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Energie und Ressourcen wirtschaftlich einsparen – Immobilien-Ritter macht es vor

Sehr geehrte Herren, ja, so ein toller Artikel! [WaS 27.05.2017, S. 47 ff, All Inclusive – von Michael Fabricius] Gratulation. Hier wurde alles aufgegriffen was in den letzten Jahrzehnten versäumt wurde. Deutschland das Schlusslicht in Europa mit der Wohnungseigentumsquote von 43 %, Mietknappheit und damit steigenden Miet-/Kaufpreisen!

Vor Jahren fragte ich bei VDI und den Berufsverbänden IVD, DDIV, BFW nach, was man mit den nicht mehr benötigten Heizöltanks in energetischer Hinsicht machen kann. Nichts! Ich ließ dann die 30 – 50.000 Ltr. Tanks zerschneiden und den Schrotthändlern übergeben. Welche Methode wenden Sie, Herr Leukefeld, an, die Tanks als Pufferspeicher einzusetzen?
Die Materialien der von der KfW gesponserten Firma BASF habe ich nur an Attika und Kellersockel zum Einsatz gebracht. Die Aufdoppelung von Styropor brachte mir nur Ärger (sichtbare Dübel, Vereisung der Fläche, Anschlußprobleme an Ecken und Kanten). Anstelle der vom Gesetzgeber verordneten Energieeinsparung durch Styropor, habe ich die Fassaden mit keramischen Farben streichen lassen. Mindestens 15 % Energieeinsparung!

Mit vielen kleinen Maßnahmen, auch gegen den Widerstand einschlägiger Fachfirmen, Innungen, Ministerien, Juristen und Gerichten (bis zum BGH) habe ich den Heizölverbrauch von 900.000 Ltr./p.a. auf 650.000 Ltr. und den Gasverbrauch von 6,8. Mio. kWh auf 4,6 Mio. kWh/p.a. senken können (bei ca. 100.000 m² Wfl.).

Dies will niemand wissen, denn die Propaganda aus Berlin heißt: Wachstum! Stellen Sie sich vor, alle Verwalter, Wohnungsgesellschaften, Wohnungsgenossenschaften und Gewerbebetriebe würden in ihren Altbeständen (70 % aller Wohnbauten sind älter als 30 Jahre) meine Sparmaßnahmen umsetzen, Sie mit Ihren Erfahrungen bei der Photovoltaik und Energiespeicherung weitere Ressourcenschonung betreiben, mindestens eine Raffinerie und ein Gaslager könnten in Deutschland eingespart werden.

Das sind meine Erfahrungen, die empirisch und wissenschaftlich unterlegt sind:
Ob eigenes Haus, Gewerbebetrieb, Mietshaus, überall gibt es Möglichkeiten für Strom-, Wasser-, Öl- und Gasverbrauchsreduzierung.

  • Einbau kleinerer Brennerdüsen – dadurch längere Brenndauer 3 – 6 %
  • Einsatz von „Brennstoffsparer“ bei Ölheizungen 8 – 10 %
  • Einsatz von „Brennstoffsparer“ bei Gasheizungen 8 – 15 %
  • Einbau von Abgasklappen 7 %
  • Umbau auf 1-Strang-Heizölleitungen 1 %
  • Einbau von Brennereinsätzen 8 – 10 %
  • Nachisolierung von Schiebern, Mischern, Kesseln, Boilern 3 %
  • Umwälzpumpen auf Stufe 1 oder 2 laufen lassen, reicht meist – Stromersparnis!
  • Kellerfenster auswechseln, 1/2 Isolierglas, 1/2 Mäusegitter m. kontrollierter Belüftung 2 – 4 %
  • Fassadenanstrich mit keramischen (ohne Fungizide!) Farben 15 – 18 %
  • Satteldach anstelle Flachdach 15 %
  • Anbringen von selbstlernenden Thermostatköpfen im Wohnzimmer 25 %

Weitere Einsparungen ergeben sich durch:

  • Anbringung von Magneten bei der Wasserstrukturveränderung (Wasserenthärtung) – Wasserersparnis!
  • Kellersockelisolierung bis 20 cm unter Niveau, dadurch Verhinderung von Ameisenwanderung
  • Attikaisolierung
  • Optimierung der Steuerungsanlagen bezüglich Nachtabsenkung von Heizung und Warmwasserboiler

Mit vereinten Kräften wird es wohl zu schaffen sein, den Deutschen auf die „Sprünge“ zu helfen und den Klimawandel wirklich, schnell und preiswert zu bewerkstelligen. Die 10,50 €/m² könnten sogar noch unterboten werden. Bitte universitär und medial so weitermachen! Ich danke Ihnen im Namen meiner Kinder und Enkel.
Mit freundlichen Grüßen

Manfred Ritter
Dipl.-Betriebswirt

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