Startseite > Energieverbrauchsanalysen, Wirtschaftlichkeit > Das UBA stemmt neue Rekorde: der Erweiterungsbau

Das UBA stemmt neue Rekorde: der Erweiterungsbau

baustelleDas Umweltbundesamt (UBA) vergrößert sich an seinem Hauptsitz in Dessau-Roßlau. Neben dem 2005 fertiggestellten Hauptgebäude entsteht ein zweites Bürogebäude mit rund 100 Arbeitsplätzen. Der Neubau wird erneut ein ökologischer Bau der besonderen Art mit Vorbildwirkung: Er wird sich vollständig selbst durch erneuerbare Energie versorgen – durch Photovoltaik und Wärmepumpe. Zudem werden umweltverträgliche Baustoffe wie Recyclingbeton und Hanfdämmung verbaut.
Als erster Schritt im Bauprojekt wird das Hauptgebäude im Sommer 2015 umgebaut und erhält einen vergrößerten Eingangsbereich, der dem Erweiterungsbau gegenüber liegt. Im Frühjahr 2016 beginnen die Rohbauarbeiten für den Erweiterungsbau. Der Einzug ist für Ende 2017 vorgesehen.
Der Neubau kostet rund 13,3 Millionen Euro und setzt innovative Maßstäbe im nachhaltigen Bauen. Das Hautgebäude nahm diese Vorreiterrolle bereits vor zehn Jahren ein. Jetzt entsteht ein Plus-Energie-Gebäude, so dass auf dem Gelände trotz etwa einhundert neuer Arbeitsplätze und einem großem Konferenzbereich nicht mehr Energie verbraucht wird als vorher. …“

Usw. usf. berichtet stolz das UBA am 28.04.2015 unter der Überschrift „Energieautark und Öko-Vorbild: Erweiterungsbau des UBA in Dessau-Roßlau. Bauprojekt startet im Sommer 2015 – Fertigstellung 2017“. Je nach Gusto kommt da Neid auf, oder auch Stolz auf die taffen Energiesparer. Sicher wird der eine oder andere Pessimist in Frage stellen, dass die überschäumende Euphorie gerechtfertigt ist.

Eine Meldung des Bundesrechnungshofes aus 2012 könnte dem Recht geben, lautete doch das ernüchternde Ergebnis der damaligen Überprüfung:
„Die Ergebnisse sind ernüchternd. Das Gebäude des Umweltbundesamtes taugt kaum als ökologisches Vorbild. Denn die Betriebskosten lagen im geprüften Zeitraum um rund 50 % höher als bei herkömmlichen Verwaltungsgebäuden und …“
Lesen Sie selbst:
Was taugt die teure Öko-Bude vom UBA?

Aus Lesersicht für viele ein Schenkelklopfer,
aus Sicht der Steuerzahler eher zum Weinen.
Ob die Hanfdämmung aus eigenen Beständen kommt?

  1. 08.04.2016 um 14:03

    PM UBA, Nr. 13/2016 vom 08.04.2016
    Fundament für ein ökologisches Vorbild

    Grundsteinlegung zum Erweiterungsbau in Dessau-Roßlau

    Am Freitag, dem 8. April 2016, wurde der Grundstein für den Erweiterungsbau des Umweltbundesamtes (UBA) im Dessauer Gasviertel gelegt. Das vom Berliner Architekturbüro „Anderhalten Architekten“ entworfene Plus-Energie-Gebäude wird – wie das Haupthaus – ein ökologischer Bau der besonderen Art. Die benötigte Energie erzeugt das Haus zu 100 Prozent selbst – durch Photovoltaik und Erdwärme. Zudem kommen umweltverträgliche Baustoffe wie Recyclingbeton und Hanfdämmung zum Einsatz.

    Am Freitag, dem 8. April 2016, wurde der Grundstein für den Erweiterungsbau des Umweltbundesamtes (UBA) im Dessauer Gasviertel gelegt. Das vom Berliner Architekturbüro „Anderhalten Architekten“ entworfene Plus-Energie-Gebäude wird – wie das Haupthaus – ein ökologischer Bau der besonderen Art. Die benötigte Energie erzeugt das Haus zu 100 Prozent selbst – durch Photovoltaik und Erdwärme. Zudem kommen umweltverträgliche Baustoffe wie Recyclingbeton und Hanfdämmung zum Einsatz.

    Vor fast 14 Jahren wurde nur wenige Meter weiter der Grundstein für das Hauptgebäude des UBA gelegt. Dieses gilt bis heute als ein ökologischer Musterbau. Auch der neue Erweiterungsbau will wieder Vorbild sein, der neue Standards bei Bundesbauten setzt. Es entsteht ein Plus-Energie-Gebäude, welches sich im Betrieb komplett selbst mit erneuerbaren Energien versorgt. Auf dem gesamten Gelände wird daher nicht mehr Energie verbraucht als vorher – trotz des neuen Gebäudes mit etwa einhundert Arbeitsplätzen und einem großen Konferenzbereich.
    Noch eine Besonderheit: Die gesamte Baustelle wird umweltfreundlich mit zertifiziertem Strom aus Wasserkraft betrieben.

    Einziehen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit 2008 nicht mehr im UBA-Hauptgebäude, sondern im Fürst Leopold Carré in angemieteten Büros arbeiten müssen. Nun werden die Arbeitsplätze mit kurzen Wegen auf einem Grundstück errichtet.

    Das Hauptgebäude hat bereits einen vergrößerten und neu gestalteten Eingangsbereich erhalten, der dem Erweiterungsbau gegenüber liegt. Nun beginnen die Rohbauarbeiten. Noch in diesem Jahr findet das Richtfest statt. Im Frühjahr 2017 soll die Fassade fertiggestellt sein. Nach geothermischen Bohrungen zur Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes wird im Herbst 2017 die Gestaltung der Außenanlagen beginnen. Der Einzug ist für Ende 2017 vorgesehen. Dann startet auch das betriebsbegleitende Monitoring, um die Haustechnik zu optimieren und zu schauen, ob das Ziel „Plus-Energie-Haus“ tatsächlich erreicht wird und wo es Optimierungsbedarf gibt.

    Das Gebäude wird im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, dem Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt und der Landesbauverwaltung Sachsen-Anhalt errichtet und 13,5 Millionen Euro kosten.

    Liken

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: