Startseite > Immobilien, Politik > „Wie Freibier“ – und der doofe Michel zahlt

„Wie Freibier“ – und der doofe Michel zahlt

rotefahne„Die Bima ist böse. Sagen die Kommunen. Denn die will ja nur deren Geld. Und hilft nicht genug in Sachen Flüchtlinge. Alles Quatsch, sagt Jürgen Gehb. Und der Bima-Chef kann es belegen: 155.000 Flüchtlinge sind in Bima-Liegenschaften schon untergekommen. Gebäude werden mietzinsfrei abgetreten und die Herrichtungskosten tragen die Bonner auch noch. „Das ist wie Freibier“, sagt Gehb im Interview mit der IZ.“

„IZ: Das Lob kommt vielleicht auch daher, weil Sie inzwischen erhebliche Nachlässe auf die Liegenschaften gewähren.
Gehb: Das kommt natürlich gut an. Ein Beispiel: In einem Ort, dessen Namen ich nicht nennen will, wollte man ein wenig attraktives Kasernengelände erst nur mit spitzen Fingern anfassen. Als dann der Haushaltsvermerk kam, der es uns ermöglichte, Gebäude zur Flüchtlingsunterbringung mietzinsfrei zu überlassen, kam das plötzlich an wie Freibier. Außerdem ersparen wir den Kommunen in diesen Fällen schon das Bieterverfahren, also den Wettbewerb und damit Konkurrenten um unsere Immobilien, was juristisch schwer genug zu rechtfertigen ist und in heutigen Zeiten mit hoher Nachfrage viel ausmacht. Dann kommt noch als Sahnehäubchen oben drauf, dass die Bima auch die Herrichtungskosten übernimmt.

IZ: Das dürfte sich auch auf Ihre Bilanz auswirken.
Gehb: Das stimmt. Uns geht zunächst einmal für einen unbestimmten Zeitraum der Verkaufserlös verloren, dazu auch mögliche Mieteinnahmen. Und schließlich müssen wir die Herrichtungskosten schultern, die sich nur schwer vorausberechnen lassen. Wir haben unseren Wirtschaftsplan für das laufende Jahr um über 300 Mio. Euro nach unten korrigieren müssen, und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Wir verzichten pro Monat allein bei den Mietzinsen auf rund 8 Mio. Euro. So viel zu den Unkenrufen, der Bund mache nichts.“

Immobilien-Zeitung

Da gibt es nur ein Problem: Freibier ist nicht für alle „frei“, einer muss es bezahlen.

Advertisements
Kategorien:Immobilien, Politik Schlagwörter: ,
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: