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Dank der irrsinnigen „Energiewende“: neue Rekorde beim Strompreis

BDEW-Steuern-auf-StromAktuelle Strompreisanalyse des BDEW: Steuern und Abgaben erreichen neues Rekordhoch. Vertriebe können nur noch 21 Prozent des Strompreises beeinflussen / Preise für deutsche Haushalte bleiben im Vergleich zu 2015 stabil

Berlin, 22. Januar 2016 – Der Strompreis ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt stabil geblieben: Eine Stromrechnung mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden beläuft sich aktuell auf knapp 84 Euro im Monat. Davon entfallen mehr als die Hälfte und damit rund 45 Euro auf staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen. Diese machen insgesamt 54 Prozent am Strompreis für Haushalte aus (2015: 52 Prozent). Das zeigt die aktuelle Strompreisanalyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Die staatlichen Belastungen beim Strompreis haben damit seit dem Jahr der Liberalisierung ein neues Rekordhoch erreicht. Die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) ist dabei der größte Kostenblock. Gut 18,50 Euro (2015: 18,00 Euro) muss ein durchschnittlicher Haushalt in diesem Jahr monatlich für die Förderung der Erneuerbaren Energien aufbringen. Nach BDEW-Einschätzung ist deshalb der von der Politik bereits eingeschlagene Reformweg richtig: Künftig soll die Förderhöhe für regenerative Anlagen über Ausschreibungen ermittelt werden. Damit lässt sich bei richtiger Ausgestaltung eine hohe Kosteneffizienz erreichen.

Während der Kostenblock der staatlichen Steuern und Abgaben weiter deutlich gewachsen ist, konnten die Unternehmen der Energiewirtschaft den Anstieg des Gesamtpreises teilweise kompensieren: Die Beschaffungskosten für die Vertriebe sind aufgrund niedrigerer Preise an den Strombörsen gesunken. Die Börsen-Preise allein bestimmen jedoch nicht den Endkunden-Strompreis. Der von den Vertriebsunternehmen selbst beeinflussbare Anteil am Strompreis (Strombeschaffung und Vertrieb) beträgt insgesamt nur noch rund 21 Prozent (2015: 24 Prozent).

Der dritte wichtige Bestandteil des Strompreises für Haushalte sind die Netzentgelte. Diese liegen im Durchschnitt knapp 5 Prozent über dem Vorjahresniveau und damit aktuell bei einem Anteil von knapp 25 Prozent (2015: 24 Prozent). Grund für diese Steigerung ist der im Rahmen der Energiewende erforderliche Aus- und Umbau der Stromnetze. Je nach Region können die zu zahlenden Netzentgelte stark variieren.

BDEW-Steuern-auf-Strom

Mehr an Grafiken zu „Strompreis Haushalte“ als PDF beim BDEW.

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  1. 24.08.2018 um 17:04

    BDEW-Analyse zur Entwicklung der konventionellen Kraftwerke in Europa:

    Kraftwerks-Kapazitäten in der Europäischen Union schmelzen dahin
    Kapferer: „Wir werden uns im kommenden Jahrzehnt nicht allein auf Stromimporte aus dem europäischen Ausland verlassen können“

    Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat heute eine Analyse zur Entwicklung der gesicherten Kraftwerksleistung in Europa vorgelegt. Hintergrund ist die Frage, wie im kommenden Jahrzehnt in Deutschland die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann, wenn hierzulande gesicherte Kraftwerksleistung in Form von Kohlekraftwerken vom Netz genommen wird. Ein zentraler Stützpfeiler soll nach Auffassung vieler Akteure ein zunehmender Import von Strom aus dem Ausland nach Deutschland sein. Das jedoch setzt voraus, dass auch in den Nachbarländern Deutschlands mit Blick auf das kommende Jahrzehnt genug gesicherte Leistung in Form von konventionellen Kraftwerken vorhanden ist.

    Der BDEW hat vor diesem Hintergrund auf Basis von Daten der europäischen Übetragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) und des wissenschaftlichen Dienstes der Europäischen Union anaylsiert, wie sich der Kraftwerkspark in unseren Nachbarländern entwickeln wird. Im Ergebnis zeigt sich: Die angekündigten oder diskutierten Planungen in den betrachteten Staaten zeigen einen allgemeinen Trend des Abbaus von Kohlekapazitäten sowie von Kernenergie bei gleichzeitigem starken Zuwachs von Erneuerbaren Energien. Dies entspricht, wie zu erwarten, den absehbaren Entwicklungen in Deutschland. Die derzeit noch vorhandenen Überkapazitäten an gesicherter Leistung schmelzen damit überall in Europa mittel- bis langfristig ab. Damit stehen auch die Nachbarländer vor der Herausforderung, die Versorgungssicherheit bei steigenden Anteilen volatiler Kapazitäten zu gewährleisten. Laut des wissenschaftlichen Dienstes der EU (JRC – Joint Research Center) ergibt sich von 2016 bis 2025 in der EU ein Rückgang der installierten Leistung von Kohlekraftwerken von 150 Gigawatt (GW) auf 105 GW und ein weiterer Rückgang auf 55 GW bis 2030. Das entspricht einer Abnahme von 63 Prozent.Auch der Anteil der Kernenergie geht in vielen Ländern zurück.

    „Die Analyse der Entwicklung in ganz Europa zeigt, dass Versorgungssicherheit ein zentraler Punkt in der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung sein muss. Deutschland ist Teil des europäischen Binnenmarktes, aber die Nachbarn alleine werden es nicht richten. Wir haben auch eine nationale Verantwortung“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, heute in Berlin. „Egal, wohin man seinen Blick auf einer Europakarte auch schweifen lässt: Fast überall sollen gesicherte Stromerzeugungskapazitäten vom Netz genommen werden. Und das ist keine zufällige Entwicklung, sondern eine logische: Alle EU-Staaten streben – richtigerweise – den Ausbau der Erneuerbaren Energien an. In der Folge sind auch unsere Nachbarn in Europa dabei, ihre konventionellen, sicheren Kapazitäten zu reduzieren.

    Die Zeiten, in denen sehr viel Strom nachgefragt wird, seien in Mitteleuropa nahezu deckungsgleich: „Ist die Stromnachfrage in Deutschland hoch, ist dies in der Regel auch in den angrenzenden Staaten der Fall. Ein besonders kalter Winter macht nicht an einer deutschen Grenze halt. Und die stromintensiven Werktage sind in Europa auch identisch. Wir können uns in solchen Phasen nicht darauf verlassen, aus diesen Ländern Strom in nennenswertem Umfang importieren zu können.“ Leider funktioniere auch die Idee nicht, die Versorgungssicherheit in Deutschland mit dem Import von mehr Erneuerbaren-Strom aus dem EU-Ausland abzusichern, so Kapferer: „Die für Wind und Photovoltaik entscheidenden Großwetterlagen führen in Zentraleuropa zu einer mehr oder weniger deutlichen Gleichzeitigkeit von Erzeugungsmangel oder Überflusssituationen.“

    Fazit: „Es wäre zu riskant, wenn sich Deutschland zum Beispiel in einer Winter-Dunkelflaute auf Stromimporte verlassen würde. Wir werden in Deutschland neue Erzeugungskapazitäten auf Basis von Gas brauchen. Die Bedingungen für Energiespeicher und Kraft-Wärme-Kopplung müssen sich verbessern sowie alle Optionen zur Nachfrageflexibilisierung ergriffen werden. Der Netzausbau muss deutlich beschleunigt werden.“

    BDEW, 22.08.

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  2. 24.08.2018 um 17:02

    BDEW zu Vorwürfen der Intransparenz bei Netzentgelten

    Zu den in der Analyse der Agora Energiewende erhobenen Vorwürfen gegen Intransparenz bei den Netzentgelten erklärt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung:
    „Die Netzbetreiber unterliegen einer detaillierten Kostenprüfung durch die Regulierungsbehörden. Darüber hinaus werden die Bilanzen der Netzbetreiber von unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften testiert. Die Vorwürfe einer angeblichen Intransparenz sind daher nicht nachvollziehbar. Zumal eine Veröffentlichung sensibler Einzeldaten verfassungsrechtlich gar nicht zulässig wäre.

    Im Übrigen sind die Stromnetz-Entgelte für Haushaltskunden Anfang 2018 im Schnitt um 3,2 Prozent gesunken. Im Verlauf der letzten 12 Jahren sind sie insgesamt um gerade einmal 13,9 Prozent gestiegen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung um gerade einmal 1,16 Prozent und liegt damit unterhalb der Entwicklung der Inflationsrate.

    Dabei sind massive Investitionen in den Aus- und Umbau der Netze erforderlich – vor allem für die Integration der Erneuerbaren ins Energiesystem und die Aufrüstung der Verteilnetze für die Elektromobilität. All das erfordert Milliarden-Investitionen. Hinzu kommen die Kosten für die Instandhaltung der bereits bestehenden rund 1,8 Millionen Netzkilometer.“

    BDEW, 22.08.2018

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  3. TT
    26.02.2017 um 18:25

    hier interessante Ergänzungen zu diesem Thema:

    mit Fritz Vahrenholt (SPD, u.a. ehemals Umweltsenator von Hamburg und Autor des Buchs „Die kalte Sonne“) wird ein ehemaliger Macher zum Kritiker der „Energiewende“, er nennt sie „a disaster in the making“ – eine sich anbahnende Katastrophe.
    Eine Schweizer Zeitung führte ein Interview mit ihm, bei dem auch uns Laien in Sachen Energiewende und Klimapolitik einiges klar werden kann. Ich empfehle deshalb, das komplette Interview zu lesen:

    « Aberwitzige Sprünge »
    https://www.eike-klima-energie.eu/2017/02/18/aberwitzige-spruenge/

    Passend dazu:

    Im Januar fielen Ökostromanlagen in Deutschland wochenlang als
    Energielieferanten fast komplett aus.

    Verantwortlich war eine sogenannte Dunkelflaute. Ein Hochdruckgebiet
    sorgt für Windstille und Nebel. Während zugleich der Strombedarf in
    Deutschland stark ansteigt, auch weil es so kalt ist.

    Die „Dunkelflaute“ bringt Deutschlands Stromversorgung ans Limit https://www.welt.de/wirtschaft/article161831272/Die-Dunkelflaute-bringt-Deutschlands-Stromversorgung-ans-Limit.html

    Weitere und höchst bemerkenswerte Aussagen aus der Politik stammen von Dr.
    Philipp Lengsfeld (CDU), MdB (Sohn der DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld), der auch grundsätzlich wird (autokratisches System). Diese 11:40 Min. sollte man gesehen haben, meine ich:

    Zu guter Letzt die aktuelle Kundeninformation von Vattenfall zur neuerlichen Strompreiserhöhung, die die Abgabenflut beim Strompreis zeigt (siehe Anhang):
    54% des Strompreises sind staatliche Steuern und Abgaben, 24% Netzentgelte – Tendenz wohl steigend, wenn diese „Energiewende“ weiter geht.

    In dem Maße wie der Strompreis steigt, steigt auch die Anzahl der Haushalte, die ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können und das oft mit der Konsequenz, dass ihnen der Strom abgestellt wird: 352.000 Sperrungen und über 7 Mio.
    Androhungen gab es im Jahr 2014. Die Zahlen dürften 2015/16 weiter gestiegen sein:

    Zahl der Stromsperrungen für Haushalte auf Rekordhöhe
    http://www.zeit.de/news/2015-11/15/deutschland-zahl-der-stromsperrungen-fuer-haushalte-auf-rekordhoehe-15171803

    Wie kann die Fürsorgepflicht der Politik/ des Staates gegenüber seinen Bürgern erfüllt sein, wenn staatliche Vorgaben (genau wie bei der energetischen
    „Modernisierung“) Bürger in die Armut treiben? Wie ist das mit dem Grundgesetz vereinbar? Wird die Lösung der Politik so aussehen, dass Stromsubventionen (wie sie ja bereits für Großverbraucher aus der Industrie bestehen) auf arme Haushalte ausgedehnt werden? Nimmt der Irrsinn so seinen Lauf?

    Deutschland steht mit seiner Energiepolitik international gesehen übrigens ziemlich allein da – das „Erfolgsmodell“ ist keines:

    Niemand hält es für realistisch, dass die deutsche Energiewende von
    einem anderen Land kopiert wird. Das ist das Ergebnis einer Umfrage
    des Weltenergierates in 42 Ländern.

    Nur zehn Prozent aller Befragten sind der Auffassung, dass es
    Deutschland gelingen wird, die Energiewende komplett und ohne
    Verzögerung umsetzen. Alle anderen rechnen zumindest mit
    Verzögerungen, einige halten die Ziele für nicht realisierbar.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiewende-skeptischer-blick-auf-deutschland/19291416.html

    Ich meine: es ist längst überfällig, dass hier (wie auch bei der energetischen
    „Modernisierung“) eine Lobby- und Ideologie-freie Aufarbeitung der TATSACHEN erfolgt, damit sich Politik und Staat nicht weiter in eine falsche – und für die Bürger schädliche – Regelungswut „verrennen“.

    Und ja, es geht hierbei maßgeblich um das Funktionieren von Demokratie.

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  4. TT
    18.02.2017 um 09:43

    nicht nur Wohnraum verteuert sich durch staatliche Vorgaben, sondern auch der Strom. Seit 2000 stieg der Strompreis deshalb auf das Doppelte:

    Den größten Anteil hat mit 24 Milliarden Euro die Umlage zur Förderung
    der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage).

    http://www.focus.de/finanzen/news/wegen-eeg-umlage-stromkunden-zahlen-ueber-35-milliarden-steuern-und-umlagen_id_6653934.html

    Die Steuern, Abgaben und Umlagen haben sich seit 2000 fast
    verdreifacht [von
    5,19 auf 15,51 Cent]. Insgesamt machen die staatlichen Belastungen
    heute mehr als die Hälfte des Strompreises aus [54%]

    http://strom-report.de/strompreise/

    Der Strompreis-Trend nach oben wird sich 2017 fortsetzen. Nach Ansicht
    vieler Energie-Experten werden eine weiterhin steigende EEG-Umlage
    [+8,3%] und der lange vertrödelte Netzausbau zur Verteuerung im kommenden Jahr beitragen.

    Mieter und Verbraucher – staatlich abgezockt auf ganzer Linie – durch zu hinterfragenden „Klimaschutz“ und die so genannte „Energiewende“ – 24 Milliarden Euro pro Jahr allein dafür (große Unternehmen sind von der Zahlung ausgenommen).
    Was für eine irrwitzige Summe, was könnte man für dieses Geld alles tun.

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  5. Horst
    06.01.2017 um 17:35

    PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 410 vom 18.11.2016

    Grenzpreis für Strom 2015: – 4,4 % zum Vorjahr / Durchschnittserlös bei Abgabe an Haushalte + 0,5 % zum Vorjahr

    WIESBADEN – Der Grenzpreis für Stromlieferungen an Sondervertragskunden lag nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2015 bei 12,69 Cent je Kilowattstunde. Wie das Destatis weiter mitteilt, ist der Grenzpreis damit um 4,4 % gegenüber dem Jahr 2014 gesunken – damals hatte er
    13,27 Cent je Kilowattstunde betragen.

    +++

    Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) ist im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

    Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.

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  6. Horst
    06.01.2017 um 17:35

    Aktuelle Strompreisanalyse des BDEW:
    Steuern und Abgaben beim Strompreis erreichen 2017 Rekordhoch

    Stromkunden zahlen 35 Milliarden Euro für staatliche Belastungen / Vertriebe können Strompreise kaum beeinflussen

    Berlin, 29. November 2016 – „Die staatlichen Belastungen beim Strompreis werden 2017 ein Rekordhoch erreichen: Die Haushalte werden mit ihrer Stromrechnung über 35 Milliarden Euro für Steuern, Abgaben und Umlagen zahlen. Das ist fast dreimal so viel wie der Bund 2017 für Investitionen in Straßen, Schienenwege und Wasserstraßen einplant“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

    Steuern, Abgaben und Umlagen machen im kommenden Jahr mehr als die Hälfte (54 Prozent) des Strompreises aus. Das ist mit Abstand der größte Kostenblock beim Strompreis für Haushalte. Der größte Anteil unter den staatlichen Abgaben ist die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage). Allein hierfür müssen die Stromkunden 24 Milliarden Euro in 2017 aufbringen. Das zeigt die aktuelle Strompreisanalyse des BDEW.

    Der von den Energieversorgern selbst beeinflussbare Anteil am Strompreis (Strombeschaffung und Vertrieb) beträgt aktuell weniger als 22 Prozent. Dieser Anteil wird in 2017 voraussichtlich weiter sinken. Neben den Steuern und Abgaben sowie den Kosten für Beschaffung und Vertrieb sind die Netzentgelte der dritte Bestandteil am Strompreis für Haushalte. Diese liegen 2016 bei durchschnittlich 24 Prozent. Für 2017 ist aufgrund des erforderlichen Aus- und Umbaus der Stromnetze mit einer Steigerung zu rechnen.

    Hierzu Kapferer: „Angesichts dieser Zahlen müssen wir darüber diskutieren, wie die Finanzierung der Energiewende künftig sinnvoll gestaltet werden kann. Wenn Erneuerbare Energien zur tragenden Säule im Strommix werden sollen, muss die Energiewende sehr viel effizienter umgesetzt werden.“

    Anlagen und Materialien

    Strompreisanalyse November 2016 (PDF): https://www.bdew.de/internet.nsf/res/17C4483BB515C7F4C125807A0035E077/$file/161124_BDEW_Strompreisanalyse_November2016.pdf

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  7. 19.10.2016 um 16:58

    Pressemitteilung
    14.10.2016, 10:50 Uhr
    Deutsche Umwelthilfe kritisiert: Sinkende Stromeinkaufspreise kommen beim Verbraucher nicht an

    Die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steigt 2017 auf 6,88 Cent – Börsenstrompreis sinkt durch anhaltend hohes Stromangebot – DUH fordert Stromanbieter auf, die günstigeren Börsenpreise an Stromkunden weiterzugeben
    Berlin, 14.10.2016 Dateien: 1

    © visdia/Fotolia

    Im Jahr 2017 wird die EEG-Umlage nach den heute (14.10.2016) bekannt gegebenen Prognosen der Übertragungsnetzbetreiber von aktuell 6,35 Cent pro Kilowattstunde auf 6,88 Cent steigen. Gleichzeitig sinken aber der Börsenstrompreis und damit die Strombeschaffungskosten für die Stromhändler.

    „Zwischen 2014 und 2016 sind die Strombeschaffungskosten von 9,75 auf 8,66 Cent pro Kilowattstunde gefallen. Grund dafür ist der sinkende Börsenstrompreis, der durch das hohe Stromangebot immer günstiger wird. Auch für 2017 ist zu erwarten, dass die Börsenstrompreise weiter fallen werden. Die Beschaffungskosten für Strom dürften 2017 auf etwa gleichem Niveau wie 2016 liegen. Wir fordern daher die Stromanbieter auf, diese Preisvorteile weiterzugeben“, kommentiert DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner.

    Die EEG-Umlage benennt transparent alle gesellschaftlichen Kosten, die mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien verbunden sind. Der Betrieb von Kohle- und Atomkraftwerken zieht Kosten nach sich, die nicht im Strompreis abgebildet sind.

    „Die EEG-Umlage erweckt den Eindruck, dass nur die Erneuerbaren Energien Kosten verursachen. Dabei ist es fossiler Strom, der den Klimawandel verursacht“, ergänzt Peter Ahmels, Leiter Energie und Klimaschutz. „Das Umweltbundesamt hat bereits 2012 festgestellt, dass Kohlestrom Folgekosten von etwa 10 Cent/Kilowattstunde verursacht. Die Bundesregierung muss durch eine ökologische Steuerreform verursachungsgerecht gegensteuern, zum Beispiel durch eine zusätzliche CO2-Abgabe auf fossilen Strom. Der bereits existierende Treibhausgas-Emissionshandel ist völlig unzureichend.“

    Hintergrund:

    Die EEG-Umlage wird jedes Jahr von den Übertragungsnetzbetreibern festgelegt. Sie gleicht die Differenz zwischen dem Börsenstrompreis und dem garantierten Preis für die Anlagenbetreiber der Erneuerbaren Energien aus. Energieintensive Industrien und Schienenbahnen sind von der EEG-Umlage weitgehend ausgenommen. Diese Ausnahmen machen etwa ein Drittel der EEG-Umlage aus.

    Informationsmaterial:

    Die Grafik zur EEG-Umlage und den Börsenstrompreisen
    161014_Grafik_EEG-Umlage_u_Boersenstrompreise.jpg

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  8. 16.10.2016 um 17:00

    BDEW zur heutigen Bekanntgabe der EEG-Umlage 2017:
    Erneuter Anstieg der EEG-Umlage verdeutlicht weiteren Reformdruck

    Von Vertrieben beinflussbarer Preisbestandteil bei nur 21,4 Prozent / Massiver Kostenanstieg bei Netzstabilitätsmaßnahmen erreicht Netzentgelte

    Berlin, 14. Oktober 2016 – „Der erneute Anstieg der EEG-Umlage verdeutlicht den weiter bestehenden Reform-Druck bei der Erneuerbaren-Förderung. Mit der EEG-Novelle 2017 ist ein erster sehr wichtiger Schritt gemacht: Die künftige Ermittlung der Förderung über Ausschreibungen wird zu einem deutlich kosteneffizienteren Ausbau der regenerativen Energien führen. Wir müssen uns jedoch die Frage stellen, wie ein künftiger Strommarkt aussehen soll, in dem die Erneuerbaren mehr als 60 Prozent des Stroms erzeugen. Dazu brauchen wir ein Konzept zur langfristigen Weiterentwicklung des EEG in Richtung marktwirtschaftlicher Instrumente. Diese Diskussion werden wir mit Blick auf 2030 und darüber hinaus weiterführen müssen“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, heute in Berlin.

    In den vergangenen Tagen habe es aus vielen Richtungen Vorschläge für alternative Modelle zur Finanzierung des Erneuerbaren-Ausbaus gegeben. „Viele dieser Modelle teilen die gleiche Schwäche: Sie führen vor allem zu einer Umverteilung der Kosten in andere Bereiche wie Wärme und Verkehr, in die Zukunft oder in den Staatshaushalt. Das wäre der falsche Weg. Im Mittelpunkt muss ein deutlich kosteneffizienterer Ausbau stehen“, so Kapferer. Im Jahr 2017 werden sich die Belastungen für Stromkunden durch die EEG-Umlage nach BDEW-Berechnungen auf etwa 24,45 Milliarden Euro summieren.
    Mit Blick auf die aktuelle Strompreis-Debatte betonte der BDEW, dass der alleinige Blick auf Beschaffungskosten und EEG-Umlage zu kurz greife: Neben den Kosten für den Stromeinkauf beeinflussen die weiterhin sehr hohen staatlichen Steuern, Abgaben und Umlagen sowie die Netzentgelte die Höhe des Strompreises. Die Energievertriebe können mittlerweile nur noch 21,4 Prozent des Strompreises direkt beeinflussen.

    In vielen Regionen muss zudem mit weiter steigenden Netzentgelten gerechnet werden. „Daran sind jedoch nicht die Netzbetreiber Schuld. Ursache für die aktuellen Entgelt-Erhöhungen sind insbesondere die immer häufiger notwendigen Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen. Dazu gehören beispielsweise die Drosselung oder Erhöhung der Stromeinspeisung von Kraftwerken („Redispatch“) und die Abregelung von Stromeinspeisung aus Erneuerbare-Energien- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen („Einspeisemanagement“). Allein hierfür mussten die Übertragungsnetzbetreiber im Jahr 2015 laut Bundesnetzagentur etwa eine Milliarde Euro aufwenden. Diese Kosten reichen die Netzbetreiber nur zeitversetzt an die Netznutzer weiter, sie erzielen daraus keine Margen. Die gestiegenen Kosten auf der Übertragungsnetzebene sind der Hauptgrund für die Netzentgelterhöhungen in den nachgelagerten Verteilernetzen. „Es kann deshalb nicht sein, dass den Verteilnetzbetreibern die Schuld hierfür in die Schuhe geschoben wird, nur weil sie am Ende der Kostenkette stehen. Hier erwarten wir von allen handelnden Akteuren mehr Ehrlichkeit“, forderte Kapferer.

    Die massiv steigenden Kosten für den Erhalt der Netzstabilität bezeichnete Kapferer als ein Alarmzeichen. „Der Netzausbau kommt aufgrund zahlreicher Hindernisse nur im Schneckentempo voran. Von den benötigten 1800 Kilometern Neubau im Übertragungsnetz konnte erst ein Drittel realisiert werden. Langwierige Genehmigungsverfahren und zahlreiche Gesetzesänderungen haben die Ausbau-Projekte verzögert. Es ist die gemeinsame Aufgabe aller Akteure, für mehr Akzeptanz beim Netzausbau zu sorgen. Hier haben uns die politischen Auseinandersetzungen in den Bundesländern leider zurückgeworfen. Statt zu bauen, wurde jahrelang nur diskutiert. Ohne Netzausbau wird die stark schwankende Stromeinspeisung aus Erneuerbaren Energien die Kosten weiter steigen lassen.“

    PM, 14.10.2016

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  9. Horst
    04.05.2016 um 18:47

    Strom wird teurer, Gaskosten leicht rückläufig

    29.04.2016 – Die lokalen Energieversorger haben ihre Preisänderungen bis inklusive Juni 2016 vorgelegt. Eine Auswertung des Verbraucherportals Verivox hat ergeben, dass für viele Verbraucher seit Beginn des Jahres Strom teurer geworden ist. Die Gaspreise sind zum Ende der Heizperiode dagegen etwas gesunken.
    Strompreise steigen

    239 von 834 Grundversorgern haben seit Jahresbeginn die Preise um durchschnittlich rund 3 % erhöht bzw. erhöhen sie im ersten Halbjahr. Dem stehen im gleichen Zeitraum 79 Versorger mit Preissenkungen gegenüber.

    Der Verivox-Verbraucherpreisindex Strom, in dem Angebote der örtlichen Grundversorger und überregionaler Anbieter berücksichtigt werden, lag im Dezember 2015 bei 1098 Euro für 4000 kWh Strom. Aktuell ist dieser Wert auf 1113 Euro angestiegen, was einer Erhöhung von rund 1,4 % entspricht.

    „Im Bereich Strom erwarten wir für private Verbraucher auch in Zukunft keine Entlastung“, sagt Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox. „Die Großhandelspreise sind zwar schon lange im Sinkflug, dafür verursachen Ausbau und Betrieb der Stromnetze zusätzliche Kosten.“

    Gaspreise leicht gesunken

    Erhöhungen der Gaspreise haben für das erste Halbjahr nur 24 von 709 Grundversorgern angekündigt. Sie liegen im Durchschnitt bei rund 4 %. Demgegenüber stehen 318 Preissenkungen um durchschnittlich 5 %.

    Im bundesdeutschen Durchschnitt wirken sich diese Preisänderungen nur geringfügig aus. Der Verivox-Verbraucherpreisindex Gas stand im Dezember 2015 für 20.000 kWh Gas bei 1276 Euro. Derzeit liegt er bei 1252 Euro, eine Senkung von knapp 2 %.

    „Das Absinken der Gaspreise im Großhandel kommt nicht flächendeckend und nicht automatisch bei den Verbrauchern an“, beobachtet Jan Lengerke. „Der Spielraum, den manche Gasanbieter bei der Preisgestaltung gewonnen haben, zeigt sich jedoch bei den großen Preisunterschieden zwischen den einzelnen Versorgern.“

    Verivox

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  10. 16.03.2016 um 17:36

    Presseinformation BDEW 16.03.2016

    Morgige Anhörung im Bundestag zum Strommarktgesetz:
    Wirtschaftliche Hemmnisse für Energiespeicher beseitigen

    Immer stärkere Eingriffe in konventionelle Kraftwerke: Kompensationsregelungen für Kraftwerksbetreiber unzureichend

    Berlin, 15. März 2016 – Anlässlich der morgigen Anhörung im Deutschen Bundestag zum geplanten Strommarktgesetz fordert der BDEW, endlich unnötige wirtschaftliche Hemmnisse für Energiespeicher zu beseitigen: „In jeder Sonntagsrede zur Energiewende wird die wichtige Rolle von Energiespeichern beim Umbau des Energieversorgungssystems betont. Gleichzeitig verschlechtern sich die wirtschaftlichen Bedingungen für den Betrieb von Batterien, Pumpspeicherwerken oder auch Power-to-Gas-Anlagen. Der Grund: Speicher werden bisher beim Strombezug als Verbraucher und bei der Stromrückspeisung als Erzeuger behandelt und zweimal zur Kasse gebeten. Die Politik sollte Speicher im geplanten Strommarktgesetz von allen Letztverbraucherabgaben und -entgelten befreien, wie dies bis 2008 bereits der Fall gewesen ist“, sagte BDEW-Hauptgeschäftsführer Martin Weyand heute in Berlin. Auch der Bundesrat hat im Rahmen seiner Beschlüsse zum Regierungsentwurf des Strommarktgesetzes die Bundesregierung mit Nachdruck aufgefordert, Hemmnisse für die Errichtung und den Betrieb von Energiespeichern zu beseitigen.

    Mit Blick auf die im Strommarktgesetz vorgesehenen Regelungen zu so genannten Redispatch-Maßnahmen sagte Weyand: „Der starke Anstieg der Eingriffe in den Betrieb von Kraftwerken zur Stabilisierung der Stromnetze zeigt deutlich, dass solche Eingriffe nicht mehr als Notfallmaßnahme bezeichnet werden können. Sie stellen zunehmend den Normalfall dar. Erforderlich ist deshalb ein angemessener Ausgleich für die stark steigenden Kosten, die den Kraftwerksbetreibern hierbei entstehen. Mit der im Strommarktgesetz vorgeschlagenen Regelung soll den Kraftwerksbetreibern aber nur ein Teil der Kosten ersetzt werden. Das ist für die Branche nicht nachvollziehbar. Wenn Kraftwerke nicht nur ausnahmsweise, sondern immer häufiger zur Stabilisierung des Netzes herangezogen werden, dann brauchen wir hierzu auch Vergütungsregelungen, die diesen neuen Normalfall gerecht abbilden.“ Redispatch-Maßnahmen haben in den letzten Jahren rasant zugenommen: Während im Jahr 2010 insgesamt 306 Gigawattstunden (GWh) ‚redispatcht‘ wurden, betrug die Gesamtarbeit im Jahr 2015 bereits über 11.000 GWh. Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf hat bereits im April 2015 zahlreiche Kostenarten genannt, die den Kraftwerksbetreibern bei Redispatch-Maßnahmen erstatten werden sollten. „Der Vorschlag der Bundesregierung greift das Urteil aber nicht nur nicht auf, sondern führt darüber hinaus zu einer systematisch zu geringen Vergütung. Es ist unverständlich, dass die Bundesregierung diese gerichtliche Grundsatzentscheidung außer Acht lässt, zumal auch der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum Strommarktgesetz Kritik an den vorgesehenen Regelungen übt“, so Weyand.

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  1. 21.10.2018 um 06:00
  2. 16.03.2017 um 06:01

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