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Baustoffindustrie: Kurskorrektur bei den Umsatzerwartungen für 2020

Düsseldorf, 15.03.2020: Im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen hat sich die Bauwirtschaft in der Coronakrise bislang wacker geschlagen: Noch profitieren die Handwerksbetriebe von den vollen Auftragsbüchern aus der Zeit „vor Corona“ und noch sind die meisten Hersteller und Händler der Branche im Großen und Ganzen lieferfähig. Trotzdem haben sich die Umsatzaussichten der Hersteller von Bau- und Installationsmaterial in kurzer Zeit radikal verschlechtert. Dabei demonstriert die Baustoffbranche dennoch Gelassenheit. Das zeigen die aktuellen Aprildaten des Herstellerbarometers von BauInfoConsult.

Die jährliche Frühjahrsbefragung, die BauInfoConsult im Februar/Anfang März 2020 in Online-Interviews unter Entscheidern der Baustoffindustrie erhoben hat, hatte eigentlich eine der besten Umsatzerwartungen seit 12 Jahren: 84 Prozent der Hersteller hatten sich von 2020 eine Steigerung ihrer Unternehmensumsätze versprochen. Angesichts einer Baubranche, die zu Jahresbeginn 2020 mit vollen Auftragsbüchern glänzte und unter hohem Auslastungsdruck stand, hatte damals kein einziger befragter Baustoffproduzent negative Umsatzerwartungen geäußert.

Doch der Coronavirus hat die Karten völlig neu gemischt: Eine Folgebefragung Anfang April zeigt das genaue Gegenteil – das pessimistischste Branchenbild seit 12 Jahren. Von einer Umsatzsteigerung gehen nur noch 13 Prozent der Befragten aus. Chancen auf Stagnation – gegenwärtig ja keine so üble Option – rechnet sich weniger als jeder zehnte Hersteller aus.

Dagegen gehen zusammen 75 Prozent der Baustoffproduzenten nun von einem Rückgang aus. Da die Bauwirtschaft derzeit noch vom Auftragshoch zehrt, das Handwerk auch im Lockdown weiterarbeiten darf und auch die Lieferketten in der national geprägten Bauwirtschaft bislang noch weiter funktionieren, sind immerhin ein Drittel der Hersteller nur eingeschränkt pessimistisch und rechnen damit mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davonzukommen (mit Rückgängen bis 5 Prozent). Doch immerhin ein Fünftel der Hersteller befürchten deutliche Verluste im zweistelligen Prozentbereich. Es ist also klar, dass auch die erfolgsverwöhnte Bauwirtschaft durch die Krise Fe-dern lassen muss.

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  1. 25.05.2020 um 07:09

    PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 183 vom 25.05.2020

    Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im März 2020: -10,5 % saisonbereinigt zum Vormonat

    Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, März 2020
    -10,5 % zum Vormonat (real, saison- und kalenderbereinigt)
    -10,3 % zum Vorjahresmonat (real, kalenderbereinigt)
    -4,2 % zum Vorjahresmonat (nominal)

    WIESBADEN – Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2020 saison- und kalenderbereinigt 10,5 % niedriger als im Februar 2020. Solche Rückgänge des um Saison- und Kalendereffekte bereinigten Auftragseingangs sind nicht ungewöhnlich. Dennoch deutet diese Entwicklung darauf hin, dass Unternehmen geplante Bauvorhaben aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit in der Corona- Krise zurückgestellt haben. Darauf lässt auch der Vorjahresvergleich
    schließen: So war der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im März 2020 kalenderbereinigt 10,3 % niedriger als im März 2019.

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  2. Anonymous
    15.05.2020 um 17:18

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    Baustoffindustrie: Kurskorrektur bei den Umsatzerwartungen für 2020
    Im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen hat sich die Bauwirtschaft in der Coronakrise bislang wacker geschlagen: Noch profitieren die Handwerksbetriebe von den vollen Auftragsbüchern aus der Zeit „vor Corona“ und noch sind die meisten Hersteller und Händler der Branche im Großen und Ganzen lieferfähig. Trotzdem haben sich die Umsatzaussichten der Hersteller von Bau- und Installationsmaterial in kurzer Zeit radikal verschlechtert. Dabei demonstriert die Baustoffbranche dennoch Gelassenheit. Das zeigen die aktuellen Aprildaten des Herstellerbarometers von BauInfoConsult.
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