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Entwarnung: Dämmung ist kein Kostentreiber – hurra!

Beim Gebäude-Energieberater erfährt der erstaunte Leser: „Das Bauen in Deutschland muss noch energieeffizienter werden, um seinen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele zu leisten, und gleichzeitig bezahlbar bleiben. Oft wird in diesem Zusammenhang die Wärmedämmung als Kostentreiber kritisiert. Eine Kurzstudie der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE) im Auftrag des Fachverbands Mineralwolleindustrie (FMI) zeichnet ein ganz anderes Bild.

Doch es kommt noch besser:nicht nur, dass Dämmung kein Kostentreiber ist – Dämmung ist sogar noch ein Kostendämpfer. Das mag der eine oder andere vielleicht anders sehen, aber eine Studie hat das nun mal so zutage gefördert. Hier die Wiedergabe der propagandistischen informativen Kostbarkeit:

ARGE-Studie: Dämmung dämpft die Baupreise

Berlin. Das Bauen in Deutschland muss noch energieeffizienter werden, um seinen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele zu leisten, und gleichzeitig bezahlbar bleiben. Dämmarbeiten haben einen dämpfenden Einfluss auf die allgemeinen Baupreise und stabilisieren das Preisniveau.
Das geht aus der aktuellen Studie „Anteil der Kosten für die Dämmarbeiten bei unterschiedlichen energetischen Standards“ hervor, die die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE) im Auftrag des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. durchgeführt hat. „Zwischen dem 1. Quartal 2000 bis zum 1. Quartal 2016 sind die Preise für Dämmarbeiten (Material und Arbeitskosten) weniger stark gestiegen als die Baukosten insgesamt“, sagt Dietmar Walberg, Studien-Herausgeber und Geschäftsführer der ARGE.
Die bisherige Entwicklung bei der Errichtung von energiesparenden Neubauten ist schon jetzt eine Erfolgsgeschichte. Dies ist nicht zuletzt der harmonischen Entwicklung von ordnungsrechtlichen Vorgaben und öffentlicher Förderung zu verdanken. „Der Energiebedarf neu errichteter Gebäude ist heute gut 80 Prozent geringer als noch vor der ersten Wärmeschutz-/Energieeinsparverordnung im Jahr 1977“, stellt Dr.-Ing. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V., fest.

Weitere Studienergebnisse im Überblick:

Je höher der Effizienzstandard, desto geringer der Anteil der Dämmkosten
Der Anteil der Dämmkosten an den Gesamtkosten für energetische Maßnahmen ist zwischen 2000 und 2016 stetig und deutlich gesunken: von 20,8 Prozent für die Effizienzstandards der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 auf 13,7 Prozent für den heutigen EnEV 2016 Standard.
Der heutige ENEV 2016 Standard hat(im Vergleich zur WSVO 1995) zu zusätzlichen Baukosten von 182 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche geführt. Davon entfallen nur 25 Euro auf Dämmarbeiten (13,7 Prozent).
Baukosten werden immer stärker durch die Ausbau- statt die Rohbaukosten bestimmt
54 Prozent der Gesamtkosten eines Bauwerks werden von den Ausbaukosten bestimmt. Diese Tendenz wird sich bei weiter steigenden energetischen Anforderungen fortsetzen. Vor allem die Ausbaugewerke tragen zur Erhöhung der Baukosten bei. Laut Studie nimmt hier besonders die Anlagentechnik einen immer höheren Stellenwert ein.
Der Anteil der Rohbauarbeiten an den Baukosten ist dagegen gesunken: von 53,7 Prozent im Jahr 2000 auf heute 45,4 Prozent. Zu den Rohbauarbeiten gehören neben Erd-, Maurer- und Zimmerarbeiten auch die Dämmmaßnahmen. Gute energetische Standards lassen sich demnach besonders kosteneffizient durch Dämmung erreichen.

Die Studie „Anteil der Kosten für die Dämmarbeiten bei unterschiedlichen energetischen Standards“ können Sie auf der Website des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. kostenlos downloaden.

Zur Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V.
Die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. ist seit 1946 ein einzigartiges Netzwerk des Bauwesens in Norddeutschland. Gegründet als Gesprächsplattform aller am Bau Beteiligten in Schleswig-Holstein liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf der Bauforschung, der Bau- und Wohnberatung und der technischen Qualitätssicherung. Die ARGE ist bereits seit 1950 eine durch die Bundesregierung anerkannte deutsche Bauforschungseinrichtung. Seit 1972 ist sie das anerkannte Rationalisierungsinstitut des Landes Schleswig-Holstein, heute Bauinstitut für den Wohnungsbau. Weitere Informationen: http://www.arge-sh.de

Zum FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.
Der FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. vertritt die marktführenden Hersteller von Glas- und Steinwolle. Mitglieder sind climowool, Rockwool Deutschland, Knauf Insulation, Saint-Gobain Isover und Ursa Deutschland.
Wir sind Ansprechpartner und Koordinator für die relevanten Themen der Branche von Energiewende über Wärmedämmung bis hin zu Dämmen mit Mineralwolle. Der FMI bündelt zudem die Fachkompetenzen der Unternehmen im technischen Bereich.
Nähere Informationen finden Sie auf: http://www.fmi-mineralwolle.de

BAUFÜSICK empfiehlt:
Bezahlen Sie zukünftig in % statt in €, dann wird es relativ günstiger.
Sparen Sie sich reich – umso mehr, je höher das Dämmniveau ist.
Verzichten Sie nie auf Dämmung, denn das senkt die Kosten.

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  1. Jens Prasser
    26.03.2017 um 11:16

    Ich fang jetzt an zu saufen, weil ich der Studie im übertragenen Sinne entnehme, dass ein Säufer vom Flaschenpfand reich wird. Und gesünder wird er ja auch noch.

    Gefällt mir

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