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Hurra! Klimaneutraler Gebäudebestand ist möglich!

rotefahneBAUFÜSICK lädt alle Interessierten, Klimaschutzfans und wenauchimmer herzlich ein, am 14.04.2050 an einer Auswertung zum Stand der Klimarettung teilzunehmen. Wir treffen uns 10:00 Uhr in Berlin am BMU und fahren dann gemeinsam mit klimaneutralen Bussen nach Dessau zum UBA. Das genaue Programm wird ab dem 14.03.2050 bekannt gegeben. Anlass für diese Bilanzveranstaltung ist die Vision des UBA „Bis 2050 soll der Gebäudebestand in Deutschland nahezu klimaneutral werden.“ Lesen Sie, worum es geht, ein Link zum Download befindet sich am Fuße des Textes.

„Klimaneutraler Gebäudebestand in Deutschland bis 2050 ist möglich
Umfassende Gebäudesanierung und mehr erneuerbare Energien führen zum Ziel

Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt, schnell mit einer umfassenden Sanierung des Gebäudebestands in Deutschland zu beginnen. Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA: „Je früher wir anfangen, unsere Häuser energetisch zu sanieren und mit erneuerbaren Energien zu versorgen, desto günstiger wird es – für uns und für das Klima.“ Bis 2050 soll der Gebäudebestand Deutschlands nahezu klimaneutral werden. Dieses Ziel hat sich die Bundesregierung im Rahmen der Energiewende gesetzt. Eine aktuelle Studie des UBA zeigt nun, wie das gehen kann.

Zwei Wege führen zu diesem Ziel: Sowohl eine umfassende Gebäudesanierung als auch eine verstärkte Versorgung der Gebäude durch erneuerbare Energien. Beide Maßnahmen in Kombination können den Primärenergieverbrauch des Gebäudebestands um 80 Prozent senken im Vergleich zum heutigen Zustand. Die Jahresgesamtkosten sind für beide Varianten in etwa gleich, wie das UBA anhand von Modellberechnungen ermittelte.

Konkret untersuchte das UBA drei sogenannte Zielbilder, die den Gebäudebestand 2050 beschreiben. Sie unterscheiden sich jeweils im Sanierungsgrad sowie darin, wie viel Endenergie die Gebäude nach der Sanierung noch verbrauchen und wie hoch der Anteil an erneuerbarer Energie dann sein muss, um als nahezu klimaneutral zu gelten. Maria Krautzberger: „Wir empfehlen, Gebäude möglichst umfassend zu sanieren. Denn je effizienter die Gebäude sind, desto mehr erneuerbare Energien werden für andere Anwendungen frei.“ Allein der Unterschied im Stromverbrauch der einzelnen Zielbilder entspricht der Stromerzeugung aller Windkraftanlagen 2014 in Deutschland.

Hinsichtlich der CO2-Emissionen der Gebäude sind die drei Transformationspfade fast deckungsgleich: Sie sinken zwischen 81 und 83 Prozent. Auch in den Jahresgesamtkosten unterscheiden sie sich nur gering. So fallen höhere Kosten entweder für Investitionen in die Gebäudesanierung oder für den Bezug erneuerbarer Energien an.

Die Studie „Klimaneutraler Gebäudebestand 2050“ wurde vom Öko-Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt. Sie beschäftigt sich mit dem Gebäudebestand auf zwei Ebenen: Mit Einzelgebäuden und mit dem Bestand als Ganzes. Die Studie beschreibt den aktuellen Stand und die absehbare Entwicklung der Techniken, die für die Gebäudesanierung zur Verfügung stehen: Wärmedämmstoffe, Lüftung, Heiztechniken usw. Eine Vielzahl einzelner Gebäude vom unsanierten Haus bis zum Passivhaus wurde auf ihren Energieverbrauch und die entstehenden Kosten hin untersucht. Geprüft wurde auch, wie gut ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand zum zukünftigen Energiesystem passt.

Dass schon heute Sanierungen möglich sind, die zur Klimaneutralität der Gebäude führen, zeigt die Berliner Wohnungsgenossenschaft Märkische Scholle gerade mit einem Demonstrationsprojekt im Umweltinnovationsprogramm: Vier Mehrfamilienhäuser sollen Ende 2016 nach der Sanierung keine CO2-Emissionen mehr für das Heizen und Belüften verursachen, und die Mieterinnen und Mieter können von gleich bleibenden Warmmieten profitieren.“

UBA, 14.04.2016  |  Die Studie

Merke: wenn du’s morgen kannst besorgen – mach dir heute keine Sorgen.

  1. Horst
    29.04.2016 um 10:21

    Es wird ein steiler, steiniger Weg:

    Presseinformation

    BDEW veröffentlicht Zahlen zum Gas- und Stromverbrauch QI 2016:
    Gasverbrauch steigt im ersten Quartal um 6 Prozent

    Stromverbrauch steigt um 1,1 Prozent

    Berlin, 28. April 2016 – Erste Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigen: Der Erdgasverbrauch in Deutschland ist im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 316 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) gestiegen. Hauptursache war die Witterung: Die deutlich niedrigeren Temperaturen im Januar und März führten zu einem höheren Erdgaseinsatz im Wärmemarkt. In den Kraftwerken der Stromversorger wurde zu Beginn des Jahres mehr Erdgas für die Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. Der Schalttag trug in diesem Jahr ebenso zum Anstieg des Erdgasverbrauchs bei.

    Beim Stromverbrauch zeichnet sich ein leichter Anstieg in den ersten drei Monaten des Jahres ab. Der Stromverbrauch stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent auf 147 Mrd. kWh. Dieser leichte Verbrauchszuwachs ist ausschließlich auf den Schalttag zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt wäre der Stromverbrauch auf Vorjahresniveau.

    Anlagen und Materialien

    Zeitreihe zum Strom- und Gasverbrauch (PDF): https://www.bdew.de/internet.nsf/id/C5A7DB4563CEC9C3C1257FA3002A827B/$file/160428_BDEW_Zahlen%20Gas-%20und%20Stromverbrauch%20Quartal%20I%20ANLAGE.pdf

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