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Strom – Versorgungssicherheit?

„Der Monitoringbericht zeigt erneut, dass die Bundesregierung zur Absicherung der hohen Versorgungssicherheit künftig zunehmend auch auf den Import von Strom setzt. Auch der BDEW sieht im EU-Binnenmarkt für Strom einen wichtigen Pfeiler der Versorgungssicherheit. Wir sollten uns jedoch nicht darauf verlassen, dass wir künftig in bestimmten Zeiten hoher Stromnachfrage immer Strom aus anderen EU-Ländern importieren können: Fast überall in Europa sollen gesicherte Stromerzeugungskapazitäten vom Netz genommen werden, wie eine BDEW-Analyse im vergangenen Jahr gezeigt hat. Die Zeiten, in denen sehr viel Strom nachgefragt wird, sind in Mitteleuropa zudem nahezu deckungsgleich: Ist die Stromnachfrage in Deutschland hoch, ist dies in der Regel auch in den angrenzenden Staaten der Fall.
Es wäre daher zu riskant, wenn sich Deutschland zum Beispiel in einer Winter-Dunkelflaute allein auf Stromimporte verlassen würde. Wir werden in Deutschland auch neue Erzeugungskapazitäten auf Basis von Gas brauchen. Die Bedingungen für Energiespeicher und Kraft-Wärme-Kopplung müssen sich verbessern sowie alle Optionen zur Nachfrageflexibilisierung ergriffen werden. Der Netzausbau muss deutlich beschleunigt werden.
Wir brauchen – wie von der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ bereits Anfang des Jahres vorgeschlagen – eine Weiterentwicklung des bereits heute bestehenden Versorgungssicherheitsmonitorings, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für neue Gaskraftwerke sowie die Prüfung eines systematischen Investitionsrahmens für neue gesicherte Leistung.“

  1. Jul. 2019, Statement für die Presse: BDEW zum Monitoringbericht Versorgungssicherheit Strom
    Das Bundeswirtschaftsministerium hat heute den Monitoringbericht zur Versorgungssicherheit im Bereich der leitungsgebundenen Elektrizität vorgelegt. Hierzu erklärt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung:
Kategorien:Energieversorgung Schlagwörter: , ,
  1. 30.07.2019 um 09:05
    1. Jul. 2019
      Zahl der Woche / Um 2,8 Milliarden Kilowattstunden …
      … ist der Stromaustauschsaldo Deutschlands im ersten Halbjahr 2019 zurückgegangen.
      Deutschland hat im ersten Halbjahr 2019 unter dem Strich 2,8 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) weniger Strom in seine Nachbarländer exportiert als im Vorjahreszeitraum: Wurde in den ersten sechs Monaten 2018 noch insgesamt 23,9 Mrd. kWh Strom mehr ins Ausland exportiert als importiert, waren es im ersten Halbjahr 2019 nur noch 21,1 Mrd. kWh.

    Im Juni 2019 hat Deutschland erstmals seit fünf Jahren sogar mehr Strom importiert als exportiert. Das war zuletzt im Juli 2014 der Fall.

    Dieses Ergebnis ist vor allem auf Preisentwicklungen zurückzuführen: Zum einen ist der CO2-Preis im ersten Halbjahr deutlich gestiegen. Er lag zeitweise bei rund 27 Euro und hat damit die Stromerzeugung insbesondere aus Kohlekraftwerken verteuert. Zum anderen sind die Großhandelspreise für Erdgas im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Das hatte einen preisdämpfenden Effekt für die kurzfristige Beschaffung von Gas für Industrie und Kraftwerke. Hinzu kam, dass Kohlekraftwerke in die Sicherheitsbereitschaft überführt oder stillgelegt wurden.

    Eine Grafik zum saisonalen Verlauf des Stromaustausches können Sie auf unserer Website als Anhang zur Presseinformation abrufen.
    ZUR PRESSEINFORMATION
    https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/zahl-der-woche-um-28-milliarden-kilowattstunden/

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