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95% der privat gebauten Mietwohnungen sind zu teuer

geld-verbrennen„Was in den vergangenen zwölf Monaten gebaut wurde, kann sich die breite Masse nicht leisten. Nur 4,7 Prozent der Mietwohnungen, die private Bauherren in den 20 größten Städten errichtet haben, fallen in das bezahlbare Segment. Das hat das NDR-Magazin Panorama aus den Marktdaten des Instituts Empirica errechnet. Als „bezahlbar“ gilt eine Wohnung, wenn ein durchschnittlicher Haushalt höchstens 30 Prozent seines Einkommens für die Kaltmiete zahlen muss. In München, wo die Einkommen hoch sind, trifft das immerhin auf 8,2 Prozent der privaten Neubauten zu. In Berlin dagegen nur auf 2,5 Prozent.
Das sind nicht nur traurige Zahlen für Wohnungssuchende. Es sollte auch der Politik zu denken geben, die aus lauter Ohnmacht auf Investoren angewiesen ist: Der Bund hat die Verantwortung für den sozialen Wohnungsbau abgegeben, Länder und Städte haben ihre Baugesellschaften verscherbelt, genauso große Arbeitgeber wie Bahn oder Post. Alle blicken sie nun auf ein Marktversagen, das sie selbst verursacht haben.“ Süddeutsche vom 23.06.

Kategorien:Immobilien, Wohnkosten Schlagwörter:
  1. 18.11.2016 um 18:15

    Die großen Verbände der Immobilienwirtschaft sowie der Eigentümerverband Haus & Grund legen ihre Mitarbeit im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen bis Ende Januar 2017 auf Eis. Grund sind die im Klimaschutzplan 2050 kurzfristig hinzugefügten Mehrbelastungen für den Gebäudesektor.

    http://www.immobilien-zeitung.de/1000038354/immowirtschaft-verlaesst-buendnis-fuer-bezahlbares-wohnen/

    Ich sage nur: Kli-ma-schutz-plan, hurra!
    Dummerland als Vorreiter.

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  2. Manfred
    06.11.2016 um 17:11

    SZ, 03.11.2016, S. 48, Thema des Tages: „Unter dem Durchschnitt“
    Leserbrief

    In Ergänzung des Artikels sei vermerkt, daß Deutschland das Schlusslicht Europas hinsichtlich der gut gerechneten 42 Prozent Wohnungseigentumsquote ist. Keine der schwarzrotgelbgrünen Regierungen hatte ein Interesse Mieter zu Eigentümern zu machen. Dank der in Finanzhinsicht unfähigen Gewerkschaftsfunktionäre und SPD-lern wurden die Wohnungsbestände der „Neuen Heimat“ an Heuschrecken versilbert. Die Treuhand, Wohnungsgesellschaften und Wohnungsgenossenschaft in den Neuen Bundesländern verstanden es meisterlich, die Wohnungsbestände rückzubauen oder Gesellschaften aus Übersee preisgünstig zu überlassen. Die dortige Bevölkerung sieht die blühenden Landschaften in Baden-Württemberg und Bayern und bildet am Sonntag nachmittag eine Autoschlange von Leipzig/Chemnitz bis nach Heilbronn/Stuttgart und am Freitag ab 15 Uhr retour. Hier Wohnungsnot bei steigenden Preisen, im Osten Leerstand und fallenden Preisen. Dann kam ein gewisser Josef Ackermann, der von einer 25 Prozent Eigenkapitalrendite der Banken und Versicherungen schwafelte. Die Euro- und Dollar-Augen der Vorstände glänzten, als sie ihre mit 7 Prozent rentierliche Immobilienbestände an Hedgefonds, Derivatverbrecher und sonstige Heuschrecken veräußerten. Heute sitzen die Banken und Versicherungen meist in geleasten oder gemieteten Bürotürmen. Rendite?
    Lieschen Müller und Fritz Mustermann jetzt mit bis zu 20.000 Euro Zuschuss locken? Wie soll eine 4 Zimmer-Wohnung mit ca. 100 m² bei einem Kaufpreis von ca. 400.000 Euro finanziert und in einem überschaubaren Zeitraum bezahlt werden? Ist der Bundestag ein Wolkenkuckucksheim?

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  3. Horst
    28.09.2016 um 18:19

    PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 329 vom 19.09.2016

    Genehmigte Wohnungen von Januar bis Juli 2016: + 26,1 % gegenüber Vorjahreszeitraum

    WIESBADEN – Von Januar bis Juli 2016 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 213 600 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt
    (Destatis) weiter mitteilt, waren das 26,1 % oder rund 44 300 Baugenehmigungen für Wohnungen mehr als in den ersten sieben Monaten 2015. Eine höhere Zahl an genehmigten Wohnungen hatte es in den ersten sieben Monaten eines Jahres zuletzt im Jahr 2000 gegeben (216 000).

    +++

    Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) ist im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

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  4. TT
    23.09.2016 um 07:12

    hier eine Pflicht-Reportage, die das Wohnungs-/Mietpreisthema umfassend und ursächlich beleuchtet:

    Irrsinn auf dem Wohnungsmarkt
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2836100/Irrsinn-auf-dem-Wohnungsmarkt-?setTime=93.649#/beitrag/video/2836100/Irrsinn-auf-dem-Wohnungsmarkt

    Ich habe mitgeschrieben, eine Zusammenfassung:

    Mietpreisbremse untauglich
    Mietspiegel fragwürdig
    Modernisierungen als Preistreiber
    11% = Anreiz Bestandsmieter auszutauschen
    teurer Neubau hilft/entspannt garnix
    Verkauf kommunaler Wohnungen verschärft(e) die Situation
    Abriss (!) von bezahlbarem kommunalen Wohnungen ebenso
    stetiger Rückgang von Sozialwohnungen verschärft das Problem
    auf der anderen Seite: massiver illegaler Leerstand, der nicht geahndet wird
    Notunterkünfte für „normale“ Menschen, die früher eine Wohnung hatten und nun am Wohnungsmarkt „scheitern“ werden normal
    Steigerung der Zahl der Wohnungslosen
    Wohnbauförderung des Bundes für Sozialwohnungen (500 Mio. EUR/Jahr Steuergeld) an die Länder bisher nicht zweckgebunden (!) und demnach nicht zum Bau von Sozialwohnungen eingesetzt
    „Das ist kein „verschlafen“ (der Politik), das ist das bewusste Inkaufnehmen der Verschlechterung der Wohnsituation“
    Bundesbauministerin Hendricks: „Man muss bedenken, dass die Entwicklung relativ neu ist und bis etwa 2012 war die Entwicklung so nicht abzusehen“
    Anm.: diese verdammte Lügnerin! Natürlich wussten die genau Bescheid was passiert, die haben ihre Lobbyisten und Berater aus der Wohnungswirtschaft.
    Wie schnell gegensteuern? Die Antwort darauf kommt wie aus der Pistole
    geschossen: „indem man mehr baut“ – na sowas!
    … auf der anderen Seite beschweren sich private Wohnungsgbauer über die staatlichen Auflagen, nach denen man gar nicht mehr im Niedrigpreissegement bauen kann („jedes Jahr eine neue Energieverordnung, Dämmmung etc.“).
    „Der Markt allein wird die Schieflage nicht richten.“
    Positives Beispiel Tübingen: Bauland nicht nach Profit abgeben, sondern an den mit dem besten sozialen/funktionalen/städtebaulichen Konzept
    Förderung von Wohnraum mit lebenslangem Wohnrecht (Mietshäuser Syndikat)

    Schlusswort:

    „Alle staatlichen Fördergelder sind zweckgebunden einzusetzen (Anm. von mir:
    aber bitte keinen teuren Mist fördern!). Außerdem sind die Kommunen am Zug – sie können entscheiden, welche Baumodelle sie unterstützen – nur so kann der Irrsinn auf dem Wohnungsmarkt gestoppt werden.“

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  5. Statistiker
    09.09.2016 um 07:44

    PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 316 vom 09.09.2016

    Wohnungsbestand Ende 2015: 41,4 Millionen Wohnungen

    WIESBADEN – Ende 2015 gab es in Deutschland rund 41,4 Millionen Wohnungen in
    Wohn- und Nichtwohngebäuden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, betrug der Bestand ohne Wohnungen in Wohnheimen, die erst seit 2011 miterfasst werden, 41,0 Millionen Wohnungen. Damit erhöhte sich der Wohnungsbestand im Vergleich zum Jahr 2000 um 6,8 % beziehungsweise 2,6 Millionen Wohnungen. Die Anzahl der Wohnungen je 1 000 Einwohner lag Ende 2015 bei 499 Wohnungen und damit um 32 Wohnungen je 1 000 Einwohner höher als 15 Jahre zuvor (2000: 467 Wohnungen).

    +++

    Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) ist im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

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  6. 18.07.2016 um 11:09

    PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 247 vom 15.07.2016

    Genehmigte Wohnungen von Januar bis Mai 2016: + 30,6 % gegenüber Vorjahreszeitraum

    WIESBADEN – Im Zeitraum Januar bis Mai 2016 wurden in Deutschland 30,6 % oder knapp 34 800 mehr Baugenehmigungen von Wohnungen erteilt als in den ersten fünf Monaten 2015. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde von Januar bis Mai 2016 der Bau von insgesamt 148 400 Wohnungen genehmigt. Eine höhere Zahl hatte es in den ersten fünf Monaten eines Jahres zuletzt im Jahr 2000 gegeben (154 700).

    +++

    Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) ist im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

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  7. 16.07.2016 um 20:50

    … Es sollte auch der Politik zu denken geben, … <

    Die Politik denkt nicht …
    Oder bestenfalls wie der Schäfer über seine Herde nachdenkt – am Ende steht die Schlachtbank!

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