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Presseschau: WDVS, Fassadenbrände

„Fieberhaft arbeiten Unternehmen und Verbände an einer Stellungnahme, die der Situation angemessen ist und zugleich allen Interessen der Dämmallianz Rechnung trägt, angefangen vom Dämmstoffhersteller BASF bis hin zum kleinen Handwerksbetrieb.

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und Ingenieurverbände kritisierten am Montag in einer gemeinsamen Erklärung den Versuch, die deutschen Regelungen [B.: zum Brndschutz] zu lockern.

Die neuerliche Debatte trifft die Branche in einer schwierigen Zeit. Denn obwohl die Bauwirtschaft brummt, ist der Markt für Wärmedämmverbundsysteme in Deutschland 2016 zum fünften Mal in Folge zurückgegangen.“

Dämmen vor dem Aus?
FAZ, 20.06.2017
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/debatte-ums-daemmen-neu-entfacht-15068145.html

„Haben Sie schon mal etwas in der Richtung erlebt?
Seemüller: 2014 hatten wir einen Balkonbrand. Das Haus hatte eine Fassadendämmung. Da hat nur ein Kübel auf dem Balkon gebrannt. Nach dem Ablöschen haben wir festgestellt, dass die Fassade warm ist, das Feuer ist hinter der Putzschicht nach oben gelaufen. Das ist nicht zu unterschätzen.

Und das ist zugelassen?
Seemüller: Das hat alles seine Bescheinigung vom Institut für Bautechnik. In den Brandschutzrichtlinien nimmt man an, dass sich ein Feuer von innen her ausbreitet. Wenn der Brand jetzt von außen kommt und auf einen Schlag alle Rettungswege wie Fenster oder Türen blockiert sind, dann hast du ein Problem.“

Pfaffenhofen: „Ich komme an die Leute nicht mehr ran“, 20.06.2017
http://www.donaukurier.de/lokales/pfaffenhofen/Pfaffenhofen-Ich-komme-an-die-Leute-nicht-mehr-ran;art600,3432884

„Die Zahl der Toten und für tot gehaltenen Vermissten ist nach dem Brand im Grenfell-Tower-Hochhaus in London – Stand 19. Juni – auf 79 gestiegen. Es ist inzwischen klar, dass die aus Klimaschutzgründen angebrachte Fassadendämmung dabei wie ein Brandbeschleuniger wirkte. Es ist auch eine Tatsache, dass in Deutschland ebenfalls aufgrund sich rasend ausbreitender Dämmstoff-Brände Menschen gestorben sind. Es ist ferner belegt, dass es nur glücklichen Umständen zu verdanken ist, dass bisher nicht mehr passiert ist. Die Feuerwehren warnen seit langem.

Vor allem aber: Es ist bei uns schon passiert. Zwar sind Dämm-Materialien wie die in London verwendeten ab einer Höhe von 22 Metern hierzulande verboten, darunter sind sie aber erlaubt, weil angeblich „schwer entflammbar“. Wenn diese Stoffe allerdings erst einmal „schwer“ entflammt sind, brennen sie bedauerlicherweise wie Benzin und es entstehen giftige Gase mit Inhaltsstoffen wie Dioxin. Und das ist eben auch unter 22 Metern lebensbedrohlich.

Man ist offenbar fest entschlossen, aus Schaden nicht klug zu werden. Es drängt sich auch auf, einmal zu fragen, in welcher Weise von der Bundesregierung und im Gros der Medien bei Katastrophen und Unfällen die Gefahren und Risiken abgewogen werden.“

Grenfell-Tower, Asbest, Fukushima – einige unbequeme Vergleiche
Achse des Guten, 20.06.2017
http://www.achgut.com/artikel/grenfell-tower_asbest_fukushima_einige_unbequeme_vergleiche

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  1. 10.07.2017 um 12:59

    http://www.t-online.de/heim-garten/wohnen/id_81623724/studie-polystyrol-daemmung-erhoeht-todesgefahr-drastisch.html

    Studie zur Brandgefahr  
    Polystyrol-Dämmung erhöht Todesgefahr drastisch
    09.07.2017, 17:47 Uhr | AFP, cwe

    Unzählige Häuser in Deutschland sind mit Polystyrol gedämmt. Im Falle eines Feuers kann dies tödliche Folgen haben. Experten haben die Gefährlichkeit statistisch bewertet – mit alarmierendem Ergebnis.

    Mit einem kurzen Video.

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  2. 10.07.2017 um 12:58

    „Für Brandschutzexperten wie Dirk Aschenbrenner, Leiter der Berufsfeuerwehr Dortmund und Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes, liegt die größte Gefahr nicht im Bereich der vergleichsweise sicher gedämmten Hochhäuser, sondern bei den niedrigeren Gebäuden bis 22 Meter, bei denen das als „schwer entflammbar“ klassifizierte Polystyrol verbaut werden darf: „Bei der Masse der mit brennbaren Stoffen gedämmten Bauten unterhalb der Hochhausgrenze tickt die wirkliche Zeitbombe“, sagte Aschenbrenner der WirtschaftsWoche.“

    http://mieterpartei.jetzt/blog/2017/07/10/deutlich-hoehere-todesgefahr-bei-entflammten-daemmfassaden/

    Gruß H.

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  3. E. Müller
    28.06.2017 um 13:41
  4. E. Müller
    25.06.2017 um 17:05

    «Wir haben bisher 34 Hochhäuser untersucht und leider eine 100-prozentige Trefferquote», sagte eine Mitarbeiterin der britischen Regierung am Sonntag. Ein Brandrisiko wurde nicht nur bei Gebäuden in London festgestellt, sondern auch in Manchester, Portsmouth und Plymouth. Nach der Brandkatastrophe im Grenfell-Tower hatte die britische Regierung eine rasche Überprüfung sämtlicher Sozialbauten im Land angeordnet. Insgesamt sollen bei 600 Hochhäusern die Fassadenverkleidungen untersucht werden.
    https://www.nzz.ch/international/sicherheitskontrollen-nach-brand-im-grenfell-tower-wir-haben-bisher-34-hochhaeuser-untersucht-und-leider-eine-100-prozentige-trefferquote-ld.1302789

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    • 25.06.2017 um 17:38

      Achtung, Maas, Kahane und Co.,
      das ist Satire (keine „fake news“)!

      „«Wir haben bisher 34 Hochhäuser untersucht und – wie erwartet – eine 0-prozentige Trefferquote», sagte eine Mitarbeiterin der deutschen Regierung am Sonntag. Ein Brandrisiko wurde weder bei Gebäuden in Berlin festgestellt, noch in Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt. Nach der Brandkatastrophe im Londoner Grenfell-Tower (Großbritannien) hatte die deutsche Regierung eine rasche Überprüfung sämtlicher Sozialbauten im Land angeordnet. Insgesamt sollen bei 600 Hochhäusern die Fassadenverkleidungen untersucht werden.
      «Wir haben das Ergebnis mit Erleichterung und Genugtuung zur Kenntnis genommen. Deutsches Polystyrol als Fassadendämmung war, ist und bleibt sicher.» sagte ein Mitarbeiter der deutschen Dämmstoffindustrie am Sonntag.
      «Wers glaubt, bleibt selig. Polystyrol als Fassadendämmung brennt wie Zunder, wie inzwischen genug Feuerwehrleute berichtet haben. Außerdem sind brennende WDVS ein deutscher Exportschlager.» sagte ein Mitarbeiter eines deutschen Bauingenieurbüros am Sonntag.

      Neue Berliner Zeitung
      Sonntag, 25.06.2017

      Die Sammlung zu WDVS Fassadenbränden bei der Frrankfurter Feuerwehr:
      https://baufuesick.wordpress.com/2017/06/22/wdvs-brandmelder-brandereignisse/
      Deutscher Exportschlager: Brennende WDVS:
      https://baufuesick.wordpress.com/2016/01/05/deutscher-exportschlager-brennende-wdvs/

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  5. E. Müller
    25.06.2017 um 09:00

    In San Francisco gab es eine Reihe von Hausbränden, die so aussehen, als sei das Gentrification 2.0 von Vermietern, die nicht glauben, dass sie realistisch auf legalem Weg ihre Niedrig-Mieter loswerden:
    http://www.gq.com/story/san-francisco-is-burning

    Wenn das mal keine Schule macht …

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  6. 24.06.2017 um 09:20

    In D: die Rente ist sischa.
    In D: die Hochhäuser sind sicher.
    Somit ist mind. 1% des Bestandes sicher. *

    Apropos Bayr. I-Minister:
    Nichts als heiße Luft.
    Das hatten wir schon:
    Fassadendämmung: Prüfung auf Brandgefahr (tapfere SPD)
    https://baufuesick.wordpress.com/2012/02/10/fassadendammung-prufung-auf-brandgefahr/

    • Hochhäuser: 1%
      Quelle: IWU
      Deutsche Gebäudetypologie – Häufigkeit von Gebäudetypen unterschiedlichen Baualters
      Nov. 2007: Aktualisierte Werte Wohnfläche / Anzahl
      Wohnungen für Energieszenarien
      http://www.iwu.de -> Downloads-> Klimaschutz und Altbausanierung

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  7. E. Müller
  8. E. Müller
    23.06.2017 um 07:08
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