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Das Problem mit der dritten Haut

WDVS vereist, Foto: M. RitterZu einem gar unterhaltsamen Informationsabend zum ewig wiedergekauten Thema „Wärmedämmung“ alias „WDVS“ alias „Wärme-Dämm-Verbund-Systeme“ alias „Fassadendämmung“ lädt die Architektenkammer Berlin in die Architektenkammer Berlin ein. Merken Sie sich den 25.02.2016, es wird bestimmt ein Höhepunkt in der kontroversen Diskussion des alten, aber nach wie vor heißen Themas. Das mit ausgewiesenen Dämmstoffexperten besetzte Podium verspricht eine sachliche, neutrale, kritische (und dennoch optimistische) Information.

Von: „Architektenkammer Berlin, Information“ <information@ak-berlin.de>
Betreff: Einladung „Gibt es eine Denkhemmung beim Thema Wärmedämmung – oder das Problem mit der dritten Haut“ am 25. Februar 2016, 18 Uhr
Datum: 11. Februar 2016 08:32:32 MEZ

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne möchten wir Sie zu der Veranstaltung „Gibt es eine Denkhemmung beim Thema Wärmedämmung – oder das Problem mit der dritten Haut“ des Arbeitskreises Planen und Bauen im Bestand am 25. Februar 2016 von 18 bis 20.30 Uhr einladen.

Folgende Themen werden von Fachleuten erläutert:
• Das Problem des Vergleichs Vorher – Nachher
• Wann lohnt sich Wärmedämmung?
• Bauphysik: Das Problem Algen / Schimmel / Lüftung
• Architektur: Gute Dämmung – Schlechte Dämmung
• Was wären die Alternativen zur Fassadendämmung / CO2-Einsparung?

Podium:
• Dr. Klaus-Dieter Clausnitzer, Bauphysiker und – forscher, Bremer Energie Institut
• MR Peter Rathert, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als Vertreter des Verordnungsgebers
• Ingo Malter, Geschäftsführer von StadtundLand als Vertreter der Wohnungswirtschaft
• Armin Weissmüller, Knauf Insulation GmbH

Die Veranstaltung findet in der Architektenkammer Berlin, Alte Jakobstr. 149, 10969 Berlin statt. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Architektenkammer Berlin
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Alte Jakobstraße 149
10969 Berlin

Telefon (030) 29 33 07-0
Telefax (030) 29 33 07-16
kammer@ak-berlin.de
http://www.ak-berlin.de

***

Green Buildings mit WDVS (Foto: DIMaGB)

Green Buildings mit WDVS (Foto: DIMaGB)

Ohne kritisiseren zu wollen:
das Thema „Algen auf WDVS“ kann entfallen,
denn DIE Lösung gibt es doch bereits eine Weile:
Endlich, das mit Strom beheizte WDVS„.
Dafür ließe sich dann trefflich diskutieren
über Themen wie „kein Recycling
und „nun doch Sondermüll
sowie „brennende WDVS„.

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  1. Ein weiterer Besucher der Beweihräucherung
    29.02.2016 um 19:48

    leider mußte ich vorzeitig weg wegen der Kinderbetreuung, aber was ich
    bis dahin hörte hat mich auch richtig wütend gemacht.
    Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich an Loriot denken: Herr Dr.
    Klöber… nein nein Herr Professor…
    Dass diese Herren so wenig Quellen hatten und so wenig Kenntnis der
    Materie aber nichts anderes hören wollten, war schon sehr befremdlich.
    Scheine aber durchs eher Gehen nichts verpasst zu haben.

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  2. Noch ein Besucher der Beweihräucherung
    29.02.2016 um 19:47

    die Veranstaltung war’n Flop.
    In der Mitte des Saales befand sich das Podium, und im Halbquadrat saßen die Gäste.
    Statements oder Anregungen wurden nicht vom Publikum erwünscht, nur Fragen zu dem Statements der Podiums-Teilnehmer wurden gewünscht.
    Was die da geboten hatten an Präsentationen und Statements könnte man unter dem Thema Märchenstunde verbuchen.
    Mich hatte es sehr geärgert, dass dort Fachleute an einem Tisch saßen und das Publikum mit ihren Graphiken und Tabellen anlügen wollten.
    Ein Architekt hatte sich aber immer zu Wort gemeldet und ihre Lügen entlarvt.
    Ich kenne seinen Namen nicht mehr, der war damals auf der
    Pressekonferenz in der Kavalierstr. Ich hielt es nicht mehr bis zum Schluß aus, bin dann mit einer Wut im Bauch Nachhause gefahren.

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  3. Ein Besucher der Beweihräucherung
    29.02.2016 um 19:46

    Naja, es war dann aber noch recht „Mieterlastig“ – und das auf einer Veranstaltung der Architektenkammer. Wir waren recht viele Mieter, die sich zu Wort meldeten und die Sache in Teilen beherrschten, was recht einfach war, denn das Podium hatte kaum Kontrolle, es gab keine Moderation und kein Mikrofon fürs Publikum.

    Die Veranstaltung war schlecht gemacht. Man redete über den Verruf, in den Dämmung gekommen sei und bog sich alles so zu recht, dass es am Ende wieder passt, zeigte ein paar Grafiken, Kurven – so weit schien der Plan, der mit uns Mietern aber so nicht aufging.

    Ministerialrat Rathert trat zurückgenommen, teils nicht genau wissend auf und verwies darauf, dass er ja nicht allein entscheide.
    Er beschrieb die Entscheidungsprozesse auf seiner Ebene und stellte in Aussicht, dass Teile der EnEV nun zur „Energiewende“ werden und in das „EEWärmeG“
    übernommen werden. Schon im März soll da was kommen.
    Ich ahne, dass das für uns Schlechtes bedeutet. Passend dazu:

    Bundestagsrede von Klaus Mindrup (SPD, MdB) zum Thema und zur Sanierung:
    http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html?singleton=true&content=6308000

    Mindrups Rede bezieht sich auf einen von den Grünen eingebrachten Entwurf zur Änderung des Gesetzes zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich
    (EEWärmeG) – also dem Teil des EEG, das sich der Wärmeenergie widmet. Dieser Entwurf findet sich hier:
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/068/1806885.pdf

    Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) https://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-W%C3%A4rmegesetz

    Positiv rübergekommen ist Ingo Malter, der GF von Stadt und Land (eines der 6 kommunalen WBGen Berlins) – er schien als einziger auf dem Podium überhaupt einen Draht zu Mietern/ zu den Problemen der Mieter zu haben.

    Mit beiden haben wir danach noch geredet – Rathert hört zu, fragt auch mal nach, aber man hat nicht das Gefühl, dass das was bringt.
    In der Veranstaltung hat er gesagt, dass der Mieterprotest hier seine Wirkung hatte und er das auch mitnimmt. Er sagte auch, dass eine Fraktion im Ministerium die der strengen „Klimaschützer“ ist, die er hier gern mal mit dabei gehabt hätte.

    Landerer hingegen war offen, direkt, und nichts vormachend – ein interessanter Kontakt.

    Der Zwischenrufer war Stuckateur Sebastian Rost, der sich energisch zu Wort meldete und der sich auch für die Kavalierstraße einsetzt:
    http://www.sebastian-rost.de/

    Architekt Christoph Schwan war da und meldete sich zu Wort. Sven Fischer aus der Kopenhagener 46, die Schmargendorfer, die Wilmersdorfer …

    Das wir da als Mieter so in Erscheinung traten und diese Veranstaltung ein bisschen sprengten, war schon gut und wichtig.

    Am Ende sprachen wir auch noch mit einigen Planern und Architekten, die das mit der Dämmung auch sehr kritisch sehen und die Ursachen in der Gesetzgebung ausmachen.

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  4. 15.02.2016 um 08:38

    „Hinzu kommt, dass es in der Zwischenzeit mehrere Untersuchungen sanierter Häuser gibt, bei denen die errechneten Einsparungen nicht erreicht werden. Im Architektenblatt ist in der ersten Ausgabe dieses Jahres von einem Forschungsprojekt der RWTH Aachen zu lesen. Drei identische Häuser in Karlsruhe aus den 50ern mit je 30 Wohnungen wurden unterschiedlich saniert und vier Jahre lang untersucht. Am schlechtesten schnitt rechnerisch das Passivhaus ab. Die Gründe: die Technik funktionierte nicht oder war zu kompliziert zu bedienen; der „Störfaktor“ Bewohner torpedierte das rechnerische Konstrukt.“

    http://freiraumarchitektur.net/sparen-wir-mit-daemmen-wirklich-energie/

    „Da der Verbrauch vor Sanierung viel niedriger ist, als die EnEV in ihren Berechnungsmethoden anerkennt, ergeben sich viel niedrigere Einsparungsquoten als in den Berechnungen der EnEV vorgesehen. Die Einsparungen liegen im Schnitt 40% bis 50% niedriger als errechnet, wobei die weiter unten ausgeführten Probleme noch gar nicht eingerechnet sind. Diese Lücke hat nichts mit technischem Versagen bei der energetischen Sanierung zu tun, es ist schlichtweg eine mathematische Funktionsstörung.“

    Ray Galvin
    Warum deutsche Hauseigentümer ungern energetisch sanieren
    School of Business and Economics/E.ON Energy Research Center, Institute for Future Energy
    Consumer Needs and Behavior, RWTH-Aachen University, Mathieustr. 10, AachenD-52074, Germany

    https://baufuesick.wordpress.com/2015/10/05/galvin-studie-entlarvt-enev-wahnsinn/
    https://baufuesick.wordpress.com/2014/04/30/warum-hauseigentumer-ungern-energetisch-sanieren/

    “Die Untersuchungen sollten zeigen, ob der einfache linieare Ansatz des k-Wertes zur Bestimmung des Heizenergieverbrauchs auch bei extremer Waermedaemmung der Aussenwand noch mit genuegender Genauigkeit gilt, wenn im praktischen Versuch instationaere Bedingungen herrschen und praktische Waermebrueckeneffekte (Fensterlaibungen, Ecken-, Fussboden- und Deckenanschluesse) vorliegen.“

    https://baufuesick.wordpress.com/2015/06/08/b-ho-883-ii-tauschen-tricksen-lugen/

    und weitere STUDIEN:

    https://baufuesick.wordpress.com/studien/

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