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Stromspiegel für Deutschland

circle_arrow_01Berlin, 21. April 2016 – In Deutschland gibt es erhebliche Unterschiede beim Stromverbrauch der Privathaushalte. Je nach Geräteausstattung und Nutzung schlummert hier zum Teil enormes Einsparpotenzial: So kann der Unterschied im Stromverbrauch durchschnittlicher 3-Personenhaushalte durchaus 1.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr und mehr ausmachen. Je nach Tarif entspricht das rund 270 Euro. Das zeigt der neue Stromspiegel für Deutschland, den das Bundesumweltministerium heute gemeinsam mit dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und weiteren Partnern, veröffentlicht hat. Dazu wurden rund 144.000 Verbrauchsdaten deutscher Haushalte ausgewertet. Privatkunden können nun die eigene Stromrechnung mit den bundesweiten Werten des Stromspiegels vergleichen und so ihren eigenen Verbrauch in sieben Klassen, von gering bis sehr hoch, einordnen. Dabei berücksichtigt der Stromspiegel die Wohnsituation der Nutzer – Faktoren wie Haushaltsgröße, Gebäudetyp oder die Art der Warmwasserbereitung fließen in das Ergebnis ein und ermöglichen eine differenzierte Bewertung.

„Der neue Stromspiegel zeigt Mietern und Hauseigentümern, ob es Einsparpotenziale beim Stromverbrauch im Haushalt gibt. Das motiviert, gezielt Strom zu sparen und weniger CO2-Emissionen zu verursachen. Der Stromspiegel für Deutschland trägt zur Transparenz beim Stromverbrauch bei und ist eine gute Orientierungshilfe. Darüber hinaus bieten viele Energieversorger Beratungen zum Strom sparen an“, so Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer.

Zentrale Ergebnisse des Stromspiegels: Ein durchschnittlicher Drei-Personenhaushalt in einer Wohnung im Mehrfamilienhaus verbraucht bis zu 3.000 kWh Strom im Jahr. Ein Haushalt gleicher Größe in der effizientesten Stromspiegel-Kategorie kommt hingegen mit 1.800 kWh oder weniger aus. Jeder Deutsche verbraucht jährlich im Schnitt 1.400 kWh Strom. Wird das warme Wasser in Bad und Küche elektrisch erhitzt, erhöht sich der Verbrauch um 27 Prozent oder 400 kWh. Das trifft auf rund ein Viertel aller Haushalte in Deutschland zu.

Hintergrund Stromspiegel und Stromsparinitiative
Der Stromspiegel wurde von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis von Verbraucherorganisationen, Forschungseinrichtungen, Energieagenturen und Wirtschaftsverbänden erarbeitet: Projektpartner sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e. V. (eaD), der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), die co2online gemeinnützige GmbH, die Deutsche Energie-Agentur (dena), der Deutsche Mieterbund (DMB), die EnergieAgentur NRW, die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V., das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), das Öko-Institut e.V., der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und die Verbraucherzentrale Energieberatung.

Der Stromspiegel wird im Rahmen der Stromsparinitiative veröffentlicht. Diese Initiative wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit 2012 gestartet, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Vor allem private Haushalte in Deutschland sollen motiviert werden, ihren Stromverbrauch zu verringern und somit weniger Treibhausgase zu verursachen.

Presseinformation BDEW
„Stromspiegel für Deutschland“ veröffentlicht:
Stromverbrauch vergleichen und Sparpotenzial nutzen
Privathaushalte können mehrere hundert Euro sparen / Stromspiegel schafft Transparenz / Tipps für Sparmaßnahmen

160421_BDEW Neuer Stromspiegel Anlage Tabelle

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