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Berlin: keine Überprüfung der Fassaden

pankow_fassadenbrand_wdvsAus der Rubrik „Was zu erwarten war“:
„Nach dem verheerenden Brand in einem Londoner Hochhaus sind in Berlin keine Prüfungen von Hauswänden auf Sicherheit und Brennbarkeit vorgesehen. „Eine Überprüfung sämtlicher Berliner Häuserfassaden ist nicht geplant“, teilte die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit. Das gelte sowohl für Hochhäuser über 22 Meter wie für Häuser mit weniger Geschossen.“

Quelle: Berliner Zeitung
http://www.berliner-zeitung.de/27875482
Nach Feuer in London Berlin will Häuserfassaden nicht auf Brandsicherheit überprüfen
„Wenn ein Bezirk einen begründeten Verdacht hätte,
könnte er aber Untersuchungen einleiten.“

Das Bildchen ist übrigens von dem Fassadenbrand in Pankow Heinersdorf.
Pankow Heinersdorf liegt in Berlin.
Hier der Bericht:
http://www.richtigbauen.de/info/wd/brennendewdvs.htm

Auch gut zu wissen:
Zum Brandverhalten von Wärmedämmstoffen
http://www.richtigbauen.de/info/phy/phy30.htm

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  1. 11.07.2017 um 18:45

    aus dem vorletzten Spiegel Nr. 27/2017:

    -> siehe Anhang

    Zitat:

    „Jeder Quadratmeter der
    üblichen Dämmung entspricht der
    Brandlast von fünf Litern Benzin“

    (bei einem Wohnhaus mit 3 Aufgängen und Berliner Traufhöhe von 22 Metern sind das an einer Fassadenfront ca. 1.144 m² Fassadendämmung, die einer Brandlast von
    5,7 Tonnen Benzin entsprechen)

    Und Berlin?

    Berlin will Häuserfassaden nicht auf Brandsicherheit überprüfen
    http://www.berliner-zeitung.de/27875482

    Ich muss nun in einem solchen 16 cm-Styropor-Dämmbunker leben – wegen angeblichem „Klimaschutz“. Mehrfach, kompetent und überzeugend haben wir als Mieterschaft unseren Vermieter GESOBAU auf die Unnötigkeit und die Gefahren dieser Dämmung hingewiesen und u.a. die Nicht-Erreichbarkeit für die Feuerwehr der Innenhof-Fassade angemahnt. Interessiert hat das unseren Vermieter letztlich nicht die Bohne – er handele ja „wirtschaftlich“ und nach Vorschrift und Gesetz.

    Wer hat diese Vorschriften und Gesetze erlassen? Wer hält daran fest? Wer tut nichts gegen diesen Leben-gefährdenden Wahnsinn? Warum interessiert offensichtlich niemanden, dass diese Dämmerei unter dem Strich gar nichts bringt? (die Bundesregierung hat nach wie vor keinerlei Kenntnis, was diese Dämmerei tatsächlich einspart, erlässt aber weiter munter Gesetze und legt Förderprogramme auf)

    Warum macht Angela Merkel Dämmstoff-Werbung?
    https://baufuesick.wordpress.com/2017/06/24/merkel-macht-daemmstoff-werbung/

    Zwischen den Zeilen hören! (ab 3:08 Min.): übernommener Marketing-Sprech aus der Branche a’la: „Der Altbau ist der schlafende Riese bei der CO2-Einsparung…“, „Kfw-Programme, die Anreize bieten…“, „Steuerliche Förderung wäre ein sehr lukrativer politischer Schritt…“

    Es sind vielleicht eine handvoll Lobbyisten, die hier die Dinge lenken, die uns der Gefahr aussetzen, die unseren Wohnraum massiv verteuern, deren Einfluss offensichtlich stärker als Demokratie und jede Vernunft ist.

    Warum lassen wir uns das bieten? Warum muten wir unseren Kindern einen riesigen Berg Sondermüll und die Kosten zu, die auf sie zukommen werden (ähnlich dem Asbest heute)?

    Wer schützt uns vor diesem Irrsinn?

    aus einer Mail von TT. Gute Fragen.

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  2. 08.07.2017 um 09:16

    Was tut sich nach dem schlimmen Brand der gedämmten Fassade in London?
    In Wuppertal wird vorsorglich ein Hochhaus geräumt, das ein vergleichbares Dämmsystem an der Außenfassade hat. Erst nach dessen Entsorgung sollen die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren dürfen.

    http://www.t-online.de/finanzen/energie/id_81530994/geraeumtes-wuppertaler-hochhaus-bleibt-vorerst-unbewohnbar.html

    Laut dpa leitete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach eigenen Angaben erste Schritte zur Überprüfung insbesondere von Gebäudedämmungen ein. Niedersachsen und Bremen befürworten eine länderübergreifende Initiative zur Überprüfung der Fassadendämmung.
    Die “Berliner Zeitung“ schrieb: In Berlin sind keine Prüfungen von Hauswänden auf Sicherheit und Brennbarkeit vorgesehen. „Eine Überprüfung sämtlicher Berliner Häuserfassaden ist nicht geplant“, teilte die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit. Das gelte sowohl für Hochhäuser über 22 Meter wie für Häuser mit weniger Geschossen. Zuständig dafür wären die Bezirke, da die Senatsverwaltung keine
    Vollzugsbehörde sei, erläuterte Sprecherin Karin Dietl. „Bislang gibt es jedoch keine Signale, dass eine Überprüfung angedacht ist.“ Feuerwehrfachleute forderten dagegen einen besseren Brandschutz für Gebäude in Deutschland als Konsequenz aus der Brandkatastrophe von London. Dabei gehe es explizit um Häuser unterhalb der Hochhausgrenze, also Häuser zwischen 7 und 22 Metern, sagte der Leitende Branddirektor der Frankfurter Feuerwehr, Reinhard Ries. „Wir können nur hoffen, dass der Warnschuss aus London endlich ernstgenommen wird.“ Laut Ries behauptet ein Großteil der Fachwelt einschließlich Industrie und Politik, die Wärmedämmverbundsysteme seien sicher. Dies sei aber nicht der Fall, sagte er.

    Sittenwidrig was Mietern durch die Gesetzgebung zugemutet wird!
    Diese Meinung konnte man aus einem Kommentar eines Richters in seinem Urteil gegen einen Mieter herauslesen. Denn in einer ungewohnt offenen und direkten Weise erklärte der Richter in einem Mietrechtprozess, dass er „nicht die gesetzlichen„Vorgaben übergehen könne“, aber er zur Überzeugung gelangt ist, dass die Lobby der Dämmindustrie den Gesetzgeber wohl getäuscht hat. Das sind bemerkenswert offene Worte. Dem Richter war mutmaßlich aufgefallen, dass der von einem Sachverständigen errechnete Wert der Energieeinsparung für den Mieter von jährlich ca. 560 – 570 € (sollte er tatsächlich in der Realität eintreffen, was stark bezweifelt werden kann) in keiner Relation zur deshalb erfolgten Mieterhöhung von 276,46 € je Monat, also über 3.300,- € im Jahr steht.
    Üblicherweise wird solch eine Relation von Leistung und Gegenleistung als sittenwidrig. beurteilt. Die Forderung von Hausgeld-Vergleich e.V., dass der „Goldene Nasen-Paragraf 559 (1) BGB“ endlich dem Müll zugeführt werden muss, dürfte sich durch solche kundige Äußerungen wohl bestätigen.

    aus:
    MEINE WOHNUNG
    Das aktuelle Kurz-Info für Wohnungsinhaber vom 8.7.2017
    von http://www.hausgeld-vergleich.de

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  3. 29.06.2017 um 12:00

    Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
    Chausseestraße 128a, 10115 Berlin

    1. JUNI 2017, PRESSEMITTEILUNG, BERLIN

    Klimafreundliches Bauen und Sanieren attraktiv machen: neue Ansätze gesucht

    Mit einem innovativen Ideenwettbewerb will das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) neue Ansätze finden, um das klimafreundliche Bauen und Sanieren attraktiver zu machen. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) erarbeitet gemeinsam mit der Energie- und Umwelt-Managementberatung Pöschk und der Agentur mc-quadrat im Auftrag des BMUB das Konzept des Wettbewerbs und wird diesen zusammen mit den Projektpartnern umsetzen. *

    Neue Ansätze gesucht?
    Na, versucht es doch mal ohne WDVS.
    Wienerberger & Co. stellen als Ziegel getarnte Dämmstoffe her.

    • Anders ausgedrückt: diese 3 haben wieder mal ordentlich Steuergeld abgefasst.

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