Startseite > Wärmedämmung > Bernd Bonso: Offener Brief an Alle die das Thema Klima diskutieren

Bernd Bonso: Offener Brief an Alle die das Thema Klima diskutieren

Hört auf mit der Apokalypse zu drohen und sie mit Pappbecher, Klospülungsreduzierung, Radwegeausbau und Verbote, gegen Alles und Jedes, ohne weitere Überlegung, zu bekämpfen.

Die Welt retten können nur Naturwissenschaftler, Ingenieure und Techniker. Keine Mediengestalter, Kunst- oder Politikwissenschaftler.

Deshalb, macht fundierte Vorschläge. Redet nicht das nach, was irgendjemand gesagt hat. Fragt nicht die Kröten, ob der Teich trockengelegt werden soll. Fragt nicht den Friseur, ob ihr einen Haarschnitt braucht. Schaut nach, in welchem Auftrag und mit welchem Geld euch Botschaften überbracht werden. Wenn etwas teurer werden soll dann verdient jemand daran. Der ist aber ein schlechter Ratgeber. Bringt euch ein, und das nicht nur mit dem Schwenken von Pappschildern!

Hier meine Vorschläge:

1. Überbevölkerung bremsen (siehe Vorschlag Club of Rome)

Wir hatten einmal einen vollbiologischen Landbau, ohne Massentierhaltung und Pflanzenschutz, einschließlich Bären, Wisente, Elche, Wölfe usw., das war als Preußen (von Koblenz bis Königsberg) noch 2,7 Mio. Einwohner hatte. 250 Jahre später leben in diesem Gebiet 180 Mio. Menschen.

Die, ohne despektierlich zu klingen, Klimaretter beziehen sich bei Lösungsfragen immer auf „Wissenschaftler“. Dann sollten Sie in dieser Frage auch mal auf solche hören, die ihr Geld nicht mit Klimatheorien verdienen. Ein bereits vor 50 Jahren (1972 „Die Grenzen des Wachstums“) auf die Probleme hinweisendes Gremium mit der höchsten Fachkompetenz ist der Club of Rome. Ein Zusammenschluss von Experten verschiedener Disziplinen aus mehr als 30 Ländern.

Nun haben aber gerade diese einen begründeten und fundierten Vorschlag zum Hauptproblem unseres beginnenden Untergangs der Menschheit durch Raubbau, Weltmeerverschmutzung, Nahrungsmittelknappheit, Wassermangel usw. gemacht. Aber allein die These: „Die Verdoppelung der Weltbevölkerung in den vergangenen 50 Jahren sei die Hauptursache für die fortschreitende Zerstörung unseres Planeten“ brachte Kirchen und „humanistisch“ indoktrinierte Verbände (einschließlich der Grünen) dazu sofort wie die Wölfe aufzuheulen, da ja nur über die Vermehrungsrate ihre Machtpositionen und Einflussbereiche gesichert werden können. Ohne Ideologie und humanistisches Gefasel bleibt das Kernproblem der Rettung unseres Planeten, die Senkung der Geburtenraten. Wie verhindern wir aber die Ansiedlung von Menschen in Tsunami-, Dürregebiete, wasserlose Wüsten und Müllkippen und das in den Ländern wo der Mann, um im hohen Alter nicht an Hunger zu sterben, 15 (Kenia) oder 26 (Indonesien) Kinder zeugen muss, damit diese ihm von ihrer erbettelten Handvoll Reis jeweils ein Korn geben können.

Die Lösung!

http://www.clubofrome.org/offizielle-vorstellung-des-neuen-berichts/

Jede Frau, die nur ein Kind aufziehe, solle im Alter von 50 Jahren für ihren Verzicht einen Bonus von 80.000 Dollar aus einem internationalen Fonds in die Hand bekommen. Mit diesem radikalen Vorschlag würde nicht nur die Bevölkerungsexplosion aufgehalten werden, sondern ein Aufbrechen der matriarchalischen Strukturen in den ärmsten Regionen erfolgen. Nicht mehr der Pascha, sondern die Frau wäre die Wichtigste, da sie mit ihrer zukünftigen Rente die Familie nicht nur ernähren sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung, die Bildung des ganzen Dorfs finanzieren könnte. Gewalt an Frauen und Unterdrückung ihres Bildungs- und Freiheitsbestrebens wären dann ungleich schwieriger.

Kosten? Ein Weltfonds von 1,2 Mrd. $. Peanuts!!

2. Einfuhrverbot für Palmöl und Soja

Dass das Roden der Regenwälder ein durch die Industrieländer indirekt subventionierter Vorgang ist, ist den meisten Menschen nicht bekannt. Maßgeblich unterstützt wird der Einsatz erneuerbarer Energien und damit auch (indirekt) der Ölpalmenanbau durch die gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen einzelner Länder. Bis 2025 soll der Gesamtverbrauch der Energie mit 5 % aus Biokraftstoffen gedeckt werden, 20 % am gesamten Treibstoffverbrauch soll Bioöl einnehmen. Ein großer Schritt wurde bereits Ende 2008 getan. Seitdem ist den Industrieunternehmen auferlegt worden, ihren Energieverbrauch aus mindestens 2,5 % pflanzlichen Treibstoffen zu decken (SCHOTT 2008). Wir zahlen indirekt ca. 20.000 € für das Roden eines Hektars Regenwald, damit wir Biobenzin verfahren, billige Pizza essen oder Kunstkäse in den Burger schieben können. Unser Rapsöl dagegen geben wir in die Biotonne für die Energiewende. Der gleiche Subventionswahnsinn geschieht mit dem Schaffen von Anbauflächen für Soja. Jedes kg Tofu, jeder Liter Sojamilch begründet den Tod eines Orang-Utan oder Tapirkindes. Es sollte aber jedem, der es mit der Rettung der Regenwälder ernst meint, bewusst sein, dass die Hälfte alle Produkte unserer Supermärkte plötzlich fehlen würden.

https://uol.de/fileadmin/user_upload/biologie-geoumwelt/zenario/Abschlussarbeiten/Bachelorarbeit_Judith_Boveland.pdf

3.     Endlagerfreie und sichere Atomkrafttechnik statt Insekten und Vögel vernichtende Windkraft

Dass Atomkraftwerke gefährlich sind, haben Katastrophen gezeigt. Das diese, also auch unsere Kernkraftwerke eine Entwicklung mit militärischem Hintergrund, aus einer Zeit von vor mehr als 70 Jahren sind, wird nicht diskutiert. Was dem Bundesbürger nicht gezeigt wurde war, dass diese, um billigen Strom zu produzieren, mit weit unter der bereits zum Zeitpunkt der Errichtung möglichen Technik gebaut wurden und das Endlagerproblem von vornherein dem Steuerzahler übergeholfen werden sollte. Als man in den 60er Jahren feststellte, dass sichere und quasi endlagerfreie Atomtechnik möglich ist, sich dann aber der Strom um das 7-9fache verteuern würde, wenn man diese AKW`s bauen würde, steuerte die Atomlobby selbst dagegen, in dem eine Kampagne nach der anderen gegen sich selbst lancierte wurde und Gläubige mit Smileys und Sprüchen gegen Atomkraft ausstattete. Das seit den 60er Jahren auch die Atomtechnik eine rasante Entwicklung (mit dem Mobiltelefon vergleichbar) genommen hat, ist den meisten verborgen worden. Hier hat auch ein bewusster Prozess der Verbildung durch Weglassung von Wissen in den naturwissenschaftlichen Fächern geholfen.

Lassen Sie sich doch mal von einem eingefleischten Atomgegner das Prinzip eines Dual-Fluid-Reaktors erläutern und warum dieser quasi endlagerfrei arbeiten kann. Warum eine Ausnutzung von 100% des Brennmaterials statt wie bis jetzt gerade mal 3% zu geringsten Resten mit einer Halbwertzeit von 350 statt 15.000 Jahren führt. Und warum diese Anlagen sicher sind, auch bei einem plötzlichen Stillstand.

Wenn er Schwierigkeiten bei der Erklärung hat, sollte man auch gleich darüber nachdenken warum ein Land systematisch in naturwissenschaftlichen Dingen medienorientiert wurde und das herabgefallene Leberwurstbrot in der Pförtnerbude als Störfall im Kernkraftwerk in der Presse gemeldet wird. („nach Angaben des Betreibers sollen angeblich keine radioaktiven Stoffe freigesetzt worden sein“).

Das moderne Anlagen fast kostenlos Wasserstoff produzieren könnten und damit das Treibstoffproblem und die CO² Emission gelöst wären ist ein Nebeneffekt, über den man nachdenken sollte.

https://dual-fluid-reaktor.de/ Institut für Festkörper-Kernphysik

Setzen Sie dies zu den 1,5 t Insekten pro Windkraftanlage, die jährlich an den Rotorblättern kleben, zu der Flächenvernichtung für Windkraftparks, der existenziellen Bedrohung der Schweinswale durch Offshore-Windparks und dem Tod von Fledermäusen und Vögeln.

https://www.dlr.de/tt/Portaldata/41/Resources/dokumente/st/FliWip-Final-Report.pdf

https://bergenhusen.nabu.de/imperia/md/nabu/images/nabu/einrichtungen/bergenhusen/projekte/windenergie/windkraft_endbericht.pdf

Setzen Sie dies auch zu dem tatsächlichen Nutzen der Windenergie von nur 3% an der Gesamtenergieerzeugung. Ein durchschnittliches Windrad erzeugt 440 kW. Ein Tesla-E-Fahrzeug benötigt 370 kW. 86 Millionen PKW’s und Kleinfahrzeuge sollen auf Elektro umsteigen. Wieviel Windkrafträder müssen da gebaut werden. Eine Mathematikaufgabe vielleicht für die Schule am Freitagvormittag?

4. Nutzflächen für Lebensmittel nutzen statt für die Biogasanlage

Wer im Frühjahr durch unser Land fährt sieht Gelb und danach das Grün von Mais. Alles für die Biogasanlage. Unsere Nahrungsmittel oder Feldprodukte für die Industrie holen wir uns aus dem Ausland. Eine Art Biokolonialismus in dem der sich als moralisch überlegener Biokostbefürworter zum ausbeutenden Kolonialherren wird. Mit einem Hektar (also 10 000m²² = 100 m x 100 m) müssten wir 68 Menschen versorgen (also 120m² für jeden müssten ausreichen für Nahrungsmittel, Bekleidung, Gerste für Bier, Kartoffelstärke für den Alkohol usw.), aber 2.350.000 – 4.550.000 Hektar verwenden wir für Biogas oder Biotreibstoff. Die dort nicht angebauten Lebensmittel holen wir uns aus den Ländern in denen Menschen um Lebensmittel kämpfen müssen. Reis, Mais, Soja, Weizen, Gerste, Hafer, Sesam und weiteres werden importiert.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/321262/umfrage/import-von-nahrungsmitteln-nach-deutschland/

https://www.welt.de/wirtschaft/article119159181/Deutschland-ist-abhaengig-von-Agrarfeldern-im-Ausland.html

5. Diesel auf Erdgas umrüsten statt Elektromobilität

Erdgasfahrzeuge mit Ottomotor stoßen im Vergleich zu Benzin- oder Dieselautos um bis zu 25 Prozent weniger CO2 aus. Dazu kommen eine Reduzierung von 32,9mg/km NOx beim Benziner (41,55 mg/km NOx beim Diesel) auf 13,06 mg/km NOx im Erdgasbetrieb. Die Partikelemission verringert sich 0,29 mg/km von 0,34 mg/km beim Benziner. Erdgas/CNG ist im Hinblick auf die verbrennungstechnischen Eigenschaften mit 130 Oktan ein fast idealer Ottokraftstoff. Der normale Benziner kann mit seiner geringen Verdichtungszahl dieses Energiepaket nicht verarbeiten. Nur der Dieselmotor ist dazu in der Lage. Dies wurde bereits in Berlin um die Jahre 1985 mit der Umrüstung von Mercedes-Unimog Einspritzmotoren ebenso wie FIAT- und Peugeotdiesel bewiesen, die von der ersten Erdgastankstelle der Welt (Bitterfelder Straße) beliefert wurden.

http://www.omnitekcorp.com/images/Omnitek%20DNG%20de.pdf

https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/universitaet-rostock-macht-sich-mit-forschung-zur-schadstoffsenkung-im-schiffsverkehr-international-e/

„Elektroautos verschärfen die Klimaprobleme massiv“ (Dieter Teufel, Leiter des Umwelt- und Prognoseinstituts in Heidelberg) Jens Peters vom Karlsruher Institut für Technologie taxiert die Emissionen nach einem Blick in die Literatur auf 110 kg, das Heidelberger ifeu-Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes auf gut 140 kg und ein Team um die norwegische Forscherin Linda Ellingsen auf etwas mehr als 170 Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde Kapazität. Nimmt man als Durchschnittswert einen Ausstoß von fünf Tonnen CO2 bei der Produktion des Stromspeichers, dann entspricht das der Verbrennung von 2.150 Litern Benzin oder 1.900 Litern Diesel. Damit kommen die sparsamsten Verbrenner ungefähr 50 000 Kilometer weit. Der auf Erdgas umgerüstete Diesel dürfte dann 200 000 km fahren. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Ein Elektromobil benötigt einen Elektromotor mit hohem Wirkungsgrad. Diese benötigen starke Neodym Magnete.

Neodym wird in Legierung mit Eisen und Bor zur Herstellung von Dauermagneten verwendet. Diese Neodym-Magnete werden auch in permanenterregten Elektromotoren, Generatoren von Windkraftanlagen und auch in Elektromotoren von Kfz-Hybrid-Antrieben eingesetzt. Beim Abbau von seltenen Erden fallen im Bergbau sehr große Mengen an Rückständen an, die giftige Abfälle enthalten. Diese werden in künstlichen Teichen, umgeben von einem Damm, abgelagert. Ein Dammdurchbruch, wie in Ungarn im Oktober 2010 in einem Aluminiumoxid-Werk, kann zu zerstörerischen Umweltauswirkungen mit spezifischen Emissionen von Thorium, 3 Uran, Schwermetallen, Säuren und Fluoriden führen. Darüber hinaus enthalten die meisten seltenen Erden-Lagerstätten radioaktive Materialien, die Gefahren, wie das Austreten von Radioaktivität in den Luft- oder Wasserpfad, bergen.

6. Verkaufsverbot für Elektrogeräte ohne Akkuwechselmöglichkeiten

Laut der Internationalen Fernmeldeunion wurde 2014 weltweit die Schwelle von sieben Milliarden aktiv genutzten Mobiltelefonen durchbrochen – und damit gibt es fast genauso viele aktiv genutzte Mobiltelefone wie Menschen.

https://www.itu.int/en/council/planning/Pages/default.aspx

Lotfi Belkir, Forscher an der W. Booth School of Engineering Practice and Technology in Kanada, hat herausgefunden, dass die Emissionen bei Produktion und Gebrauch der Smartphones deutlich höher seien als bislang vermutet. Derzeit beträgt das Wachstum in der Informations- und Kommunikationstechnik-Branche (IKT) jährlich 1,5 Prozent. „Wenn das so weitergeht, wird diese Branche im Jahr 2040 für 14 Prozent aller Emissionen verantwortlich sein“, sagt Belkhir. Das entspräche der Hälfte dessen, was der Verkehr weltweit verursache. Dazu kommen noch weitere elektronische Geräte wie Tablets, Laptops usw. Besonders der Abbau notwendiger Rohstoffe wie Erze, Metalle und seltener Erden sind sehr energieintensiv. Eine generelle Rücknahme- und Recyclingpflicht sowie ein Verkaufsverbot für Geräte ohne Akkuwechselmöglichkeit wäre hier ein einfacher und auch logischer Schritt. Eine Pflicht zum Recycling und Bauvorschriften die dies möglich machen ein weiterer.

7. Reinigung der 5 asiatischen Flüsse die an 80% der Weltmeerverschmutzung verantwortlich sind durch objektgebundene Entwicklungshilfe

Neben Plastik aus der Schifffahrt oder Fischerei wird hauptsächlich Plastik über Flüsse in die Meere eingetragen.

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/plastik-fuenf-grafiken-zum-problem-mit-muell-aus-kunststoff-a-1206656-5.html

Dies passiert in den Ländern, in denen die Sammlung von Abfällen nicht richtig funktioniert. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Länder Südostasiens. Bundesminister Müller hat am 9. Mai 2019 gemeinsam mit dem indonesischen Botschafter und über 30 Organisationen die PREVENT Abfall Allianz im BMZ in Berlin lanciert. Sie ist Teil des Aktionsprogramms Kreislaufwirtschaft der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Das ist ein Ansatz. Einfuhrbeschränkungen (Umweltsteuer) in Verbindung mit objektgebundenen Fördergeldern für Plastikmüllaufkauf, Recycling, Bau von Kläranlagen, Plastiksperren in Mündungen und Plastiksammelschiffe wären aber die notwendigen nächsten Schritte. Übrigens 20% des Plastikmülls stammt vom Konsumgüterriesen Nestlé, der damit auf Platz eins der Rangliste der Strandverschmutzer landete. Platz zwei belegt mit Unilever ebenfalls ein weltweit agierender Konzern. Mit Procter & Gamble sowie Colgate Palmolive finden sich zwei weitere Global Player unter den „Top Ten“ der Umweltschweine. Leider habe ich kein Pappschild welches zum Boykott dieser Konzerne aufruft gesehen

Das der Kongo und der Nil genauso im Fokus stehen müssten wie die asiatischen Flüsse ist selbstverständlich.

Plastikstrohhalm oder -becher Verbote ändern nichts daran, dass 19% der Weltplastikverschmutzung der Weltmeere vom Jangsekiang ausgehen.(Wir zahlen jährlich 800 Millionen Entwicklungshilfe an China!!!)

8% der Weltproduktion an Kunstoffen kommt aus der Bundesrepublik. Man könnte damit 18 Mio. Tonnen verbieten. Das sind 2,2 Jahre Jangtsekiang Mülleintrag. Es gäbe dann aber auch keine E-Mobile mit Sitzen oder Verkleidungen. Von Bekleidungen und Kosmetik gar nicht zu sprechen.

http://advances.sciencemag.org/cgi/content/full/3/7/e1700782/DC1

https://www.k-online.de/de/News/Thema_des_Monats/Thema_des_Monats_-Archiv/August_2016:_Eintritt_in_die_heiße_PhaseK_2016_wirft_ihre_Schatten_voraus/PlasticsEuropeüber_Kunststofferzeuger_in_Deutschland

8. Aufforstungsprogramme

Dass der CO² Anstieg synchron mit der Abholzungskurve der Wälder einhergeht wird von vielen „Klimatologen“ ohne Kommentar hingenommen. Der Wald in Deutschland umfasst mit 11,4 Millionen Hektar nur noch 32 Prozent der Gesamtfläche des Landes. Noch zu Zeiten der Römer war Deutschland zu weiten Teilen bewaldet – im Vergleich dazu scheint das heutige Deutschland nahezu kahl dazustehen. Zwei großen Abholzungsperioden im Mittelalter fielen zwei Drittel des damaligen Waldbestandes zum Opfer. Damit stiegen auch mit der entsprechenden Zeitversetzung die C0² Werte an.

 https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-11/entwicklung-waldbestaende-europa

Wald klimatisiert, speichert Wasser, Schadstoffe und gibt Sauerstoff ab. Statt Bauland für Einfamilienhäuser auszuweisen ist die Verdichtung bereits genutzter Stadtflächen notwendig. Dörfer, die ihre Existenzberechtigung verloren haben, die auch nicht mehr lebenswert geworden sind, sollten geschliffen und durch Wald ersetzt werden. Wald ist moralischer als die Rückbesinnung an die schöne alte Zeit. Brachen sind aufzuforsten.

9. CO² Nutzung für synthetische Treibstoffe

Das CO2 kein Abfall, sondern ein wichtiger Rohstoff für viele Verfahren und Produktionsschritte ist, wird immer wieder übersehen. CO2 kann aber noch mehr als in der Disco für die Nebelmaschine verwendet werden. Mittels Katalysatoren, Druck oder Temperatur kann es in unterschiedlichste Treibstoffe verwandelt werden z. B. Ethanol, Syntin, Ammoniak, Methan oder sogar durch weitere Verfahrensschritte in Diesel. Grundlage ist hier die Erhitzung des Wassers auf mehr als 800 Grad Celsius. Der so erzeugte Dampf wird per Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. In zwei weiteren Arbeitsschritten reagiert der Wasserstoff in Synthesereaktoren bei hohem Druck und hoher Temperatur – dazu wird die Abwärme der Hochtemperatur-Elektrolyse genutzt – mit dem CO2. So entsteht eine aus langkettigen Kohlenwasserstoffverbindungen bestehende Flüssigkeit, das so genannte Blue Crude. (Dresdner Versuchsanlage Synfuel) Die Flüssigkeit lässt sich ähnlich wie Rohöl in einem Raffinerieprozess veredeln, so dass ein echter Dieselkraftstoff entsteht.

https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/rohstoffe/oeko-diesel-wasser-co2/

Die dafür benötigten Technologien sind im Wesentlichen bereits vorhanden, stellt Professor Roland Dittmeyer vom KIT fest.

https://www.kit.edu/kit/pi_2019_058_crowd-oil-kraftstoffe-aus-der-klimaanlage.php

Die Wissenschaftler haben ausgerechnet, dass allein mit den Lüftungsanlagen der rund 25.000 Supermärkte der drei größten Lebensmittelhändler Deutschlands rund 30 Prozent des Kerosinbedarfs oder rund acht Prozent des Dieselbedarfs in Deutschland gedeckt werden könnten.

https://www.welt.de/wissenschaft/article193859477/Energie-Klimaanlage-wandelt-CO2-in-Treibstoff.html

Dass die Herstellung synthetischer Kraftstoffe nicht nur möglich ist sondern auch sinnvoll hinsichtlich der Verwendung einheimischer Rohstoffe, zeigten die seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrtausend betriebenen Anlagen in Leuna. Durch die Erdölsubstitution war die Fischer-Trobsch-Synthese nicht mehr notwendig.

Das benötigte CO2 kann aus der vorhandenen CO2-Sequestrierung aus Rauchgasen der Kraftwerke entnommen werden, die nun saubere Kraftwerke werden.

Als Beispiel nenne ich hier den Oxyfuel-Prozess, die dem Verbrennungsprozess nachgeschaltete Aminwäsche.

https://tu-dresden.de/ing/maschinenwesen/ifvu/evt/ressourcen/dateien/Veroeffentlichungen/kwt/KWT-2006-17-KWT-Zittau.pdf?lang=de

Doch gegen diese als Sequestrierung oder CCS (Carbon Capture and Storage) bezeichnete Technologie gibt es zumindest hierzulande großen Widerstand.

Das Co² auch ein hervorragendes Lösungsmittel für Fette und Öle ist kann jeder in der „chemischen Reinigung“ erfragen. Das mit Hilfe von diesem Gas auch das im Gestein befindliche Erdöl herausgelöst werden kann ist eine Möglichkeit erschöpfte Fundstätten in förderbare Erdölbestände zu verwandeln und um weitere 100 Jahre Reichweite für sinnvolle Anwendungen zu verlängern. Zu diesem Zeitpunkt werden Eisen, Zinn, Zink, Kupfer und viele andere Metalle und Mineralien bereits nicht mehr vorhanden sein.

10. Synthetisches Methanhydrat zur Energiespeicherung aus Solarenergie

Der Anteil der erneuerbaren Energien im Stromsektor steigerte sich von 36,0 Prozent (2017) auf 37,8 Prozent (2018) des Bruttostromverbrauchs. Laut den Analysen des Fraunhofer ISE schickte Deutschland 2017 neun Prozent seines verfügbaren Stroms in die Nachbarländer, insgesamt rund 50 Milliarden Kilowattstunden. Diese Menge reicht aus, um ganz Portugal ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Dies ist auf den Sommerüberschuss von Photovoltaik und Windkraft zurückzuführen. Den Strom mit Batterien zu speichern würde zu einem Speicher von 5 Milliarden m³ führen. Ein Speicher von 1000 mal 1000 m und 5 km hoch. Nach begrenzten Ladezyklen müsste er ersetzt werden. Deshalb wurden alle Versuche zu solchem Speicher aufgegeben. Eine Lösung ergibt sich aber aus der Tatsache, dass der Elektroüberschuss durch Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt werden kann. Als Energieträger ist Wasserstoff ziemlich schlecht. (3 kWh/Nm3 gegenüber Diesel ≈ 1000 kWh/m3) Dazu kommt, dass Wasserstoff das kleinste Element des Periodensystems ist und es durch die Netze aller Materialien als Behälter schlüpft. Eine Möglichkeit das flüchtige Element zu halten ist die Verflüssigung. Eine Verflüssigung erfolgt durch Abkühlung. Die Verflüssigung bedarf jedoch einer Energie von 36kJ/g um Wasserstoff auf eine Temperatur von -253°C herunter zu kühlen, was zirka einem Drittel der gespeicherten Energie entspricht. Die Erhaltungsenergie, um gespeicherten Wasserstoff aus den Sommermonaten in die Wintermonate zu bringen, ist das Mehrfache der im Wasserstoff enthaltenen Energie. Wenn Wasserstoff jedoch mit CO2 verbunden wird, entsteht CH4 (Methan / Erdgas) und Sauerstoff. Dieses Methan kann in Methanhydrat umgewandelt werden. Im Dresdner Labor ist es gelungen, dass das synthetische Methanhydrat auch bei geringen Drücken stabil bleibt. Damit kann es mit geringen Ladungserhaltungsenergien lange gespeichert werden. Die eigentliche Reaktion verläuft relativ schnell innerhalb weniger Sekunden. Hierzu habe ich mit dem Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik einen Prototyp gebaut.

https://patents.google.com/patent/US7863491B1/en

https://patents.google.com/patent/US8470249B2/en

DE102004053627A1 Verfahren zur Herstellung, Transport und Lagerung von Gashydraten (Gasclathrat) Erfinder Bernd Bonso

http://www.projekt-resque.de/tl_files/abw/Broschueren_Flyer/Einladung14_15062012_SolareHighlights_GE.pdf

Vor einiger Zeit wurden im alten Gasometer von Berlin Gesprächsrunden mit Herrn Jauch durchgeführt. In solch einem könnte die Sommerüberschussenergie von 1,222 Mio. kW für den Winter gespeichert werden. Allein in Berlin gab es zu Gaswerkszeiten 48 Gasometer.

Bereits vor Jahren habe ich versucht gegen die inflationäre Entwicklung des Wissensniveaus in den wichtigsten naturwissenschaftlichen Bereichen anzukämpfen. Da es aber ein politisch erklärtes Ziel ist, mittels Wegfalles von chemischen und physikalischen Kenntnissen Scharlatanerie und Okkultismus die Türen zu öffnen, ist meine Broschüre „Grundlagen der alternativen und regenerativen Energien“ nicht weiter publiziert worden.

Als ich aber nun feststellen musste, dass meine Enkelin in der 5.Klasse lernen sollte, dass die Renaturierung von Flüssen ein Beitrag gegen Hochwasser ist, musste ich einschreiten. Es kann nicht sein, dass historische und wissenschaftliche Tatsachen in einer Art Religion verdreht werden. Wer mit offenen Augen durchs Land fährt stellt fest, dass es die höchsten und verheerendsten Hochwasser vor den Eingriffen des Menschen in die Flusssysteme und der Entwicklung eines Hochwasserschutzsystems durch Umflutkanäle usw. gab. Wer die Abflussmenge nicht mehr nach Q= av² berechnen kann, glaubt wirklich, dass man mit einer Mäanderung Wasser schneller abfließen lassen kann und es dann gar nicht zu einer Aufstauung kommt.

Eine gleiche Herangehensweise stelle ich jetzt im Zusammenhang mit den Diskussionen zu Klima und Wetter fest. Die gesamte auf die Erdoberfläche auftreffende Energiemenge ist mehr als fünftausend Mal größer als die Energieerzeugung der Menschheit, (2017 betrug der weltweite Umsatz von Primärenergie 597 EJ). Die Solarkonstante mal der halben Erdoberfläche multiplizieren. Das Ergebnis sollte dann zum Verständnis der Verhältnismäßigkeit unseres Einflusses durchdacht werden.

Dipl.-Bauing., Dipl.-ing. B. Bonso

Berlin 17.10.2019

veröffentlicht am 31.10.2019, zuerst auf LinkedIn

  1. Du hast noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: