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EnEV macht das Bauen teurer: Heizung

heizkostenvgl_neubau_2016_add2BDEW veröffentlicht Heizkostenvergleich Neubau 2016
Referenzwerk für Wahl kosteneffizienter Heizungssysteme
Berlin, 24. Februar 2016 – Ab sofort ist der „BDEW-Heizkostenvergleich Neubau 2016“ erhältlich. Anhand von Beispielrechnungen bietet er Bauherren, Planern und Energieberatern einen Kostenüberblick über gängige Systeme für die Beheizung, Lüftung und Trinkwassererwärmung neu errichteter Ein- und Mehrfamilienhäuser. Verglichen werden nicht nur die jährlichen Energiekosten, sondern auch die Anschaffungs- und Wartungskosten. Das Gutachten wurde im Auftrag des BDEW vom ITG, Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden Forschung und Anwendung, erarbeitet.

Alle untersuchten Anlagenvarianten erfüllen die seit Jahresbeginn verschärften Grenzwerte der Energieeinsparverordnung EnEV 2016. Danach müssen Neubauten 25 Prozent weniger Energie verbrauchen als bisher. Für besonders gängige Baustandards werden die Jahresgesamtkosten von bis zu 17 Heiztechnologien gegenübergestellt. Für ein Einfamilienhaus, das den Förderrichtlinien „KfW-Effizienzhaus 55“ entspricht, werden sieben unterschiedliche Systeme miteinander verglichen.

Insgesamt zeigt der Heizkostenvergleich, dass die Erdgas-Brennwerttechnik, elektrische Wärmepumpen und Fernwärme die neuen Anforderungen zu ähnlichen Jahresgesamtkosten erfüllen. Welches System im individuellen Fall die effizienteste Lösung darstellt, sollten Bauherren in enger Abstimmung mit ihrem regionalen Energieversorger klären.

Der Heizkostenvergleich Neubau 2016 kann auf der BDEW-Website abgerufen werden: www.bdew.de/heizkostenvergleich.

***

Aus dem Inhalt:
Komplexität der Systeme nimmt zu
Alle Systeme mit einer mechanischen Wohnungslüftung

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  1. E. Müller
    01.05.2016 um 18:21

    Der teure Wahnsinn mit den Wärmepumpen

    Deutschland soll zum Land der Wärmepumpen werden. Mit der Heizungstechnik erfüllen Hausbauer die neuen Öko-Vorschriften perfekt. Sagen Hersteller und Regierung. Von ihren Rechentricks sagen sie nichts.
    http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article154922966/Der-teure-Wahnsinn-mit-den-Waermepumpen.html

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    • Simko
      02.05.2016 um 08:27

      Der verlinkte Artikel in „Die Welt“ ist äußerst oberflächlich und lässt unabhängige, objektive Fachkompetenz heftig vermissen.
      „….Im ganzen Land ärgern sich Eigentümer über ihre mit Wärmepumpen betriebenen Heizungen…“

      Die zahlreichen sehr guten WP-Anlagen, die 70…80% Umweltenergie kostenlos nutzen können, sofern sorgfältig geplant und dimensioniert, werden einfach unterschlagen.

      Die Anwendung von WP ist allerdings vorwiegend für Neubauvorhaben sinnvoll. Für Bestandsgebäude häufig weniger geeignet, da die notwendigen Veränderungen hinsichtlich Heizflächen und Hydraulik für einen energieeffizienten Betrieb nachträglich häufig zu aufwendig sind.
      Der Bestand von Wohnimmobilien bis ca. 4 NE beträgt ca. 20 Mio Einheiten, die überwiegend mit Verbrennungswärmeerzeugern (Gas, Öl, Holz), allerdings mit erheblich schlechten, überhöhten Anlagenaufwandszahlen, versorgt werden.
      Die Zuwachsraten im Neubau sind dazu vergleichsweise geradezu peanuts.
      Insofern ist dieser allgemeine, pauschale Aufschrei völlig sinnfrei.

      Wie man von einem undefinierten, ungeklärten Einzelfall generell auf derartige Panikmache gegen die Wärmepumpentechnologie kommt, ist mehr als fragwürdig.

      Zudem hat jeder Bauherr bzw. AG die Möglichkeit, einen verkaufsunabhängigen Fachmann zu konsultieren, bevor er einen Auftrag unterschreibt.
      Weiterhin lassen sich den Verbrauch bestimmende Faktoren bzw. Parameter vertraglich fixieren, statt einfachem Werbegedöns zu vertrauen.

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  2. 19.04.2016 um 16:04

    Der Optimismus des BWP

    Berlin, 12.04.2016. Die Wärmepumpe ist die Schlüsseltechnologie für eine erfolgreiche Energiewende. In diesem Punkt herrscht sowohl in politischen wie in wissenschaftlichen Kreisen weitgehender Konsens. In den meisten Studien dominiert dementsprechend die Wärmepumpe den Heizungsmarkt, Öl- und Gasheizungen spielen dort keine Rolle mehr. Diesen Studien legen volkswirtschaftlich optimierte Ausbaupfade zu Grunde, um die Energie- und Klimaziele 2050 zu erreichen. Die BWP-Branchenprognose nimmt hingegen eine vertriebliche Perspektive ein und zeigt auf Basis der aktuellen Marktsituation mögliche Ausbaupfade für die Wärmepumpe. Sie dient damit als Vergleichsmaßstab für die volkswirtschaftlich orientierten Ausbauszenarien.

    Die derzeitige Entwicklung des Wärmemarktes läuft der Zielvorgabe eines klimaneutralen Gebäudebestandes 2050 zuwider. Der Wärmepumpen-Absatz stagniert zwischen 55.000 und 60.000 Geräten. Der anhaltend hohe Strompreis und der massive Verfall der Heizölpreise verhindern ein starkes Marktwachstum im Sanierungsgeschäft. Im Neubau hingegen kommen der Wärmepumpe die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) zugute.

    „Der Klimagipfel in Paris hat ein neues Schlagwort geprägt: Dekarbonisierung. Nach dem Vorbild der E-Mobilität im Verkehr, brauchen wir auch im Wärmesektor eine Strategie für die Elektrifizierung“, so Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe. „Die Bundesregierung hat mit der Förderung durch das MAP, der EnEV-Verschärfung und einer verbesserten Informationspolitik positive Wachstumssignale für Erneuerbare Energien und insbesondere die Wärmepumpe gesetzt. Blinder Fleck der Umweltpolitik bleibt jedoch die Besteuerung der Energieträger. Die positiven Anreize kommen dadurch nicht voll zum Tragen.“

    Klimabeitrag Wärmepumpe
    Dabei leisten Wärmepumpen einen erheblichen Beitrag zur CO2-Einsparung. Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Stromsektor verbessert sich die CO2-Bilanz jeder Wärmepumpe kontinuierlich: von 2,16 Tonnen (2015) jährlicher Einsparung auf 3,87 Tonnen (2030). Dieser Effekt wird in der aktuellen Ausgabe der Branchenprognose zum ersten Mal beschrieben: 2030 sparen Wärmepumpen 6,8 bzw. 9,0 Mio. Tonnen CO2.

    Prognose
    In Szenario 1 der Branchenstudie steigt der Wärmepumpen-Absatz auf 90.000 Geräte im Jahr 2030, der Marktanteil liegt bei 17,8 Prozent. Der Absatz verlagert sich tendenziell in den Sanierungsmarkt. Insgesamt sind rund 1,61 Mio. Wärmepumpen in Betrieb (8,1 Prozent des Wärmeerzeugerbestandes). Im progressiveren Szenario 2 wächst der Absatz auf 203.000 Geräte (Marktanteil 27 Prozent).

    Der zusätzliche Absatz geht ausschließlich auf die Auflösung des Modernisierungsstaus zurück. Der Feldbestand liegt bei 2,37 Mio. Anlagen (11,9 Prozent des Bestandes). In beiden Szenarien machen Luft/Wasser-Wärmepumpen den größten Teil der Verkäufe aus. Der Anteil der erdgekoppelten Geräte pendelt sich bei unter 30 Prozent ein. Der Absatz von Warmwasser-Wärmepumpen steigt in den Szenarien auf rund 17.000 bzw. rund 25.000 Geräte an.

    Aufgrund der verschlechterten Marktbedingungen mussten die Prognosen der vergangenen Ausgaben nach unten korrigiert werden: um 24 Prozent (Szenario 1) bzw. 35 Prozent (Szenario 2) im Vergleich mit der ersten Ausgabe der Branchenstudie 2009. Hauptgrund ist der massive Ölpreisverfall, den in dieser Form niemand vorhergesehen hat.

    Politische Handlungsempfehlung
    Der Erfolg der Wärmepumpe hängt wesentlich von einem starken Wachstum im Bestandsmarkt ab, wo die Wirtschaftlichkeit gegenüber konkurrierenden Lösungen der mit Abstand wichtigste Treiber ist.

    Eine Neuausrichtung der Energiepreisgestaltung ist daher die wirksamste Maßnahme für eine Beschleunigung des Wärmepumpen-Absatzes. Bis diese umgesetzt wird, ist eine effektive Förderpolitik unverzichtbar. Daneben sind ein aktives Vorantreiben der Sektorkopplung sowie ambitionierte EnEV-Vorgaben wichtige Impulse.

    BWP-BRANCHENPROGNOSE 2030: DIE WÄRMEWENDE ZWISCHEN KLIMAZIELEN, MODERNISIERUNGSSTAU UND ÖLPREISSCHOCK
    http://www.waermepumpe.de/presse/pressemitteilungen/details/details/bwp-branchenprognose-2030-die-waermewende-zwischen-klimazielen-modernisierungsstau-und-oelpreisschock/

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  3. 30.03.2016 um 18:10

    Energiesparverordnung
    KfW-Bank erhöht Förderung
    Seit dem 1. Januar gilt die verschärfte Energiesparverordnung (EnEV). Zum 1. April passt die KfW-Bank ihre Förderkonditionen daran an.

    Mehr lesen
    http://www.dieimmobilie.de/energiesparverordnung-kfw-bank-erhoeht-foerderung-1459325254/

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  4. Simko
    12.03.2016 um 07:21

    Solche Vergleiche sind meist sinnfrei, da sie auf primärenergetischen EnEV Randbedingungen beruhen.
    Es müssen nach der novellierten EnEV 25% Primärenergie eingespart werden. Welcher Anlagenbetreiber bezahlt Primärenergie? 😉
    Primärenergie ist nur für Nachweisverfahren interessant.
    So ist Erdgas-Brennwert daher nur in Verbindung einer Solarthermischen Anlage (STA) zu haben (Referenzgebäude), wenn man von Ausgleichsmaßnahmen zunächst absieht! Diese STA sind tatsächlich im EFH meist unwirtschaftlich, da die prognostizierten Deckungsraten real nicht erreicht werden/können. Eine Mogelpackung auf dem Papier.

    Fernwärme glänzt zwar mit extrem niedrigen Primärenergiefaktoren auf dem bunten Papier, die tatsächlichen Verbrauchskosten sind jedoch höher als bei GBW oder gar LWP.

    „Welches System im individuellen Fall die effizienteste Lösung darstellt, sollten Bauherren in enger Abstimmung mit ihrem regionalen Energieversorger klären.“

    Was für ein Unsinn! Der Versorger möchte möglichst viel verkaufen. Ein objektiver Berater kann der daher nicht sein.

    Ohne zielgerichtete Anlagenplanung, -dimensionierung dürfte Wirtschaftlichkeit für den Bauherren ein Fremdwort bleiben.

    Zudem muß man nicht unbedingt nach EnEV bauen, solange §25 EnEV bzw. §9 EEWG existieren.

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