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„Klimaschutzplan“ – danke, es reicht

rotefahne„Aufgrund des von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzplan 2050 sehen die großen Verbände der deutschen Immobilienwirtschaft vorerst keine Grundlage mehr für eine weitere Zusammenarbeit mit der Bundesregierung im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen. Bis Ende Januar soll noch geklärt werden, ob und wie bei den Klimaschutzzielen noch ein gemeinsamer Weg gefunden werden kann. Bis dahin ruht die Mitarbeit der Verbände der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) sowie von Haus & Grund im Bündnis.“ weiterlesen

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  1. TT
    20.03.2017 um 18:53

    es ist irre aber wahr:
    der ganze deutsche „Klimaschutz“-Hokuspokus bringt unter dem Strich nichts.

    Das Umweltbundesamt veröffentlichte gerade die Zahlen für den CO2-Ausstoß Deutschlands (*) für 2016 im Vergleich zu den Vorjahren. Man kann sagen, dass die CO2-Emissionen Deutschlands seit 8 Jahren auf hohem Niveau stagnieren. Damit sind die Maßnahmen der Politik zur Senkung des CO2-Ausstoßes in der Summe ohne jede Wirkung.

    Meldung des UBA zur Klimabilanz 2016:
    http://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/klimabilanz-2016-verkehr-kuehle-witterung-lassen

    Grafik des UBA:

    Da muss man sich doch fragen, ob die deutsche Energiepolitik nicht vollkommen verfehlt ist. Auch muss man fragen, ob die Maßnahmen, die uns Verbrauchern und Mietern hier mit staatlichen Verordnungen und Gesetzen auferlegt werden, überhaupt zu rechtfertigen sind. Denn: warum sollen wir für etwas so teuer bezahlen, was unter dem Strich gar nichts bringt?

    Selbst wenn man sich diese ernüchternde Bilanz irgendwie schön redet, bleibt die Frage nach den staatlichen Verordnungen und Gesetzen, die die Verteilung der Kosten für „Häuserwende“, „Energiewende“ und Co. (einseitig) festlegen: denn in der Regel sind es die Mieter/ Verbraucher, die die Kosten über gestiegene Miete, EEG-Umlage oder gestiegene Verbraucherpreise zu tragen haben!

    Der „kleine Mann“ zahlt also mehr für ein staatlich verordnetes und wirkungsloses Unterfangen an die Unternehmen und hat dadurch weniger, wohingegen die Unternehmen tendenziell mehr haben.

    Also das da die SPD oder die LINKEN noch nicht drauf gekommen sind!

    Aktuelle Artikel zum Thema:

    Deutschland blamiert sich auf eigenem Klimagipfel https://www.welt.de/wirtschaft/article162986265/Deutschland-blamiert-sich-auf-eigenem-Klimagipfel.html

    Bundesregierung gibt Alleingänge im Klimaschutz auf https://www.welt.de/wirtschaft/article162762773/Bundesregierung-gibt-Alleingaenge-im-Klimaschutz-auf.html

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  2. Das Bunte Umweltamt
    20.03.2017 um 18:50

    Pressemitteilung

    Nr. 09/2017 vom 20.03.2017

    Klimabilanz 2016: Verkehr und kühle Witterung lassen Emissionen steigen

    Fast 4 Millionen Tonnen mehr Treibhausgase als 2015 – Verkehrssektor sogar über dem Niveau von 1990

    In Deutschland wurden 2016 insgesamt fast 906 Mio. t Treibhausgase freigesetzt, das sind etwa 4 Millionen Tonnen mehr als 2015. Das zeigen aktuelle Prognose-Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA). Am stärksten gestiegen sind die Emissionen im Verkehrssektor: Hier sind es 5,4 Millionen Tonnen mehr als 2015, ein Plus von 3,4 Prozent. Der Anstieg der Verkehrsemissionen geht vor allem darauf zurück, dass mehr Diesel getankt wurde und der Straßengüterverkehr um 2,8 Prozent gewachsen ist. „Die Klimagasemissionen des Verkehrs liegen mittlerweile 2 Millionen Tonnen über dem Wert von 1990. Wenn sich im Verkehrssektor nicht bald etwas bewegt, werden wir unsere Klimaschutzziele verfehlen. Die Effizienzsteigerungen bei Fahrzeugen sind durch das Verkehrswachstum auf der Straße verpufft“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, seine Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu mindern, derzeit ergibt sich nur eine Minderung von 27,6 Prozent.

    Anders als auf der Straße erlebte der klimafreundliche Schienengüterverkehr 2016 einen Rückgang bei den transportierten Tonnenkilometern um 0,5 Prozent. Grund sind die zu niedrigen Mautsätze für Lkw und die günstigen Spritpreise. Letztere führten zu einem Plus von 3,5 Prozent beim Dieselabsatz (Benzin: plus 2 Prozent). Maria Krautzberger: „Für eine Verkehrswende sollte die Maut auf das gesamte Straßennetz und auf alle Lkw-Klassen ausgeweitet werden. So können wir die Umweltschäden durch Treibhausgase und Lärm den Verursachern besser anlasten.“

    Auch der Luftverkehr verzeichnete deutliche Zuwächse in puncto zurückgelegter Kilometer bzw. bewegter Passagiere und Fracht. Auch dies verursacht den Anstieg der Treibhausgasemissionen des Verkehrs.

    „So lange wir den Verkehrssektor in Deutschland umweltschädlich mit 28,6 Mrd. Euro pro Jahr subventionieren, wird sich an dieser Entwicklung nichts ändern“, so Krautzberger: „Das Dieselsteuerprivileg wie auch andere Privilegierungen sollten daher nach und nach abgeschafft werden.“

    Bei den privaten Haushalten machte sich neben kühlerer Witterung auch der zusätzliche Schalttag bemerkbar. Die Temperaturentwicklung und der damit verbundene höhere Heizenergiebedarf führten auch bei Haushalten und anderen Kleinverbraucher zu einem Emissionsanstieg um 1,5 Millionen Tonnen (+1,7 %).

    Die Kohlendioxid-Emissionen aus dem Sektor Energiewirtschaft sanken dagegen erneut trotz einer leichten Zunahme der Stromerzeugung. Aufgrund der Preisentwicklung wurde erstmalig seit 2010 wieder mehr emissionsärmeres Erdgas eingesetzt, das andere fossile Energieträger ersetzte. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern lag nur geringfügig über dem Niveau des Vorjahres. Die Stromerzeugung aus Windkraft und Photovoltaik ging witterungsbedingt sogar zurück.

    Die wirtschaftliche Entwicklung führte 2016 zu einer Steigerung des Bruttoinlandsproduktes um 1,9 %. Die Produktionsentwicklung in den einzelnen Branchen fiel jedoch unterschiedlich aus. Die Bruttoraffinerieerzeugung nahm zu, dagegen nahm die Stahlproduktion, insbesondere die Roheisenproduktion leicht ab. Die Produktion von chemischen Erzeugnissen blieb stabil. Die leicht steigenden Emissionen der fluorierten Treibhausgase stammen aus der Nutzung und Entsorgung von Gewerbekälteanlagen sowie mobilen Klimaanlagen.

    In der Landwirtschaft stagnierten die Treibhausgas -Emissionen weitgehend. Im Abfallsektor gingen sie um knapp 0,5 Mio. t CO 2 -Äquivalente zurück. Dieser anhaltende Rückgang ist damit begründet, dass das Verbot der Ablagerung biologisch abbaubarer Stoffe sich weiter positiv auf die Klimabilanz auswirkt.

    Die vorliegenden Ergebnisse sind erste Detailschätzungen. Sie leiten sich aus einem System von Modellrechnungen und Trendfortschreibungen der im Januar veröffentlichten detaillierten Berechnungen des Jahres 2015 ab. Dabei wurden erste für das Jahr 2016 veröffentlichte Überblicksangaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, verschiedene amtliche Monatsstatistiken zum Energieverbrauch, Produktionsdaten von Industrieverbänden sowie zusätzliche Informationen (z. B. Gradtagszahlen) verwendet. Durch diesen Berechnungsansatz ist die Genauigkeit der Schätzung geringer als die der Detailberechnungen.

    Erste verifizierte Emissionsdaten für den Teilbereich der emissionshandelspflichtigen Anlagen der Energiewirtschaft und Industrie werden jährlich am 1. April bekanntgegeben. Im Jahr 2015 waren fast 51 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland dem Emissionshandelssektor zuzurechnen. Die Deutsche Emissionshandelsstelle veröffentlicht jährlich im Mai einen detaillierten Bericht zu diesen Daten. Die vollständigen offiziellen Inventardaten zu den Treibhausgasemissionen in Deutschland für das Jahr 2016 veröffentlicht das Umweltbundesamt zum 15. Januar 2018 mit der Übermittlung an die Europäische Kommission.

    Dokumente
    Pressemitteilung 09/2017

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  3. TT
    14.03.2017 um 07:56

    sind das erste Zugeständnisse der Bundesregierung an die wachsenden Fragwürdigkeiten und Widersprüche in der Energiepolitik?

    Bundesregierung gibt Alleingänge im Klimaschutz auf https://www.welt.de/wirtschaft/article162762773/Bundesregierung-gibt-Alleingaenge-im-Klimaschutz-auf.html

    Deutschland hat im Klimaschutz stets den Vorreiter und Musterschüler
    gespielt. Doch damit ist jetzt offenbar Schluss. Kanzleramtsminister
    Peter Altmaier spricht sich gegen nationale Alleingänge aus.

    Mit den teuren klimapolitischen Alleingängen Deutschlands könnte es
    nach seinen Worten bald vorbei sein.

    „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Weg nationaler Ziele falsch
    ist“, erklärte Altmaier vor den Teilnehmern der exklusiven
    „Klausurtagung Energie- und Umweltpolitik“, zu der der Wirtschaftsrat
    der CDU eingeladen hatte. Es sei zwar „schwer, bestehende Vereinbarungen zu canceln“, sagte Altmaier.
    Doch künftig brauche man „europäische und internationale Ziele“.

    Altmaiers Worte lösten den ersten donnernden Applaus des Tages aus.

    Der Dämm- und E-Mod.-Irrsinn wird uns deshalb wohl nicht erspart werden – so lange die Gesetze und Verordnungen in Deutschland so sind, wie sie sind.

    Aber offenbar muss Deutschland in Sachen Energiepolitik eine erste große Korrektur vornehmen und aus bestehenden Vereinbarungen aussteigen, weil sie nicht realisierbar und zudem ohne Wirkung sind:

    Auch Umweltökonomen kritisierten immer wieder, dass nationale
    Klimaziele unter dem Dach des europäischen Emissionshandels kein Gramm
    CO2 extra einsparen würden.

    Evtl. könnte/müsste das Auswirkungen auf E-Mod. haben, aber wo die Lobbys stark und die Politik schwach ist, werden wir Bürger wohl weiter bluten müssen…

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