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BMG meint: novellierte EnEV ist Mumpitz

geld-verbrennen„Gut fürs Klima oder für die Dämmstoffindustrie?
Mit der novellierten Energieeinsparverordnung gelten verschärfte energetische Anforderungen beim Wohnungsneubau – diese sind allerdings umstritten. Von Hermann Werle
Bei der zum 1. Januar 2016 in Kraft getretenen Neuregelung der Energieeinsparverordnung (EnEV) handelt es sich um die vierte Verschärfung der seit 2002 geltenden Verordnung. Die aktuelle Novellierung betrifft nicht bestehende Gebäude, sondern lediglich Neubauten. Angesichts des dringenden Bedarfs an neuen und zugleich bezahlbaren Wohnungen stellen sich die erhöhten Standards möglicherweise als Neubaubremse dar, da das Bauen dadurch nach Angaben der Bundesarchitektenkammer „um weitere ca. 7,3%“ verteuert würde.“
MieterEcho 379 / Februar 2016
Berliner Mieter Gemeinschaft

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  1. Simko
    08.03.2016 um 15:52

    „Mumpitz“ ist überzogen. Allerdings ist seit der Novellierung 2009 die Technologieunabhängigkeit verloren gegangen.
    Studien betrachte ich stets kritisch, insbesondere, wenn keine Messergebnisse vorliegen.
    Zudem sollte bekannt sein, dass mit der EnEV werder Bedarfe noch Verbräuche berechenbar sind. Es ist sogar unzulässig.

    Wie bereits bemerkt, wenn man die Anlagentechnik einfach vergisst, wird es tatsächlich Mumpitz.

    Wie waren die Anlagenaufwandszahlen vorher/ nachher? 😉

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    • 08.03.2016 um 19:28

      Zitat, Auszug:
      „Eingespart werden soll die Energie in erster Linie über verstärkten Einsatz von Dämmstoffen an Gebäudeaußenwänden. Der Lobbyverband der Dämmstoffindustrie meldete sich denn auch umgehend, als ein Moratorium ins Gespräch kam, das vorsah, die erhöhten Anforderungen der EnEV 2016 eine Zeit lang auszusetzen.“

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      • Simko
        09.03.2016 um 07:41

        Dass die Dämmstoffindustrie so reagiert, ist doch völlig normal und kann man der in dieser Verkaufsgesellschaft überhaupt nicht vorwerfen.
        Wenn allerdings per Gesetz Umsätze generiert werden sollen, ist das natürlich kritisch.
        Allerdings hat jeder AG die Möglichkeit nach § 25 EnEV bzw §9 EEWG dies nicht zu tun.

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  2. 08.03.2016 um 12:13

    Ich zitiere mich selbst:
    „Wenn man am Gebäude nichts weiter macht, als dämmen – und sonst nichts – liegt’s auf keinen Fall an der bestehenden Technik (dass der Einspareffekt gering ausfällt), die gar nicht angefasst wird. Im Neubaubereich ist so, dass die schön gerechneten Werte in den seltensten Fällen eintreten (siehe Galvin Studie der RWTH Aachen: Fehlerquote 40-50%). Das liegt daran, dass die Berechnungsvorschriften gewollter Mumpitz sind. Es geht lediglich um Subventionierung, Umverteilung und Klientelwirtschaft. Das ist teuer erkaufte Unwirtschaftlichkeit. Und wer bezahlt? Am Ende immer dieselben.
    Trotzdem kann ich bestätigen: “Dämmen lohnt sich.” Nicht nur für Hr. Wickert, auch für die BASF, den WDVS Produzenten, den Handwerker usw. usf.

    Galvin-Studie entlarvt EnEV-Wahnsinn
    https://baufuesick.wordpress.com/2015/10/05/galvin-studie-entlarvt-enev-wahnsinn/
    Mit einem anschaulichen Prxisbeispiel zum Download:
    Und was bedeutet das in der Praxis?
    Hier ein Beispiel, das jeder verstehen dürfte:
    PDF: enevdinhokuspokus
    Bedarf vor der Sanierung: 283 kWh/m²a (schlechtgerechnet)
    Bedarf nach der Sanierung: 92 kWh/m²a (schöngerechnet)
    Verbrauch vor der Sanierung: 109 kWh/m²a (abgerechnet)

    Und noch etwas traurige Wahrheit:
    Bundesweiter Heizspiegel: nur 12% Einsparpotenzial bei Fassaden
    https://baufuesick.wordpress.com/2015/04/02/bundesweiter-heizspiegel-nur-12-einsparpotenzial-bei-fassaden/

    und weitere Beispiele:
    https://baufuesick.wordpress.com/?s=heizspiegel

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