Startseite > Abzocke, Wärmedämmung, WDVS > Thema: Außenwanddämmung, Sondermüll

Thema: Außenwanddämmung, Sondermüll

Läuft wie … wie immer. Zwar ging es gestern noch um gefährlichen Sondermüll, so dürfen heute HBCD- und sonstige Gifte enthaltenen Dämmstoffe wieder „ganz normal“ verbrannt werden, wie der Bundesrat nun entschieden hat:
http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/dauerhafte-loesung-beim-styropor-wahnsinn-5568593
Danke Dämmlobby! Danke Politik! Ein großer Erfolg. Aber warum das Zeug nicht gleich direkt an der Fassade entsorgen? Gut brennen tut es ja, so ein übertrieben kritischer Bürger! Aber das dürfte doch Hetze sein? Herr Bundesminister Heiko Maas übernehmen Sie den Fall und verhindern Sie solch eine „böse“ Aussage mit Ihrem „Netzdurchdringungsgesetz“.

Hat der Eigentümer bei einer Außenwanddämmung gegenüber dem Mieter rechtliche Vorteile?

Ja, denn im Rahmen ordnungsgemäßer Verwaltung hat der Eigentümer im Gegensatz zum Mieter einen Rechtsspruch auf Wirtschaftlichkeit bei der modernisierenden Instandsetzung (an der Fassade ist Instandhaltung erforderlich und im Zuge dieser fälligen Sanierung wird ein WDVS angebracht) als auch bei einer Modernisierung (es gibt keinen Instandhaltungsbedarf
an der Fassade, man will aber die erstmalige Dämmung deshalb anbringen, um Heizenergie zu sparen und um das “Klima zu retten!”).
In jedem dieser Fälle müssen sich für den Eigentümer die Mehrkosten für die Dämmung in 10 Jahren amortisieren. Das heißt, dass die Kosten für den Aufwand durch Einsparungen bei der Energie in ca. 10 Jahren ausgeglichen werden müssen. So lautet die Rechtsprechung für Wohnungseigentümer in solch einem Falle, was schon in diesem Sinne vor den gerichtlichen Entscheidungen im § 11 der Heizkostenverordnung festgelegt wurde. Deshalb auch die Folgerechtsprechung mit den 10 Jahren Amortisationszeit. Bei jeder der vor geschilderten Sanierungs-Varianten haben nur die Eigentümer vor der Beschlussfassung einen Anspruch auf eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vom Architekten/Bauingenieur.
Für den Mieter gibt es solch eine Rechtsprechung nicht, da bereits im § 559 BGB bestimmt wurde, dass der Mieter Modernisierungskosten des Vermieters mit 11% dieser Kosten mittels einer Mieterhöhung pro Jahr auszugleichen hat und das bis in alle Ewigkeit (also auch weiter 11% des Vermieteraufwandes jedes Jahr mehr an Miete, selbst wenn nach rund 9-10 Jahren der gesamte Aufwand des Vermieters mit der erhöhten Miete ausgeglichen wurde). Dieser
§ 559 ist ein Skandal, denn er beinhaltet auch keinen Anspruch auf Wirtschaftlichkeit, es muss nur dauerhaft Energie eingespart werden, wie viel ist egal laut BGH-Rechtsprechung des Miet-Senats. Deshalb wird dieser § 559 auch “Goldener Nasen-Paragraf” genannt, was gar nicht genug wiederholt werden kann. Die Mieter müssen also an den Gerichten und gegenüber den Politikern klar machen, welche Ungerechtigkeit bei ihnen gegenüber Eigentümern vorliegt.

Quelle:
MEINE WOHNUNG
Das aktuelle Kurz-Info für Wohnungsinhaber vom 2.8.2017
http://www.hausgeld-vergleich.de

Advertisements
  1. E. Müller
    12.08.2017 um 10:40

    Energetische Sanierung zunehmend in der Kritik

    „Wacht auf Verdammte dieser Erde“, lautete die Parole einer Protestaktion von Mieterinitiativen und der Politsatiregruppe Büro für Ungewöhnliche Maßnahmen vor einigen Monaten. Damals wurde in einer größeren Öffentlichkeit wahrgenommen, dass immer mehr Mieter in der „energetischen Sanierung“ in erster Linie ein Instrument der Hauseigentümer sehen, die Miete zu erhöhen und Mieter zu vertreiben. Nun haben sie die Bestätigung durch eine Studie des Berliner Mietervereins erhalten.

    https://www.heise.de/tp/features/Energetische-Sanierung-zunehmend-in-der-Kritik-3798624.html

    Gefällt mir

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: