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Ausgeträumt: Kraftwerke unersetzlich

stromerzeugung-debriv-02-2016Der Schwerpunkt beim Zubau von erneuerbaren Energien liegt auf witterungsabhängigen Wind- und PV-Anlagen. Folglich unterliegt das Stromangebot extremen Schwankungen. Dabei gibt es Stunden, an denen die Einspeisung nahe Null liegt. Versorgungssicherheit allerdings bedeutet, dass der Strombedarf jederzeit gedeckt wird. Kalt und dunkel war es beispielsweise am 24. Januar 2017 um 7.00 Uhr. Die Stromnachfrage (Netzlast) war zu dieser Zeit mit 70 GW vergleichweise hoch. An PV- und Windkraftanlagen sowie Wasserkraft standen 89,5 GW Kapazität zur Verfügung. Geleistet haben sie zusammengenommen jedoch nur etwa 2,1 GW. Das entspricht knapp 3 Prozent des Strombedarfs. Die Erzeugung von PV-Anlagen lag bei Null, die der Windkraftanlagen bei 0,8 GW. Die thermischen Kraftwerke, die mit Steinkohle, Braunkohle, Gas, Kernkraft sowie Biomasse befeuert werden, waren hoch ausgelastet und gewährleisteten die Versorgungssicherheit. Der 24. Januar 2017 zeigt erneut deutlich, dass die Aufgabe einer zuverlässigen Stromversorgung zwingend zwei Systeme erfordert. Einerseits regelbare und jederzeit verfügbare Kraftwerke, die andererseits den Betrieb der Wind- und PV-Anlagen überhaupt erst ermöglichen. Heute ist Versorgungssicherheit durch thermische Kraftwerke ein Geschenk der Vergangenheit.  

Es ist vorschnell und sachfremd, neben der Kernkraft die Kohlenkraftwerke stilllegen zu wollen. Kein Industrieland, das über geringe Gas- oder Ölvorräte verfügt, versucht, auf Kohle und Kernkraft gleichzeitig zu verzichten, um alleine auf die eine Option Gas zu setzen (Abb. 2). Das sollte man bedenken, wenn man in Deutschland über die Braunkohle spricht, die Energie mit dem Heimvorteil – sicher, zuverlässig, wirtschaftlich und von großer Bedeutung für die Bergbauregionen. 

Grafik: Stromerzeugung (Erzeug.) und Stromerzeugungskapazitäten (Kap.) am 24.01.2017 um 7.00 Uhr in Deutschland in Gigawatt (GW) Quellen: Bundesnetzagentur (Stromerzeugungskapazitäten), Fraunhofer ISE (Erzeugung), Agora (Netzlast)

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Informationen und Meinungen (1/2017)
DEBRIV – Bundesverband Braunkohle, Köln

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  1. 08.05.2017 um 17:21

    „Im Jahr 2030 wird gut die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland aus der regelbaren und gesicherten Leistung konventioneller Kraftwerke gedeckt werden müssen und bei Dunkelflaute wird es noch mehr sein“; erklärte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Braunkohlen-Industrie-Vereins (DEBRIV), Matthias Hartung, auf dem diesjährigen Braunkohlentag in Köln. Für diese Aufgabe ist die Braunkohle ein unverzichtbarer Partner, weil sie als heimische Ressource zur Verfügung steht und nicht aus weit entfernten oder unsicheren Regionen importiert werden muss.

    Quelle: DEBRIV Newsletter

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