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Heizsysteme & Heizkostenvergleich

IWO_Presse_PD_211_Modernisierungsvarianten_im_Kostenvergleich_PressegrafikDie Ölheizungs-Leute /-Jungs /-Experten vom IWO sind darauf gekommen, dass die Ölheizung – Aaaaaaachtung! – das günstigere Heizsystem darstelle. Chapeau. Vielleicht stimmt es sogar. Und wenn nicht, kommen wir halt mit dem Gegenstück von den Gasheizungs-Leuten /-Jungs /-Experten um die Ecke. Aber, lesen Sie selbst: „Mit einer neuen Heizung kann der Energieverbrauch eines Hauses deutlich reduziert werden. Um auch Geld zu sparen, sollten Eigentümer genau prüfen, wie sie am besten vorgehen.

Ist die Heizung älter als 20 Jahre, lohnt es sich, über einen Austausch nachzudenken. Dank effizienterer Technik lassen sich mit einer neuen Heizung dauerhaft Brennstoffkosten und CO2-Emissionen senken. Die Einsparung durch ein modernes Brennwertgerät beträgt im Vergleich zu einem veralteten Standardkessel bis zu 30 Prozent. Durch die Einbindung von Solarthermie sinkt der Heizölverbrauch weiter. Doch welches Heizsystem soll es sein? Öl, Gas, Holzpellets oder eine Wärmepumpe? Eine Untersuchung des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) zeigt: Wer bei seinem bisherigen System bleibt, erreicht zumeist das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Heizsysteme im Vergleich
Das IWO hat die Anschaffungskosten sowie die betriebs- und verbrauchsgebundenen Kosten für verschiedene Heizsysteme verglichen. Ausgangsbasis: Ein ölbeheiztes Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Fläche. Dabei zeigt sich: Die Umstellung auf ein anderes Heizsysteme würde die Eigentümer in vielen Fällen deutlich mehr als eine neue Öl-Brennwertheizung kosten. So liegen die durchschnittlichen Investitionskosten für die Modernisierung mit Öl-Brennwerttechnik insgesamt bei 9.500 Euro, die laufenden Kosten bei 1.900 Euro pro Jahr. Wer bei der Modernisierung zusätzlich zum Öl-Brennwertkessel eine Solaranlage für die Trinkwasserbereitung einbauen lässt, muss mit durchschnittlichen Investitionskosten von 13.200 Euro und laufenden Kosten von 1.750 Euro rechnen. Eine Systemumstellung auf Gas-Brennwerttechnik inklusive Solaranlage zur Trinkwasserbereitung schlägt dagegen mit durchschnittlich 15.150 Euro zu Buche, bei laufende Kosten von 2.050 Euro. Der Wechsel zu einer Strom-Wärmepumpe kostet einmalig etwa 20.850 Euro bei laufenden Kosten von 2.150 Euro. Noch teurer ist die Umstellung auf eine Holzpelletheizung.

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Neue Ölheizung besonders preiswert
„Bei der energetischen Modernisierung ist jedes Haus individuell zu betrachten. Unsere Untersuchung bietet aber eine gute Richtschnur“, erklärt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. „Grundsätzlich können wir feststellen, dass es gerade für Besitzer einer Ölheizung günstig ist, bei dem bestehenden System zu bleiben. Wer etwas mehr Geld investieren möchte, sollte die Ergänzung der Öl-Brennwertheizung mit einer Solaranlage in Betracht ziehen.“ Mehr Informationen, auch zu Fördermöglichkeiten bei der Heizungsmodernisierung, unter zukunftsheizen.de.“

Heizung: Welches System ist am günstigsten?
Wer Kosten vergleicht, kann dauerhaft sparen
IWO, 15.07.2016

Zum Stichwort Heizsysteme / Heizkostenvergleich / Kostenvergleich / Heizung

 

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  1. 17.03.2017 um 17:39

    Zahlen des BDEW zu den Heizungen im Neubau und Bestand:
    Deutschland heizt mit Gas

    Elektro-Wärmepumpen und Fernwärme legen im Neubau zu

    Berlin, 14. März 2017 – Erdgas blieb auch 2016 der wichtigste Energieträger im Heizungsmarkt. Im vergangenen Jahr entschieden sich 44,4 Prozent der Bauherren für eine Erdgasheizung. Danach folgen mit deutlichem Abstand Fernwärme mit 23,8 Prozent und Elektro-Wärmepumpen mit 23,4 Prozent. Heizöl kommt nur noch in 0,7 Prozent der neuen Wohnungen zum Einsatz. Dies teilte der BDEW heute in Berlin mit.

    Die Anzahl der neu genehmigten Wohnungen stieg gegenüber dem Vorjahr um gut 15 Prozent auf 329.000 – angesichts eines Wohnungsbestandes von 41,5 Millionen Wohnungen ein vergleichsweise kleiner Markt.

    Jede zweite Bestandswohnung wird mit einer Erdgasheizung beheizt, Fernwärme kommt auf einen Marktanteil von 13,7 Prozent, während Elektro-Wärmepumpen in 1,8 Prozent der Wohnungen zum Einsatz kommen. 26,3 Prozent der Bestandswohnungen werden noch mit Heizöl beheizt.

    Mehr als ein Drittel der klimaschädlichen CO2-Emissionen entsteht in Wohngebäuden: Jede dritte Heizung ist 20 Jahre oder älter. Diese Geräte entsprechen nicht dem Stand der Technik und belasten die Umwelt durch höhere CO2-Emissionen: Ein moderner Erdgasbrennwertkessel stößt jährlich drei Tonnen weniger CO2 aus als ein alter Gaskessel. Das entspricht 21.000 gefahrenen Kilometern mit einem Mittelklassewagen.

    „Im Heizungskeller stecken Riesenpotentiale für die Energiewende. Für die Klimaschutzziele muss die Politik den Sanierungsstau wirkungsvoll adressieren. Das funktioniert am besten über Steuerabschreibungen“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, heute anlässlich der Eröffnung der Heizungs- und Sanitärmesse ISH. „Die nächste Bundesregierung sollte zügig einen neuen Anlauf starten und steuerliche Anreize zur Gebäudesanierung einführen. Bei der Frage der Finanzierung sind die Bundesländer aufgefordert, endlich über ihren Schatten zu springen.“

    Entwicklung der Heizenergien in den Bereichen Neubau und Bestand:
    Insgesamt wurden 2016 der Bau von 329.000 neu zu errichtenden Wohnungen genehmigt (+ 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Der überwiegende Teil der Bauherren setzt auf Erdgas (44,4 Prozent). Danach folgen nahezu gleichauf Fernwärme mit 23,8 Prozent und Wärmepumpen mit 23,4 Prozent. Die verbleibenden Anteile entfielen auf Holz- und Pellet-Heizungen (5,3 Prozent), sowie Stromheizungen (0,9 Prozent). Im Gebäudebestand wird fast jede zweite Wohnung mit Erdgas beheizt (49,4 Prozent), an Fernwärme sind 13,7 Prozent der Wohnungen angeschlossen, während Heizöl in 26,3 Prozent aller Wohnungen für Wärme sorgt. Weitere Anteile: Elektro-Wärmepumpen: 1,8 Prozent, Stromheizungen: 2,7 Prozent, Sonstige (darunter Holz/Holzpellets, sonstige Biomasse, Koks/Kohle; sonstige Heizenergien): 6,1 Prozent.

    Weitere Informationen zu den Kosten finden Sie im BDEW-Heizkostenvergleich Altbau 2017: https://www.bdew.de/Heizkostenvergleich

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