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Auch 2017: Hurra, der Strom wird wieder teurer!

raeuberEEG-Zulage steigt 2017 auf 7,3 Cent (von 6,3) – Schuld ist nicht der Börsenpreis?
Die vier Netzbetreiber rechnen an der Zulage 2017 und flugs behaupten Agora und andere EE-Anbeter, der niedrige Börsenpreis für Strom sei Schuld.

Derzeit liegt die EEG-Umlage bei 6,35 Cent. Nach Berechnungen für Agora Energiewende wird sie im Jahr 2017 auf 7,1 bis 7,3 Cent pro Kilowattstunde Strom ansteigen. Da die Börsenstrompreise seit Jahren sinken, bleibt die Summe aus beiden gleich, bei unter zehn Cent. Das liegt daran, dass die EEG-Umlage die Differenz zwischen dem Börsenstrompreis und der Einspeisevergütung ausgleicht, die Betreiber von Windkraft-, Solar-, Biomasse, … erhalten. Beispielsweise lag der Börsenpreis nach Angaben von Agora im ersten Halbjahr 2016 im Durchschnitt bei 2,5 Cent pro Kilowattstunde, während er im Jahr 2015 noch etwa 3,2 Cent pro Kilowattstunde betrug.

Die Zahlen hier stimmen nur sehr bedingt:
– der Durchschnittswert je kWh aus EE liegt deutlich über 15 Cent und nicht bei 10
– der Durchschnittsbörsenpreis korreliert nicht mit dem für die EE-Einspeisung erzielten Erlös – allerdings ist der Effekt de facto sogar negativ, da hohe EE-Einspeisung den Preis nach unten zieht
– die tatsächlich entstehenden negativen Preise finden keinen Niederschlag im Durchschnittspreis

Zahlen lt Netzbetreiber:
Der Ausgabesaldo bis Juni 2015 Jahreskumuliert 11.073 Mrd. EUR
Der Ausgabesaldo bis Juni 2016 Jahreskumuliert 12.462 Mrd. EUR
Die Steigerung in Höhe von 12,5% resultiert aus Anlagenzubau und hohen Erträgen bei Windstrom Offshore.
Tatsächlich ist die Einspeisung im 1.HJ 2016 um 8% gestiegen. Eine noch größere Rolle spielt, dass Offshore erstmalig eine signifikante Größe darstellt. So wird für 2016 bereist eine Zahlung von 2,5 Milliarden Euro erwartet, d.h. bei unter 10% der Nennleistung von Onshore verursacht Offshore bereits 50% der Onshore-Kosten (also Faktor 5) – dabei muss man allerdings den doppelt so hohen Nutzungsgrad berücksichtigen, der diesen Wert auf den Faktor 2,5 reduziert.
Wir müssen uns allerdings darauf einstellen, dass sich Offshore jetzt schnell zum absoluten Kostentreiber entwickelt.

Ergänzend sei auf das unsinnige Argument „mangelnde Einspeisung-Kapazität“ wegen fehlender Leitungen, also Ersatzzahlungen hingewiesen. Die Erstzahlungen sich praktisch verursachungsgerecht. Die Zusatzkosten wegen konventioneller Ersatzerzeugung machen nur einen marginalen Bruchteil (<10%, Offshore) aus.

Aussender: NAEB.info
Energiewende – Kosten ohne Ende, oder der Irrtum
mit Sonne, Wind und Biogas ökologisch und volkswirtschaftlich sinnhaltig Netzstrom machen zu wollen!

  1. 02.11.2016 um 19:39

    Den intelligenten Stromzählern folgte die “intelligente” Entscheidung unserer Politiker
    zur Kostentragung Die Energiewende geht weiter mit einer neuen gesetzlichen Anordnung. Ende Juni hat der Bundestag nicht nur beschlossen, dass die “intelligenten” Stromzähler vom Eigentümer und Vermieter zu bezahlen sind (egal, dass sie ihm nichts nutzen), sondern jetzt soll er zusätzlich die Einbaukosten dafür tragen. Ursprünglich war vorgesehen,
    dass die Nutzer des Vorteils dieser Zähler – die Netzbetreiber und Energieversorger – die Einbaukosten tragen. Unsere Politiker haben jetzt wieder die “intelligentere” Lösung gefunden. Der Bürger zahlt auch den Einbau von mutmaßlich einigen hundert € zusätzlich sicher gerne. Ist doch bestimmt alternativlos?

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