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Interessante Bauphysik: Innendämmung

detektiv„Im Winter stellt sich ein Temperaturunterschied zwischen der Innen- und Außenseite einer Wand ein. Entlang des Temperaturunterschiedes bildet sich auch ein Dampfdruckgefälle und in Folge ein Dampfdiffusionsstrom aus, der auf der kalten Seite der Wärmedämmung zu einer Feuchteanreicherung führt. Dampfdiffusionsdichte Aufbauten unterbinden diesen Diffusionsstrom durch den Einbau einer Dampfbremse oder eines dampfdichten Dämmstoffes. Anders verhalten sich moderne, dampfdiffusionsoffene und kapillaraktive Innendämmungen, … kann anfallendes Kondensat aufgrund seiner kapillaraktiven Eigenschaften schnell aufnehmen und von der kalten Seite der Dämmung weg transportieren. Der diffusionsoffene Wandaufbau ermöglicht zudem eine Austrocknung der Konstruktion nach innen und außen. Feuchtespitzen der Raumluft werden im Dämmsystem zwischengespeichert und bei Entlastung wieder abgegeben.“

Das beschreibt uponor in einem Artikel bei Haustechnikdialog, in dem es um die Kombination von Innendämmung und Flächenheizung geht. So weit nichts Neues, diese Beschreibung der nicht mehr ganz so neuen Wunderwaffe ist hinlänglich bekannt.

Was stets bei der Beschreibung fehlt: im Winter ist das Dampfdruckgefälle immer nach außen gerichtet, so dass die Diffusion stets nach außen durch die Wand erfolgt. Wenngleich die gleichzeitige gegenläufige Erscheinung von Diffusion und Kapillartransport möglich und bekannt ist: die Kreislaufsituation (dampfförmig/flüssig)  bewirkt ein stetiges, modulierendes Feuchtepotenzial, was die Wärmeleitfähigkeit von Wand und Innendämmung verbessert (um nicht zu sagen: die Dämmwirkung verschlechtert).

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