. Im Winter durchheizen und dann die feuchte Luft weglüften. Eigenkontrolle mit Hygrometer.“

(dimagb.de) BERLIN (28.10.2008)
* Die Marke Hausklinik wird von DIMaGB nicht mehr verwendet.

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