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Änderungen rund um Energie und Ölheizungen

Mit dem neuen Jahr gibt es auch wieder Änderungen bei zahlreichen Gesetzen, Vorschriften und Regelungen. Die wichtigsten Neuerungen rund um die Themen Energie und Ölheizung hat das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) zusammengefasst.

Erst beantragen, dann modernisieren: Wer seine Ölheizung mit einer neuen Solaranlage kombinieren und dafür die Fördermittel aus dem Marktanreizprogramm (MAP) in Anspruch nehmen möchte, muss den Antrag jetzt vor Beginn der Maßnahme stellen. Das bedeutet, der Antrag muss beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vorliegen, bevor der Handwerker beauftragt wird. Die Planung der Solaranlage kann aber weiterhin erfolgen, bevor der Förderantrag gestellt ist. Wurde die Solarthermieanlage bis zum 31. Dezember 2017 in Betrieb genommen, gilt allerdings eine Übergangsfrist: Der Antrag muss spätestens neun Monate nach Inbetriebnahme beim BAFA eingehen.

Neue Label für alte Heizungen: In Deutschland werden Heizgeräte, die älter sind als 15 Jahre, mit einem sogenannten Effizienzlabel für Altanlagen versehen. Ab sofort betrifft das also alle Heizkessel mit Baujahr 2003 oder früher. Im Zuge der Feuerstättenschau vergibt der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger das Altanlagenlabel, das dem Besitzer Aufschluss über die Effizienzklasse seiner alten Heizung geben und ihn motivieren soll, in moderne Heiztechnik zu investieren. Das Label ist für den Hausbesitzer kostenlos und mit keinerlei Verpflichtungen verbunden.

Maximale Fördersumme mit minimalem Aufwand: Wer seine Heizung mit Öl-Brennwerttechnik modernisieren möchte, kann sich auch 2018 Fördermittel vom Staat sichern – die sich allerdings in 2.000 Förderprogrammen verbergen. Der kostenlose Fördermittel-Service der Aktion „Besser flüssig bleiben“, die das IWO gemeinsam mit verschiedenen Heizgeräteherstellern initiiert hat, bietet Unterstützung: Die Experten übernehmen kostenlos die Suche nach den passenden Fördertöpfen von Bund, Ländern und Kommunen sowie die komplette Antragstellung.

Weitere Informationen rund um die effiziente Ölheizung gibt es auf http://www.zukunftsheizen.de.
IWO, 29.01.2018; Grafik: IWO-Pressegrafik_Effizienzlabel_Altanlagen; Bildunterschrift: Was steht wo: Das Energieeffizienzlabel für Heizungen, die 15 Jahre und älter sind. Grafik: IWO
IWO-Pressedienst Nr. 222 | Februar 2018
Wichtigste Änderungen rund um Energie und Ölheizungen
Neues Jahr, neue Vorschriften

Kategorien:Abzocke, Förderung, Heizen Schlagwörter: ,
  1. 10.02.2018 um 10:35

    Presseinformation

    BDEW zur gasfachlichen Aussprachetagung 2017 in Köln:
    Heizungsmarkt: Die Kunden setzen auf Gas

    Aktuelle BDEW-Umfrage: Image von Erdgas im Wärmemarkt steigt

    Berlin, 29. November 2017 – Nach aktuellen Zahlen bleibt Erdgas auch weiterhin Nummer eins bei den Heizungssystemen in Deutschland. Bereits in den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden 219.000 Baugenehmigungen für Wohnungen gemeldet. Davon werden fast 40 Prozent (39,6) mit einer Erdgasheizung ausgestattet. Nimmt man noch die Fernwärme hinzu, die zu fast 40 Prozent aus Erdgas erzeugt wird, bedeutet dies: In rund 106.000 Wohnungsneubauten kommt Gas zum Einsatz. Auch im Gebäudebestand liegt Erdgas vorne: Die große Mehrheit (49,4 Prozent) wurde 2016 mit Erdgas beheizt. „Die Markterfolge von Erdgas im Neubau zeigen, dass dieser Energieträger ein hohes Ansehen und Vertrauen bei den Verbrauchern genießt. Das kann auch die Politik nicht ignorieren“, sagte Anke Tuschek, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung, heute zum Auftakt der diesjährigen gasfachlichen Aussprachetagung (gat).

    Allein mit dem Ersatz veralteter Heiztechnik durch moderne Gas-Brenn-wertkessel lassen sich nach BDEW-Angaben schnell und bezahlbar über 30 Millionen Tonnen CO2 bis 2030 einsparen – und damit fast zwei Drittel der Vorgabe aus dem Klimaschutzplan. Allerdings steht die Heizungsmodernisierung weit unten auf der Prioritätenliste der Hausbesitzer. „Zu den Hindernissen für einen Heizungstausch gehören insbesondere die Investitionskosten. Deshalb sollte eine neue Bundesregierung eine attraktive Steuerförderung für energetische Sanierungsmaßnahmen aufsetzen, um so eine Modernisierungsoffensive im Gebäudesektor auszulösen.“ Der BDEW hatte hierzu kürzlich gemeinsam mit BDI, DGB, dena, und ZDH einen konkreten Modellvorschlag für die steuerliche Förderung vorgelegt.

    Dass Erdgas bei den Kunden ein sehr gutes Image hat, zeigt sich auch an der jährlichen BDEW-Befragung unter Eigenheimbesitzern. Erste Ergebnisse der aktuellen Umfrage präsentierte der BDEW vorab auf der gat: Auf die Frage, mit welchem Energieträger sie heute ihr Haus beheizen würden, würden sich auch 2017 über 40 Prozent für Erdgas entscheiden. Zählt man die – noch umweltfreundlichere – Kombination Erdgas und Solar dazu, würden über die Hälfte der Befragten sich für eine Gasheizung entscheiden. Über die Hälfte der Befragten glaubt zudem, dass Erdgas in Zukunft noch grüner werden kann. Befragt, wie dies gelingen kann, sprach sich ein Drittel der Befragten dafür aus, mehr Bio-Erdgas zu verwenden. „Dafür muss Bio-Erdgas endlich vollumfänglich als Erneuerbare Energie im Rahmen der Energieeinspar-Verordnung und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes anerkannt werden“, forderte Tuschek.

    Die Debatte über den Klimaschutzplan und dessen schlussendlich verabschiedete Version hätten gezeigt, dass sich der Blick der Politik auf Gas durchaus zum positiven gewandelt hat. „Darauf können wir als Branche aufbauen. Der BDEW hat deshalb den gemeinsamen Branchen-Appell „Gas kann grün“ und die von 12 Verbänden getragene Erklärung der Gaswirtschaft zur CO2-Reduzierung initiiert.“

    Zudem habe der BDEW die „Zukunftsstrategie Gas“ aufgesetzt. Ziel sei es deutlich zu machen, dass die Gaswirtschaft und der Energieträger Gas die Politik in erheblichem Umfang dabei unterstützen können, die Energie- und Klimaziele zu erreichen. Zur Unterlegung zeige die Gaswirtschaft auf, wie sie es bis zum Jahr 2050 schaffen kann, zunehmend regenerativer zu werden. „Die Gasstrategie basiert auf drei Elementen: Erstens: Die Infrastruktur ist mit Speichern und einem gut ausgebauten Netz – mit Leitungen bis in die Gebäude – bereits vorhanden. Zweitens: Das Produkt ist jetzt schon energiewende- und klimaschutztauglich. Moderne Erdgasheizungen senken – beispielsweise in Kombination mit Solarthermie oder Biomethan – schnell und bezahlbar den CO2-Ausstoß. Drittens: Gas kann grün – In seinen CO2-neutralen Varianten Biomethan und als Produkt aus Power-to-Gas, angetrieben von Strom aus Wind und Sonne. Der BDEW wird weiterhin mit Nachdruck die wichtige Rolle von Erdgas bei der Erreichung der Klimaziele kommunizieren“, so Tuschek.

    Anlagen und Materialien
    BDEW-Folien zum Heizungsmarkt und Umfrage (PDF):
    https://www.bdew.de/internet.nsf/id/20171129-pi-heizungsmarkt-die-kunden-setzen-auf-gas-de/$file/BDEW_Folien_Heizungsmarkt_und_Umfrage.pdf

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  2. 02.02.2018 um 08:00

    Heizkostenprognose: Vor allem Heizölnutzern in Bayern drohen Nachzahlungen

    Auf höhere Heizkosten müssen sich voraussichtlich Mieter aus München, Oberstdorf und Straubing einstellen
    Unterschiedliche Heizkostenentwicklung durch steigende Heizöl- und sinkende Erdgaspreise
    Um 0,7 Prozent wärmere Witterung im Vergleich zu 2016

    Nachdem in den vergangenen Jahren Mieter mit Ölheizungen in den meisten Fällen mit Rückzahlungen bei den Heizkosten rechnen konnten, so drohen ihnen nun Nachzahlungen – vor allem in Bayern. Ein Grund für die im Bundesdurchschnitt um 15,4 Prozent gestiegenen Raumheizkosten in ölversorgten Liegenschaften sind höhere Ölpreise (2017 gegenüber 2016: +16,2 Prozent). Vor dem Hintergrund potenziell deutlicher Heizkostensteigerungen für viele Mieter fordert Techem CEO Frank Hyldmar: „Energieeffizientere Wohnungen sind ein wichtiger Schlüssel, um auch bei steigenden Energiepreisen die Heizkosten im Rahmen zu halten.

    Die neue Bundesregierung hat die Chance, deutlich größere Anreize für kostengünstige Energieeffizienzmaßnahmen zu setzen. Dazu müssen die bisherigen Ansätze der Sondierungsergebnisse durch innovative Vorschläge für die stärkere Nutzung niedriginvestiver technischer Maßnahmen konkretisiert werden.“
    Wie hoch eventuelle Nachzahlungen tatsächlich ausfallen, hängt bei Heizöl immer davon ab, zu welchem Zeitpunkt es eingekauft wurde. So kann es sein, dass sich die Teuerung nicht sofort bemerkbar macht, da 2017 noch alte Reserven verheizt wurden. Bei Gaspreisen stellt sich diese Problematik nicht, da der jeweilige Verbrauch zu den aktuellen Konditionen abgerechnet wird. Der Gaspreis ist 2017 gegenüber 2016 durchschnittlich um 3,3 Prozent zurückgegangen. So ist im Ergebnis bei den Raumheizkosten für Erdgas ein Minus von 3,9 Prozent zu verzeichnen.
    Höhere Heizkosten für Heizöl dürften gemäß der Prognose von Techem besonders auf Mieter aus dem Süden Deutschlands zukommen. Obwohl das Jahr 2017 im Bundesdurchschnitt um 0,7 Prozent wärmer war als 2016, weisen die Münchner und Oberstdorfer Mieter auf Basis der Temperaturwerte einen Mehrverbrauch von 3,9 Prozent auf, gefolgt von Straubing mit 3,5 Prozent, Fürstenzell mit 3,4 Prozent sowie Regensburg und Augsburg mit jeweils 3,1 Prozent. Einzig die Einwohner aus dem hohen Norden, nämlich Arkona auf Rügen, haben ebenfalls einen Mehrverbrauch an Raumheizwärme um 2,3 Prozent. Regionen mit rückläufigen Verbräuchen sind beispielsweise Köln (-4,9 Prozent), Norderney (-4,8 Prozent) oder Düsseldorf (-4,7 Prozent) (s. Tabelle 1).
    Die vorliegende Prognose des Heizenergieverbrauchs basiert auf dem Vergleich von Gradtagszahlen, die auf Basis von Temperaturdaten des Deutschen Wetterdienstes der Jahre 2016 und 2017 ermittelt wurden sowie auf einer Auswertung der Brennstoffpreise für Erdgas und Heizöl aus dem Vorjahr. Wie hoch der tatsächliche Energieverbrauch und damit die Kosten im konkreten Fall sein werden, lässt sich erst nach Erstellung der jeweiligen Abrechnung sagen.
    Alle Verbrauchsdaten wurden im Rahmen der Vorarbeiten zur Energiekennwertestudie 2018 von Techem anonym erhoben. Die jährlich erscheinende Studie erhält auch viele weitere Informationen rund um Energieverbrauch und Heizkostenabrechnung. Die Analyse basiert auf den Daten des vorangegangenen Kalenderjahres. Sie gibt unter anderem einen Einblick in die energetische Situation des Gebäudebestandes in Deutschland und bietet damit Hilfestellungen, um den Energieverbrauch in Wohnungen zu bewerten und Ansatzpunkte für Energiesparmaßnahmen zu erkennen.

    Techem, 29.01.2018
    https://newsroom.techem.de/de/pressemappe/pressemeldungen/meldung/news/heizkostenprognose-vor-allem-heizoelnutzern-in-bayern-drohen-nachzahlungen.html

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