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Gut für die Bauunternehmer, schlecht für die Bauherren

Düsseldorf, 20.04.2017: Die Bauunternehmer sind seit über einem Jahr geradezu verwöhnt, was die Umsatzentwicklung angeht: Viele Unternehmen im Bauhauptgewerbe können sich vor Aufträgen kaum retten. Die jüngste Konjunkturbefragung von BauInfoConsult unter Bauunternehmern ist deshalb – wenig verwunderlich – selbst rekordverdächtig: Zusammen 96 Prozent der Bauunternehmer rechnen für 2017 weiter mit gleich guten oder noch höheren Unternehmensumsätzen wie 2016. Das ist die positivste Erwartung seit Anfang der BauInfoConsult-Konjunkturerhebungen Anfang 2007.

In telefonischen Interviews wurden im Frühjahr 142 Bauunternehmer nach ihren Umsatzerwartungen für 2017 befragt. Mit 39 Prozent geht deutlich mehr als jeder dritte befragte Bauunternehmer davon aus 2017 mehr Umsatz erzielen zu können wie 2016. Fast zwei Drittel (57 Prozent) sind sich sicher, dass ihr Umsatz gleich hoch wie im Vorjahr ausfallen wird.

Wenn man bedenkt, dass viele Bauunternehmer mangels Kapazitäten hohe Auftragsvorräte aus 2016 mit ins neue Jahr nehmen mussten, wird klar, dass auch diese Erwartung keineswegs auf Stagnation deutet, sondern vor allem die Hoffnung der Bauunternehmer auf weiterhin hohe Umsätze ausdrückt. Der Optimismus der Bauunternehmer ist in diesem Jahr mit weniger als 1 Prozent Negativerwartungen sogar derart extrem, dass man sich verwundert die Augen reibt.

In der Tat könnte es sein, dass die normalerweise mit Jubelmeldungen so vorsichtigen deutschen Bauunternehmer von der Dauerkonjunktur der letzten Zeit eingeschläfert worden sind. Selbst wenn die gute Binnenkonjunktur 2017 trotz der vielen internationalen Turbulenzen weiter anhält und der Baumotor weiter heiß läuft, könnten viele Unternehmen an ihre Kapazitätsgrenzen geraten:

Und wenn so Projekte wegen Überlastung nach 2018 verschoben oder gar abgelehnt werden müssen, kann das den am Ende tatsächlich erzielten Umsatz schnell unter das eigentliche Potenzial rutschen lassen. Die Baubranche und die Politik ist daher gut beraten, den Fachkräftemangel entschlossen und effektiv entgegen zu treten – doch leider geht das nicht von heute auf morgen.

Quelle: BauInfoConsult
Baukonjunktur 2017: Bauunternehmer erwarten erneut Umsatzrekord

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Kategorien:Baubranche, Baukosten, Baupreise Schlagwörter: ,
  1. 05.05.2017 um 16:04

    Immobilien Zeitung
    IZ Wochennewsletter vom 05.05.2017

    Studie: Wohnpreise steigen in Großstädten bis 2030

    In mehr als der Hälfte der 402 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland können Haus- und Wohnungsbesitzer davon ausgehen, dass sich der Wert ihrer Immobilie bis mindestens 2030 steigert. Das hat die Studie Wohnatlas 2017 des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) im Auftrag der Deutschen Postbank ermittelt. Danach sind die mit Abstand stärksten Preissteigerungen mit 4% jährlich in Heilbronn zu erwarten. Unter den Großstädten führen München (1,3% p.a.) und Dresden (1% p.a.).

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    • 05.05.2017 um 16:07

      Und gleichzeitig:

      Wohnungsmarkt: Bei der Bundesbank läuten die Alarmglocken

      Die Entwicklung an den Wohnungsmärkten versetzt die Deutsche Bundesbank in Alarmbereitschaft. Die Krisenampel würde mittlerweile „auf gelb oder gar dunkelgelb“ stehen. Um einer Immobilienblase rechtzeitig entgegenzuwirken, fordert Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret verschärfte Maßnahmen für die Immobilienfinanzierung.

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  2. 04.05.2017 um 13:09

    SHK-Umsatzbarometer 2017: Handwerker erwarten konstantes Ergebnis

    Düsseldorf, 04.05.2017: Das SHK-Handwerk blickt dem Jahresabschluss gelassen entgegen. Zwei Drittel der SHK-Installateure, die BauInfoConsult im Frühjahr zu ihren Umsatzerwartungen für 2017 befragt hat, erwarten keine Veränderung gegenüber 2016. Ein starkes Viertel der Handwerker rechnet sogar mit einem noch besseren Ergebnis.

    Insgesamt haben die Düsseldorfer Marktforscher bei 144 deutschen SHK-Handwerkern nachgefragt, wie ihre Umsatzerwartungen an 2017 im Vergleich zum Vorjahr aussehen. Mit 68 Prozent gehen zwei von drei SHK-Installateuren von einem gleich hohen Umsatzergebnis aus wie 2016. Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen, denn laut dem Branchenverband ZVSHK wurde im Jahr 2016 mit einem Gesamtumsatz von 41,7 Milliarden Euro bereits ein neuer Rekord im SHK-Handwerk aufgestellt.

    Mit 8 Prozent erwartet jeder zehnte von BauInfoConsult befragte SHK-Installateur sogar das Ergebnis von 2016 im laufenden Jahr nochmals um über 5 Prozent übertreffen zu können. Mit einem soliden Zuwachs von bis zu 5 Prozent rechnet jeder fünfte SHK-Installateur – keine unrealistische Erwartung angesichts der guten Konjunkturaussichten für das wichtige SHK-Geschäftsfeld Wohnungsbau.

    Dass dennoch die meisten SHK-Installateure mit stagnierenden Umsätzen rechnen, verdeutlicht aber auch, dass die Zahl der Beschäftigten im SHK-Gewerbe nicht mit dem Umsatzwachstum Schritt gehalten hat. Der ZVSHK mahnt daher zurecht an, dass die Branche den Fachkräftemangel so bald wie möglich beheben sollte, um langfristig mit der Nachfrage Schritt halten zu können.

    BauInfoConsult
    04.05.2017

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  3. 27.04.2017 um 16:08

    Neubau-Boom in Großstädten: Angebot und Bedarf entwickeln sich auseinander

    Teure Neubauten lassen Angebotspreise immer stärker steigen / Immowelt.de analysiert für Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern Preise für angebotene und angefragte Kaufimmobilien / Leipzig, Dresden, Nürnberg und Berlin: Angebote prozentual deutlich teurer als angefragte Objekte / In Essen werden teurere Wohnungen nachgefragt als angeboten, Dortmund ausgeglichen

    Nürnberg, 26. April 2017. Mehr als 375.000 Baugenehmigungen verzeichnete das Statistische Bundesamt für 2016, der höchste Stand seit 1999. Häufig genug liegen die Preise für entstehende Neubauten aber über dem, was angehende Käufer zu zahlen bereit sind. Immowelt.de zeigt in einer Analyse der 14 größten Städte Deutschlands, wie weit die Angebote von den Preisvorstellungen potentieller Abnehmer abweichen.

    Große Differenz in Leipzig, Dresden, Nürnberg und Berlin
    Leipzig erlebt seit Jahren ein starkes Bevölkerungswachstum, entsprechend viel wird gebaut. Allein 2016 wurden Baugenehmigungen für 3.204 Wohnungen erteilt. Gleichzeitig sind viele Bestandsobjekte am Markt, die preislich deutlich unter den Neubauten liegen. Der Effekt: Kaufimmobilien wurden im 1. Quartal 2017 für 2.060 Euro im Median angeboten. Die Käufer in Leipzig fragten auf immowelt.de jedoch Objekte für durchschnittlich 1.590 Euro nach. Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage klappt damit um 23 Prozent auseinander.

    Auch im nahen Dresden weichen die Wünsche der Kaufinteressenten deutlich von der Angebotslage ab. Wurden Kaufimmobilien im zurückliegenden Quartal für 2.160 Euro je Quadratmeter angeboten, lag der Nachfragepreis mit 1.950 Euro um 10 Prozent niedriger. Wie in Leipzig existiert auch in Dresden ein großer verfügbarer Bestand, neben dem Neubauprojekte um die Gunst der Käufer buhlen. Die 3.253 in 2016 genehmigten Wohnungen lassen erwarten, dass Angebotspreise und Nachfrage wie in Leipzig auseinanderdriften werden.

    Eine ähnliche Abweichung wie in Dresden ist auch in Nürnberg zu beobachten: Für 3.060 Euro wurden hier im 1. Quartal 2017 Kaufimmobilien angeboten. Kaufinteressierte fragten jedoch Objekte für 2.740 Euro im Mittel nach. Nürnberg erlebt nach vielen Rückschlägen wie der Pleite des Quelle-Konzerns seit einigen Jahren einen Aufschwung. Neue Unternehmen siedeln sich an, die Stadt wächst. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den Immobilienmarkt in der Stadt. Die Nürnberger Immobilienkäufer fragen aktuell jedoch deutlich günstigere Objekte nach, als in der Breite angeboten werden.

    Berlin ist die einzige Millionenstadt, in der die Differenz zwischen Angebots- und Nachfragepreis eine Höhe von 10 Prozent erreicht. Hamburg, München und Köln liegen hier nur bei 2 bis 6 Prozent. Immobilien wurden in der Bundeshauptstadt im 1. Quartal 2017 für 3.600 Euro angeboten, Kaufwillige fragten Objekte für 3.230 Euro im Median nach. Am Berliner Markt ist zu beobachten, dass lageabhängig extrem hohe Preise ausgeschrieben werden, im Bestand wie im Neubau. Letzterer boomt: 2016 wurden in Berlin Baugenehmigungen für 21.119 neue Wohnungen erteilt – knapp 18 Prozent mehr als 2015. Ob die neu entstehenden Objekte die Preisvorstellungen der potentiellen Käufer treffen werden, bleibt dabei abzuwarten.

    Umgekehrtes Verhältnis in Essen, ausgeglichenes Bild in Dortmund
    In Essen, der alten Zechenstadt im Ruhrgebiet, fragten die Interessenten im 1. Quartal 2017 durchschnittlich teurere Immobilien nach, als angeboten wurden. Bei 1.380 Euro je Quadratmeter lag hier der Angebotspreis, der Nachfragepreis bei 1.430 Euro (+4 Prozent). Ein Grund ist die relativ verhaltene Bautätigkeit in der Stadt: 2016 wurden nur 824 neue Wohnungen genehmigt. Gleichzeitig sind viele günstige, teils unattraktive Bestandsbauten am Markt, sodass mehr Kaufinteressenten die im Verhältnis teureren Objekte anfragen.

    Das Verhältnis zwischen Angebots- und Nachfragepreisen ist in Dortmund hingegen quasi ausgeglichen: Für 1.650 Euro wurden im 1. Quartal 2017 Kaufimmobilien angeboten, auf immowelt.de nachgefragt wurden Objekte für 1.640 Euro im Mittel. Die Preisvorstellungen der Käufer und die aufgerufenen Preise haben sich hier auf gleichem Niveau eigependelt.

    Zwischen den Extremen bewegen sich die übrigen Großstädte über 500.000 Einwohner. Düsseldorf (Nachfragepreis 9 Prozent niedriger als der Angebotspreis) weist hingegen bereits ähnliche Tendenzen wie Leipzig, Dresden, Nürnberg und Berlin auf: Es wird viel gebaut, aber etwas Anderes gesucht.

    Grafiken und Tabellen zu den 14 untersuchten Städten stehen hier zum Download bereit.
    http://links.mkt3108.com/ctt?kn=14&ms=MTcwOTQwOTYS1&r=MTI1MjM0ODc1NwS2&b=0&j=MTAwMjE5MjY2MQS2&mt=1&rt=0

    Berechnungsgrundlage
    Für die Analyse wurden mehr als 43.400 Angebote untersucht, die im 1. Quartal auf immowelt.de inseriert wurden. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise und geben den Median der im 1. Quartal 2017 angebotenen Wohnungen und Häuser wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Für die Nachfragepreise wurden die Anfragen auf die angebotenen Objekte untersucht und ebenfalls der Median gebildet. Auch hier handelt es sich nicht um Abschlusspreise.

    Quelle für die Anzahl der Baugenehmigungen: Statistische Ämter der jeweiligen Städte sowie jeweilige Landesämter für Statistik

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  4. 27.04.2017 um 07:45

    PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 136 vom 25.04.2017

    Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Februar 2017: + 2,0 % saisonbereinigt zum Vormonat

    WIESBADEN – Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Februar 2017 um 2,0 % höher als im Januar 2017. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich stieg das Volumen der saison-,
    arbeitstäglich- und preisbereinigten Auftragseingänge von Dezember 2016 bis Februar 2017 gegenüber September bis November 2016 um 3,0 %.

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  5. 27.04.2017 um 07:45

    PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 139 vom 27.04.2017

    Genehmigte Wohnungen im Januar und Februar 2017: – 6,5 % gegenüber Vorjahreszeitraum

    WIESBADEN – Im Zeitraum Januar bis Februar 2017 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 50 700 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt
    (Destatis) mitteilt, waren das 6,5 % oder 3 500 Baugenehmigungen von Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich nahm die Zahl der genehmigten Wohnungen von Dezember 2016 bis Februar 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 0,3 % ab.

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  6. 27.04.2017 um 07:44

    die Maler und Trockenbauer sehen entspannt in die Zukunft: In einer Frühjahrsumfrage von BauInfoConsult gaben zwei Drittel der befragten Handwerker aus dieser Berufsgruppe an, dass sie 2017 gleich viel Umsatz erwarten wie im bereits erfolgreichen Vorjahr. Ein knappes Drittel der Maler und Trockenbauer geht sogar noch von einem weiteren Umsatzzuwachs aus. Bemerkenswert: Negative Erwartungen an das laufende Jahr gibt es im Maler- und Trockenbauhandwerk so gut wie keine. Mehr darüber erfahren Sie in der angehängten Pressemitteilung. Sollten Sie Fragen haben oder die Grafik in einer höheren Auflösung benötigen, können Sie sich gerne bei mir melden.

    BauInfoConsult GmbH

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