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Adios, GDI. Dämmstoffverband wird aufgelöst.

rotefahne„Nach heftiger Kritik aus der Öffentlichkeit und auf internen Druck löst sich der Gesamtverband der deutschen Dämmstoffindustrie GDI auf. „Ab dem 1. Oktober sind wir offiziell in Liquidation“, sagte eine Sprecherin zu e21.info. Ende des Jahres soll die Auflösung des Verbandes, der beinahe vier Jahrzehnte bestand, abgeschlossen sein. „Zum Teil schwerwiegende Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Gebäudeenergieeffizienz und Wärmedämmung in Verbindung mit direkten Angriffen auf industrielle Dämmstoffe des GDI machen einen Neuanfang notwendig“, erklärte sie.

Die Dämmstoffindustrie sah sich in letzter Zeit massiven Vorwürfen ausgesetzt, etwa dass sich Gebäudedämmungen wirtschaftlich nicht lohnten und noch dazu gesundheitsgefährdend seien.

Zu schaffen machte dem Verband auch eine Affäre um vermeintlich falsche Qualitätssiegel. Der GDI ist zuständig, Dämmstoffe der einzelnen Hersteller zu normen und zu überwachen. Laut Medienberichten sollen Hersteller das Siegel zu Unrecht erhalten haben.

Hinter dem möglichen Neuanfang steckt auch der Wunsch, bei der Berliner Politik mehr Gehör zu finden.“

e21.info: Dämmstoffverband wird aufgelöst, 22.09.2015

***

BAUFÜSICK:
Das bedeutet aber noch lange nicht das Ende der Lügen Lobby-Arbeit.
Man beachte den „Wunsch, bei der Berliner Politik mehr Gehör zu finden.“
Die Politikerdarsteller werden schon noch handzahm gemacht.
Es gibt ja noch genug Fachverbände und willfährige Helfer.
Beim FV WDVS wurden im Mai 2015 Vorstand und Geschäftsführer ausgewechselt.
„Wahnsinn Wärmedämmung“ wird uns noch lange verfolgen.

***

Mit zu den wertvollen Beiträgen des GDI gehört dieser:
Dämmstoffe-News
2015-08-11 13:53
Trägt die EnEV 2014 zum Klimaschutz bei? – Wir sagen ja!
Architekt und „Dämmkritiker“ Konrad Fischer behauptet: weder gäbe es menschengemachte Erderwärmung durch CO2-Ausstoß noch fossile Erdöl-und Erdgasquellen, die eines Tages versiegen. Klimaschutz sei darum Unsinn. Energiesparen, wie es beispielsweise die EnEV 2014 vorschreibt, bringe daher auch nichts.
Wir sagen: Das ist falsch! Richtig ist: Energie einzusparen, um damit Energieressourcen zu sichern und das Klima zu schützen, ist eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahrzehnte. Regelwerke wie die EnEV funktionieren.
Mehr dazu auf www.ikz.de

Von hohem Unterhaltungswert ist die Diskussion zu einer Studie des Fraunhofer IBP:

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Kategorien:Wärmedämmung Schlagwörter: ,
  1. Detlef
    15.02.2017 um 11:32

    Die Energiewende ist ein Thema, das alle etwas angeht. Dabei spielen Gebäude eine wichtige Rolle. Der neue Dachverband „BuVEG – Die Gebäudehülle“ setzt sich aus wichtigen Unternehmen und Verbänden zusammen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, für das Energieeinsparpotenzial von Gebäuden stärker zu sensibilisieren. Dazu entwickeln sie Strategien zur Sanierung und Nutzung neuer Technologien, um Energie einzusparen.

    Gebäude sind mit circa 40 Prozent am Verbrauch der produzierten Energie beteiligt. Sie bieten damit ein großes Potenzial, viel Energie einzusparen und sie künftig effizienter zu nutzen. Dafür setzt sich der neue Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) ein. Bekannte Unternehmen wie BASF, Saint Gobain Isover, Knauf Insulation, Deutsche Rockwool, Schüco, Sto, URSA, Velux und weitere Industrieverbände gehören zu den Gründungsmitgliedern. Als Vorstandsvorsitzender wurde Michael Wörtler berufen. „Der BuVEG ist die Stimme für die Hülle als Ganze. Eine solche Stimme für die Gebäudehülle hat zu lange gefehlt. Auch deshalb hat die Hülle heute weder in der politischen noch in der gesellschaftlichen Debatte die Bedeutung, die ihr eigentlich zusteht. Wir sind angetreten, das zu ändern.“

    BuVEG fordert Effizienz und bessere Lebensräume

    Der BuVEG versteht sich als Ansprechpartner für Medien und Politik. Die Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, auf das hohe Potenzial hinzuweisen, das in der Sanierung alter Gebäude steckt. Dafür ist nur wenig Aufwand nötig, es kann jedoch viel Energie eingespart und der Ausstoß an Treibhausgasen verringert werden. Derzeit liegt die Sanierungsquote bei einem Prozent pro Jahr. Der Dachverband fordert eine Erhöhung auf mindestens zwei Prozent jährlich. Zudem soll aufgezeigt werden, dass sogenannte aktive Fassaden nach einer Sanierung nicht nur gut aussehen können. Sie absorbieren Schall und können Schadstoffe aus der Luft neutralisieren.

    Die Energiewende voranbringen

    Es sollen nicht nur Worte fließen, sondern Taten folgen. BuVEG-Geschäftsführer Jan Peter Hinrichs sieht seine Arbeit in einem besonderen Licht: „Wir verstehen die Hülle als Gesamtsystem und können so viel besser auf übergeordnete Fragen antworten und zu übergeordneten Problemen die passenden Lösungen finden. Wir wollen den Blick darauf lenken, wie man im Rahmen der Energiewende mit der Gebäudehülle Energie einsparen und dabei die persönliche Lebenswelt und Umwelt positiv gestalten kann. Das könnte auch der Energiewende zu größerer Akzeptanz verhelfen.“ Dies soll zum Beispiel durch die Bildung eines Energieministeriums erreicht werden. Außerdem sollten schon in der Planung von Sanierungen und neuen Gebäude Architekten, Ingenieure und Planer eng zusammenarbeiten, um ein gutes Ergebnis mit dem kleinstmöglichen Aufwand zu erreichen.

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  2. 19.12.2015 um 11:41

    In eigener Sache: Ab dem 1.10.2015 beginnt die Liquidation des GDI

    2015-10-01 08:19

    Der Gesamtverband Dämmstoffindustrie GDI e.V. i.L. steht nach beinahe vier Jahrzehnten vor seiner Auflösung. Ab 1. Oktober 2015 befinden wir uns offiziell in Liquidation.
    Der GDI war für seine Mitgliedsverbände Industrieverband Hartschaum e.V. (IVH), Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V. (IVPU), Fachvereinigung Polystyrol-Extruderschaumstoff (FPX) und Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI) ein angesehener Gesprächspartner der Bundesregierung und des Deutschen Bundestag bei der Fachdiskussion über die verschiedenen Wärmeschutz- und Energieeinsparverordnungen.
    Er war sowohl Ansprechpartner der Bundesländer als auch des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) in Diskussion über die Umsetzung zahlreicher Verordnungen in die Bauordnungen der Länder.
    Gemeinsam mit der Glas- und Fensterindustrie sowie der Heizungsindustrie hat der GDI zusammen mit der Deutschen Energie-Agentur (dena) insbesondere für die Einführung des Energiebedarfsausweises und dessen politische Akzeptanz gekämpft.
    In diesem Bewusstsein ist die formale Auflösung des GDI zum Ende 2015 als die Chance zu einer noch effizienteren Beteiligung und Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen zum Gelingen der Energiewende zu verstehen.
    Zum Teil schwerwiegende Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Gebäudeenergieeffizienz und Wärmedämmung in Verbindung mit direkten Angriffen auf industrielle Dämmstoffe des GDI machen einen Neuanfang notwendig. Damit soll den gesellschaftlichen Erfordernissen der Zeit entsprochen werden. Es fanden schon Tage nach der formalen Kündigung der GDI-Fachverbände Gespräche aller Beteiligten statt, um diesen Neuanfang gestärkt zu organisieren. Die Bemühungen werden in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt.
    Die Dämmstoffindustrie darf in Berlin nicht ohne Stimme sein. Zu wichtig ist das Gelingen der Energiewende mittels Steigerung der Gebäudeenergieeffizienz durch Wärmedämmung. Im Konzert mit Fenster, Heizung und auch der erneuerbaren Energien bleibt die Dämmung der Gebäudehülle ein wichtiger Eckpfeiler zur Energieeinsparung und damit der Ressourcenschonung, des Umweltschutzes durch CO2-Einsparung sowie der Steigerung der Haushaltseinkommen.

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  3. 22.10.2015 um 13:30

    Einen Vorgeschmack auf das, wohin der Hase laufen soll, gibt SG-Weber:
    vollmineralisch, dickschichtig, dick geputzt = noch teurer

    „Neue Broschüre zeigt Vorteile von dickschichtigem WDVS
    Vollmineralische Wärmedämm-Verbundsysteme sind bei Architekten und Planern erste Wahl, wenn es um einen hohen Brand-, Schall- und Schlagschutz geht. Noch mehr Sicherheit gegen Schäden durch Spechte, Hagel oder Vandalismus bietet das weber.therm Dickputz WDVS von Saint-Gobain Weber. Das mechanisch hoch belastbare System eignet sich optimal für den Einsatz an Schulfassaden, Krankenhäusern und großen Wohnungsbauten. Eine neue Broschüre erläutert die Vorteile des bewährten Systems.“
    Aus dem Newsletter vom 22.10.2015

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  4. 22.09.2015 um 17:55

    Wie schade! Es kommt ja nie was Besseres nach. Schöner und vor allem treffsicherer kann man doch wirklich nicht in den verdämmten Ofen schießen, als mit Wickert und anderen Zauberflöten, die der GDI „Das Hohe Lied des Dämmstoffs“ aus dem letzten Loch pfeifen ließ …

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  1. 15.02.2017 um 11:50

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