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Was die Entfaltung des Wohnungsneubaus behindert

Gesamtfazit: Ein unaufgelöster Widerspruch zwischen Wachstumsdruck und Wachstumsbereitschaft behindert die Entfaltung des Wohnungsneubaus
Die zentrale Erkenntnis ist, dass sich die wachsenden Städte in Deutschland zunehmend schwertun, den von Arbeitsmärkten und Zuwanderung ausgehenden Druck durch ein baulich-räumliches Wachstum zu beantworten. Der Wachstumsdruck ist in den entsprechenden Städten hoch. Die Bereitschaft und die Fähigkeit, dieses Wachstum anzunehmen und in eine innere oder äußere Stadterweiterung umzusetzen, sind unzureichend. Dabei überlagern sich vielfältige Einflüsse:
• steigende Anforderungsniveaus an die bautechnische und städtebauliche Qualität der Neubauvorhaben (die wie eine Art mengenreduzierende Auslese wirken)
• entsprechend komplexe Planungs- und Genehmigungsprozesse
• strukturell eingeschränkt handlungsfähige Kommunal- bzw. Planungsverwaltungen
• abnehmende innere Wachstumsreserven
• Instrumentendefizite im planungsrechtlichen Sinne und im Bereich der Förderung
• konservierende städtebauliche Vorstellungen in Bürgerschaft und Politik

All dies schlägt sich vor allem in der Funktionsfähigkeit und in der Leistungsfähigkeit der Grundstücks- und Bodenmärkte nieder.

Die Ursachenanalyse zu der Frage „Wer baut wo welche Wohnungen?“ muss unter diesem Blickwinkel weniger im Bereich der spezifischen Investitionsmotive ansetzen und mehr Aufmerksamkeit auf die Stadtplanung legen, wobei sowohl grundlegende Orientierungen als auch instrumentelle und institutionell-organisatorische Fragen von Bedeutung sind. Im Wettbewerb um die (knappen) für den Wohnungsbau geeigneten Grundstücke entscheidet sich, wer welche Wohnungen wo baut!

Aktuelle Trends der Wohnungsbautätigkeit in Deutschland – Wer baut wo welche Wohnungen?

Ein Projekt des Forschungsprogramms „Allgemeine Ressortforschung“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB ) betreut vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).
Herausgeber
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Bonn
Deichmanns Aue 31–37
53179 Bonn
Wissenschaftliche Begleitung
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Referat II 11-Wohnungs- und Immobilienmärkte
Alexander Schürt
alexander.schuert@bbr.bund.de
August 2016

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Kategorien:Politik, Wohnen Schlagwörter: , ,
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