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BBU zur aktuellen Mietendeckel-Diskussion

Anlässlich der aktuellen Entwicklungen in den Diskussionen um einen „Berliner Mietendeckel“ erklärt Maren Kern, Vorständin BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.: „Wir haben weiterhin unsere fundierten Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit eines Mietendeckels auf Landesebene. Ganz sicher sind wir aber, dass eine Absenkung von Mieten als nachträglicher Eingriff in bestehende Verträge klar verfassungswidrig wäre. Darüber hinaus sehen wir auch weiteren erheblichen Diskussionsbedarf bei Themen wie Wiedervermietungsmieten, Definition von Obergrenzen oder dem Umgang mit Modernisierungen. Aus unserer Sicht ist vollkommen klar: Ein Mietendeckel als Rechtsexperiment wäre ein Bärendienst an Berlins Mieterinnen und Mietern. Insofern sind die Signale aus Senatskanzlei und Senatsverwaltung für Wirtschaft ermutigend, die Diskussionen fortsetzen zu wollen.“
Bei Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Herzliche Grüße
i. V. Dr. David Eberhart
Besonderer Vertreter des Vorstandes
Pressesprecher und Leiter Bereich PR
BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.

Kategorien:Wohnkosten Schlagwörter: ,
  1. 10.06.2020 um 18:12

    Mietendeckel spaltet Berliner Markt: Bestandsmieten sinken um bis zu 18 Prozent, Neubauten steigen um 17 Prozent

    Eine immowelt Analyse der Angebotsmieten in den Berliner Bezirken zeigt:
    • Vom Mietendeckel betroffene Wohnungen werden in Berlin binnen eines Jahres um 8 Prozent günstiger
    • Befürchtung bewahrheitet sich: Nicht regulierte Neubauten verteuern sich seit 2019 um +17 Prozent
    • Die größten Rückgänge verzeichnen Wedding (-18 Prozent), Schöneberg (-16 Prozent) und Neukölln (-15 Prozent)
    Nürnberg, 9. Juni 2020. Seit Ende Februar gilt in Berlin der Mietendeckel. Die Auswirkungen sind bereits deutlich sichtbar: Die Angebotsmieten von betroffenen Wohnungen (Baujahr vor 2014) sind innerhalb eines Jahres um 8 Prozent gesunken. Vor einem Jahr wurden für den Quadratmeter noch im Median 11 Euro verlangt, aktuell sind es 10,10 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von immowelt. Dafür wurden die Angebotsmieten in Berlin und seinen Bezirken von Januar bis Mai 2020 mit dem Vorjahreszeitraum verglichen. Im gleichen Zeitraum haben sich die Preise von nicht regulierten Wohnungen, also Neubauten mit einem Baujahr ab 2014, um 17 Prozent erhöht.

    „Unsere Befürchtungen haben sich leider bewahrheitet: Der Mietendeckel verschärft das Auseinanderdriften am Wohnungsmarkt weiter. Das zeigt das deutlich stärker steigende Mietpreisniveau bei nicht regulierten Neubauten“, sagt Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO der immowelt AG. „Zusätzlich führt der Mietendeckel dazu, dass viele Mietobjekte aufgrund der zu geringen Rentabilität zum Verkauf angeboten werden und somit dem Mietmarkt entzogen werden. Die Politik sollte sich daher vielmehr auf die Schaffung von gefördertem Wohnraum konzentrieren, statt viele private Vermieter in finanzielle Nöte zu bringen.“

    Größter Rückgang in Wedding
    Wie stark die angebotenen Mietpreise gefallen sind, unterscheidet sich von Bezirk zu Bezirk. Am stärksten hat sich der Mietendeckel in Wedding ausgewirkt. Von 2019 auf 2020 sind die Preise für Bestandswohnungen um 18 Prozent zurückgegangen. Vor einem Jahr lag die mittlere Miete noch bei 12 Euro und damit über dem Berliner Durchschnitt. Nach dem Rückgang liegt sie aktuell nicht nur darunter, sondern mit 9,80 Euro pro Quadratmeter sogar unter der 10-Euro-Marke. Auch in Neukölln (-15 Prozent), Reinickendorf (-11 Prozent) und Tempelhof (-10 Prozent) sind die Mieten darunter gerutscht.

    Teuerste Mieten in Friedrichshain
    Insgesamt gehen in 19 von 23 untersuchten Bezirken die Mieten zurück. Selbst in den beliebtesten und dadurch auch hochpreisigen Gegenden sinken die Preise. Im teuersten Berliner Bezirk Friedrichshain gehen die Quadratmeterpreise um 5 Prozent auf 14 Euro zurück. In Mitte kosten Mietwohnungen im Mittel 11 Prozent weniger. Schöneberg (-16 Prozent) und Charlottenburg (-13 Prozent) weisen laut der Analyse sogar noch größere Rückgänge auf.

    Die hohen Rückgänge hängen damit zusammen, dass die Mieten in den vergangenen Jahren aufgrund der hohen Nachfrage explodiert sind – allein von 2011 bis 2018 ist die Hauptstadt um mehr als 300.000 Einwohner gewachsen. Der Markt konnte diesem Ansturm nicht standhalten, sodass sich Angebotsmieten teilweise verdoppelt und deutlich von den Werten im Mietspiegel entfernt haben. Da sich das neue Gesetz bei der Festlegung der Miete auf den Mietspiegel bezieht, dreht sich dieser Trend allmählich wieder um. Viele Vermieter scheinen aber nach wie vor verunsichert zu sein, ob das Gesetz juristisch Bestand hat. Denn in einigen Inseraten wird darauf hingewiesen, dass die Miete zwar an den Mietendeckel angepasst ist, sollte das Gesetz aber wieder gekippt werden, die Miete nach oben korrigiert wird.

    Hohenschönhausen mit großem Plus
    Doch nicht in allen Vierteln lassen sich die Auswirkungen des neuen Gesetzes feststellen. In Hohenschönhausen ziehen die Mieten weiter stark an. Ein Plus von 11 Prozent ist die größte Steigerung aller Bezirke. Auch im benachbarten Weißensee (+1 Prozent) sowie in Köpenick und Prenzlauer Berg (je 0 Prozent) sind noch keine Rückgänge zu vermerken.

    Der Mietendeckel wurde Ende Januar vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen und sieht ein Einfrieren der Mieten von Bestandswohnungen mit Baujahr vor 2014 auf den Stichtag der Ankündigung (18.6.2019) vor. Gleichzeitig gelten Mietobergrenzen, deren Höhe von Baujahr, Lage und Ausstattung abhängt. Maßstab hierfür ist das Preisniveau des aktuellen Berliner Mietenspiegels.

    Ausführliche Ergebnistabellen stehen hier zum Download bereit.
    http://links.email.immowelt.de/ctt?ms=OTYxMjg4MgS2&kn=19&r=Mzk3MjM5MzUxOTQS1&b=0&j=MTUzMTI2Mjk4NgS2&mt=1&rt=0

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  2. Anonymous
    27.11.2019 um 09:09

    Mieten in Ostdeutschland: Preisanstiege in Leipzig und Dresden, Entspannung auf dem Land, Sonderfall Berlin (PM ImmoWelt, 27.11.2019)

    Ein Vorjahresvergleich der Angebotsmieten in 76 Stadt- und Landkreisen Ostdeutschlands von immowelt.de zeigt:
    • In Leipzig steigt der Quadratmeterpreis seit 2018 um 5 Prozent auf 6,70 Euro, in Dresden auf 7,50 Euro (+3 Prozent)
    • In 40 Prozent der untersuchten Stadt- und Landkreise sind die Mieten allerdings konstant oder rückläufig
    • Sonderfall Berliner Umland: Hohes Mietniveau der Bundeshauptstadt sorgt für heftige Anstiege im Speckgürtel
    Nürnberg, 27. November 2019. Bei den Mieten in Ostdeutschland zeigt sich vielerorts ein Stadt-Land-Gefälle. In Großstädten, die mit Jobangeboten und Universitäten Neubürger anziehen, steigen die Mieten – in ländlichen Regionen verharren sie hingegen oftmals auf niedrigerem Niveau. In Leipzig kostet der Quadratmeter im Median mit 6,70 Euro aktuell 5 Prozent mehr als im Vorjahr. In Dresden steigt der Preis auf 7,50 Euro (+3 Prozent). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse von immowelt.de. Dafür wurden die angebotenen Kaltmieten von Wohnungen zwischen 40 und 120 Quadratmetern in 76 Stadt- und Landkreisen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin untersucht.

    „Im Osten Deutschlands lassen sich zwei Trends erkennen: In den florierenden Großstädten wie Leipzig und Dresden gibt es viel Zuzug und somit steigen die Mieten weiter an“, sagt Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO der Immowelt. „In ländlicheren Gebieten hingegen bleiben die Preise meist konstant oder sind sogar rückläufig, da die Bevölkerungszahlen stagnieren.“

    Ostdeutsche Regionen: zwischen Wachstum und Rückgang
    Nach der Deutschen Einheit hatten Städte im Osten mit einem Bevölkerungsschwund und in der Folge viel Leerstand zu kämpfen. Leipzig und Dresden haben hingegen bereits wieder die Bevölkerungszahlen der Wiedervereinigung erreicht und wachsen weiter. Daher zieht das Preisniveau dort auch merklich an. Ebenso in der Universitätsstadt Jena, wo die Mieten um 2 Prozent auf 9,00 Euro steigen. Ein moderates Wachstum von 1 Prozent zeigt sich auch in Erfurt (7,50 Euro). Ein ähnlich moderater Anstieg von bis zu 3 Prozent lag in insgesamt 30 Prozent der untersuchten Regionen vor.

    Der Zuzug in die großen Städte Ostdeutschlands speist sich oftmals aus den ländlichen Regionen, wo in der Folge ein Überangebot an Wohnraum herrscht. Das sorgt vielerorts für ein gleichbleibendes Preisniveau: Stagnierende Mieten gibt es im Erzgebirgskreis (5,00 Euro), im Landkreis Prignitz (5,00 Euro) und im Vogtlandkreis (4,50 Euro).

    Aber nicht nur ländliche Regionen sind von stagnierenden Mieten betroffen. In Halle an der Saale und Magdeburg blieb der Preis mit jeweils 6,00 Euro unverändert. Ein Rückgang ist in Rostock auf 6,30 Euro (-10 Prozent) und Cottbus auf 5,80 Euro (-3 Prozent) zu beobachten. Die dort angebotenen Wohnungen sind oftmals von älterer und unsanierter Bausubstanz – hochpreisige Neubauprojekte findet man hingegen selten. Insgesamt sind in 40 Prozent der Stadt- oder Landkreise die Mieten im Vergleich zum Vorjahr rückläufig oder stabil.

    Starker Anstieg im Berliner Speckgürtel
    Der Berliner Wohnungsmarkt war zuletzt enormen Preissteigerungen ausgesetzt: zwischen 2017 und 2018 stiegen die Mieten um 10 Prozent. Aktuell bremst sich das Wachstum (+3 Prozent) auf 11,30 Euro merklich ein. Der Berliner Mietmarkt strahlt nun allerdings aufs Umland ab: Die brandenburgischen Landkreise Havelland weisen mit Anstiegen von 15 Prozent (8,50 Euro) und Barnim mit 9 Prozent (7,30 Euro) mit die höchsten Zuwachsraten der Untersuchung auf. Im Stadtgebiet Potsdam schnellten die Preise gar um 13 Prozent auf 10,50 Euro empor.

    Eine gesonderte Betrachtung zu Berlin und Umland gibt es hier.
    http://links.email.immowelt.de/ctt?kn=23&ms=NzkzMzkxNwS2&r=Mzk3MjM5MzUxOTQS1&b=0&j=MTM5MzU5OTMwMAS2&mt=1&rt=0

    Ausführliche Ergebnistabellen zu den 76 untersuchten Regionen in Ostdeutschland stehen Ihnen hier zum Download zur Verfügung.
    http://links.email.immowelt.de/ctt?kn=13&ms=NzkzMzkxNwS2&r=Mzk3MjM5MzUxOTQS1&b=0&j=MTM5MzU5OTMwMAS2&mt=1&rt=0

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