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Ölreserven weiterhin auf Rekordniveau

csm_IWO-Pressebild_Reserven_Ressourcen_2015_dfd3159b55Erdölversorgung langfristig sicher
Die Versorgung mit Erdöl ist dauerhaft sicher. Das geht aus Erhebungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hervor. So liegen die weltweiten Ölreserven bei rund 219 Milliarden Tonnen und befinden sich damit weiterhin auf Rekordniveau. Diese Zahl umfasst die mit heutiger Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Erdölmengen.

Bezogen auf den jährlichen weltweiten Erdölverbrauch von etwa 4,24 Milliarden Tonnen würden allein diese Reserven für mehr als 50 Jahre reichen. Hinzu kommen Ölressourcen im Umfang von rund 445 Milliarden Tonnen. Als Ressourcen bezeichnet man nachgewiesene oder geologisch mögliche Vorkommen, die zwar bekannt sind, aber mit heutiger Technik noch nicht wirtschaftlich gefördert werden können.

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„Erdöl wird uns voraussichtlich länger zur Verfügung stehen, als wir es überhaupt benötigen werden“, erklärt Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO). Unabhängig davon sei ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Rohstoff nötig. „Gerade im Wärmemarkt wurde in den vergangenen Jahren diesbezüglich schon viel erreicht. So hat sich der Heizölabsatz in Deutschland seit 1995 halbiert, während die Zahl der Ölheizungen nahezu unverändert rund 5,6 Millionen beträgt“, erläutert Willig. Einen wesentlichen Beitrag hat hierbei der Einsatz effizienterer Heiztechnik geleistet. So senken moderne Öl-Brennwertheizgeräte den Heizölbedarf gegenüber veralteten Heizkesseln um bis zu 30 Prozent. Mehr Informationen unter http://www.zukunftsheizen.de.

IWO, 2016

***

Kennen Sie das Märchen vom „Peak Oil“?
Der Peak wandert und wandert und wandert.
Das Märchen vom Waldsterben wird nicht mehr erzählt.
Hier ein Rückblick auf rd. 5 Jahre Peak-Oil Wanderung.

03.2015:
Erdöl: Reichweite, Ressourcen, Reserven, Preise

11.2014:
Erdölreserven, Heizölpreis: Zusammensetzung u. Entwicklung

11.2014:
Erdölversorgung für Jahrzehnte gesichert

11.2012:
Erdölreserven erreichen Rekordniveau

11.2011:
Ölversorgung ist auf Jahrzehnte gesichert

Kleine Hilfestellung: Wie haben es Bäume und Saurier in mehrere km Tiefe geschafft, um dort zu verrecken und zu Erdöl zu werden?

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  1. 19.04.2016 um 16:16

    Die kluge Frau Prof. Kempfert hat was ganz dolles rausgefunden. Kempfert? Ja, das ist die, die vor ein paar Jahren orakelte, dass der Ölpreis nie wieder fallen wird.

    Die Droge Energie
    von: Claudia Kemfert
    Datum: 13.04.2016 20:00 Uhr

    Europa importiert knapp 90 Prozent seines Öl- und über 60 Prozent seines Gasbedarfs. Das allein ist schon bedenklich. Doch noch schlimmer ist die Konzentration auf einen einzigen Lieferanten, warnt DIW-Expertin Claudia Kemfert.

    Ja,so was bekommen halt nur Experten heraus.
    Folglich können wir nun aufhören, das Wort „Versorgungssicherheit“ zu gebrauchen.

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  2. 09.03.2016 um 13:35

    Kam am 08.03. bei IKZ.de:
    Hamburg. Die Versorgung mit Erdöl ist auf Jahrzehnte gesichert. Das geht aus Erhebungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hervor. Danach liegen die weltweiten Ölreserven bei rund 219 Mrd.

    Interessant in diesem Zusammenhang: bereits 2010 wurde das Phänomen der nachwachsenden Rohstoffe festgestellt:

    Hannover, 08.03.2010
    LBEG-Untersuchung: Erdölreserven größer als bisher angenommen
    Deutschland verfügt über größere Erdölreserven als bisher angenommen. Dagegen sind die geschätzten sicheren und wahrscheinlichen Reserven in den Erdgaslagerstätten unter den gegebenen wirtschaftlichen und technischen Bedingungen rückläufig. Zu diesem Ergebnis kommt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in seinem aktuellen Bericht „Erdöl- und Erdgasreserven in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 2010“
    Danach lagen die Erdölreserven in Deutschland am Stichtag 1. Januar 2010 bei 41,1 Millionen Tonnen und damit um 7,1 Millionen Tonnen über dem Ergebnis des Vorjahres (+ 20,9 %). Insgesamt wurden 2009 in Deutschland 2,8 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Das ist ein Rückgang von rund 8 % gegenüber 2008.
    Der Anstieg der Reserven beruht größtenteils auf einer signifikanten Erhöhung im Gebiet Oberrheintal. Hier konnte eine bereits 2003 entdeckte Erdöllagerstätte unter der Stadt Speyer mit weiteren Bohrungen bestätigt werden. Die größten Reserven liegen allerdings weiterhin im Norddeutschen Becken in den Bundesländern Schleswig-Holstein (51 %) und Niedersachsen (29 %). Durch den Ölfund im Oberrhein-Graben hat sich Rheinland-Pfalz mit einem Anteil von jetzt 18 % auf Platz 3 vorgeschoben. Die rechnerische Reichweite der derzeit bekannten Reserven bei angenommener gleich bleibender Förderung stieg von gut 11 auf 14,7 Jahre.
    Bei Erdgas betrugen die Reserven bezogen auf den natürlichen Brennwert (Rohgas) am Stichtag 161,9 Milliarden Kubikmeter. Sie lagen damit um 31,8 Milliarden Kubikmeter unter dem Vorjahresergebnis (- 16,4 %). Die Erdgasförderung (Rohgas) in Deutschland ging 2009 um rund 6 % auf jetzt 15,5 Milliarden Kubikmeter zurück.
    Die Kürzung der Reserven resultiert vor allem aus einer Revision der Lagerstättenvorkommen im Gebiet zwischen Elbe und Weser. Niedersachsen bleibt allerdings mit einem Anteil von 98 % der gesamten Rohgasreserven und mit einem Produktionsanteil (Rohgas) von 94 % die zentrale Erdgas-Förderprovinz in Deutschland. Die rechnerische Reichweite der geschätzten sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven (Rohgas) ging von knapp 12 auf 10,5 Jahre zurück.
    Das LBEG erfasst jährlich die Erdöl- und Erdgasreserven der Förderfelder in der Bundesrepublik Deutschland. Die Reserven werden auf der Grundlage internationaler Standards ermittelt und beruhen auf den Meldungen der in Deutschland operierenden Erdöl- und Erd-
    gasfirmen. Als sichere Reserven werden Kohlenwasserstoffmengen in bekannten Lagerstätten bezeichnet, die aufgrund lagerstättentechnischer und geologischer Erkenntnisse unter den gegebenen wirtschaftlichen und technischen Bedingungen mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von mindestens 90 % gewinnbar sind. Bei den wahrscheinlichen Reserven liegt der Grad bei mindestens 50 %.
    Kurzbericht „Erdöl- und Erdgasreserven in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 2010“:
    http://www.lbeg.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=656&_psmand=4

    Die BGR meint aber auch:
    Die Welterdölförderung stieg im Jahr 2014 um knapp 1 % auf ein neues Allzeithoch von über 4,2 Mrd. t, während der Erdölverbrauch im selben Zeitraum um fast 2 % auf 4,3 Mrd. t zulegte.
    Das verbleibende Potenzial an Erdöl (Reserven und Ressourcen) beträgt demnach rund 562 Mrd. t. Die Mengen an nicht-konventionellem Erdöl (Bitumen, Schwerstöl und Erdöl aus dichten Gesteinen (Tight oil, Schieferöl)) lagen bei rund 228 Mrd. t.
    Insgesamt wurde bislang weltweit mehr Erdöl verbraucht (rd. 180 Milliarden Tonnen) als derzeit an konventionellen Reserven (171 Milliarden Tonnen) ausgewiesen werden. Erdöl ist der einzige nicht erneuerbare Energierohstoff, bei dem in den kommenden Jahrzehnten eine steigende Nachfrage wahrscheinlich nicht mehr gedeckt werden kann. Angesichts der langen Zeiträume, die für eine Umstellung auf dem Energiesektor erforderlich sind, ist deshalb die rechtzeitige Entwicklung alternativer Energiesysteme notwendig.
    http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Erdoel/erdoel_inhalt.html

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  3. Simko
    09.03.2016 um 07:46

    Wer glaubt denn an diese Märchen?

    Erdölverbrennung für Heizzwecke gehört bei Neuanlagen verboten.

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  1. 18.03.2017 um 06:00

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