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Energieverbrauch 2014

PEV1990bis2014AGEBEnergieverbrauch dank milder Witterung deutlich gesunken AG Energiebilanzen legt detaillierte Berechnungen für 2014 vor / Prognose bestätigt
Der Jahresbericht der AG Energiebilanzen bietet zusätzlich zu den aktualisierten Daten der Verbrauchsentwicklungen ausführliche Detailinformationen zur Energieeffizienz, zur Preisentwicklung sowie eine erste Abschätzung der energiebedingten CO2-Emissionen.
Der Jahresbericht ist damit auch eine wichtige Daten- und Arbeitsgrundlage für das von der Bundesregierung beschlossene Monitoring zur Energiewende.

Der Bericht ist abrufbar unter:
http://www.ag-energiebilanzen.de/index.php?article_id=29&fileName=ageb_jahresbericht2014.pdf

Aktuelle Infografiken sind anrufbar unter:http://www.ag-energiebilanzen.de/21-0-Infografik.html

PEV1990bis2014AGEBBild 1: Der Energieverbrauch in Deutschland sank 2014 auf den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Den größten Einfluss auf den Rückgang um knapp 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr hatte die mildere Witterung. Bis etwa 1995 wurde der gesamtdeutsche
Energieverbrauch stark durch den wirtschaftlichen Umbruch in den neuen Ländern geprägt. Zwischen 1995 und 2005 verlief die Verbrauchsentwicklung relativ konstant. Seit 2006 ist ein deutlich rückläufiger Trend zu beobachten. Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen – 03/2015

AGEB, 10.03.2015

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Energieverbrauch dank milder Witterung deutlich gesunken. AG Energiebilanzen legt detaillierte Berechnungen für 2014 vor / Prognose bestätigt

Berlin/Köln (10.03.2015) – Die milde Witterung hat im vergangenen Jahr für einen deutlichen Rückgang des Energieverbrauchs in Deutschland gesorgt. Der jetzt von der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen vorgelegte Bericht zur Entwicklung des Energieverbrauchs 2014 bestätigt die Ende des vergangenen Jahres vorgelegte Prognose: Insgesamt sank der inländische Energieverbrauch gegenüber 2013 um 4,7 Prozent auf 13.077 Petajoule (PJ) oder 446,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE).

„Damit erreichte der Energieverbauch 2014 den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung“, erläuterte das geschäftsführende Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Hans-Joachim Ziesing, die Berechnungen anlässlich der Vorlage der vorläufigen Jahresdaten zum Energieverbrauch in Deutschland. „Mit Ausnahme der erneuerbaren Energien ging der Verbrauch aller Energieträger mehr oder weniger kräftig zurück,“ sagte Ziesing weiter.

Das Mineralöl verzeichnete einen insgesamt moderaten Rückgang um reichlich ein Prozent auf 4.577 PJ oder 156,2 Mio. t SKE. Dem witterungsbedingt gesunkenen Absatz an Heizöl standen Zuwächse bei Rohbenzin und allen Kraftstoffen gegenüber. Der Erdgasverbrauch veringerte sich um fast 13 Prozent auf 2.674 PJ oder 91,2 Mio. t SKE. Zu dieser Entwicklung trugen insbesondere die im Vegleich zum Vorjahr deutlich höheren Temperaturen während der Heizperiode bei. Der Verbrauch von Steinkohle sank insgesamt um rund 8 Prozent auf 1.647 PJ oder 56,2 Mio. t SKE. Der Verbrauchsrückgang geht im Wesentlichen auf den wachsenden Einsatz erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung zurück.

Der Verbrauch an Braunkohle nahm um fast 4 Prozent auf 1.572 PJ oder 53,6 Mio. t SKE ab. Infolge mehrerer Revisionen verminderte sich der Einsatz in den Kraftwerken und die Braunkohlenstromerzeugung lag um etwa 3 Prozent unter der des Vorjahres. Die Kernenergie leistete einen nahezu unveränderten Beitrag zur Energieversorgung, da 2014 kein weiteres Kernkraftwerk vom Netz genommen wurde.

Die erneuerbaren Energien legten 2014 nur leicht zu. Die Nutzung der regenerativen Ressourcen stieg um ein halbes Prozent auf 1.453 PJ oder 49,6 Mio. t SKE. Die Windkraft verzeichnete ein Plus von 8,2 Prozent, bei der Photovoltaik fiel der Zuwachs mit 12,6 Prozent kräftiger aus. Bei der Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) kam es dagegen zu einem Rückgang um knapp 11 Prozent.

Die inländische Energiegewinnung nahm 2014 um 3,2 Prozent auf 3.880 PJ oder 132,4 Mio. t SKE ab. Während die Gewinnung fossiler Rohstoffe in Deutschland insgesamt zurückging, konnten die erneuerbaren Energien einen Zuwachs von 0,5 Prozent verbuchen. Die Importquote der deutschen Energieversorgung sank – bedingt durch den kräftigen Rückgang des Gesamtverbrauchs – insgesamt leicht auf 70 Prozent. Die Stromerzeugung verzeichnete einen Rückgang um 3 Prozent auf brutto 614 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Während die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern durchweg abnahm, verzeichneten die erneuerbaren Energien einen Zuwachs von reichlich 5 Prozent. Der inländische Stromverbrauch ging um 3,5 Prozent auf 578,5 Mrd. kWh zurück.

Wie die AG Energiebilanzen berechnete, sanken die energiebedingten CO2-Emissionen zum Teil witterungsbedingt im vergangenen Jahr um reichlich 5 Prozent oder etwa 40 Mio. t. Der Jahresbericht der AG Energiebilanzen bietet zusätzlich zu den präzisen Daten der Verbrauchsentwicklungen Detailinformationen zum temperaturbereinigten Verbrauch, der Energieeffizienz, den Importanteilen, der inländischen Produktion, zur Preisentwicklung sowie eine erste Abschätzung der energiebedingten CO2-Emissionen. Der Jahresbericht ist damit eine wichtige Daten- und Arbeitsgrundlage für das von der Bundesregierung beschlossene Monitoring zur Energiewende.

energiemix2014agebBild 2: Der Primärenergieverbrauch sank in Deutschland 2014 um knapp 5 Prozent auf 13.077 Petajoule (PJ) beziehungsweise 446,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen – 03/2015

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  1. 20.06.2015 um 17:36

    AGEB: Bedarf an Heizenergie gestiegen
    Mineralöl und Erdgas im Plus / Weniger Kohle / Mehr Strom aus Erneuerbaren Energien

    Berlin/Köln (29.05.2015) – Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten drei
    Monaten des laufenden Jahres knapp 5 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
    Für den Zuwachs ist vor allem die gegenüber dem sehr milden Vorjahr deutlich kühlere
    Witterung verantwortlich. Besonders hohe Zuwächse verzeichneten deshalb Heizenergien wie
    das Erdgas und das Mineralöl, teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen auf Basis erster
    Berechnungen mit. Außergewöhnlich hoch lag außerdem der Zuwachs bei der Windenergie.
    Insgesamt erreichte der Energieverbrauch im ersten Quartal 2015 eine Höhe von 3.700
    Petajoule (PJ) beziehungsweise 126,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE).
    Der Mineralölverbrauch erhöhte sich im 1. Quartal insgesamt um rund 7 Prozent. Etwa zwei
    Drittel der Zunahme entfielen auf leichtes und schweres Heizöl, deren Absatz um 18 Prozent
    beziehungsweise 29 Prozent anstieg. Der positive Konjunkturverlauf sorgte zudem für einen
    Anstieg der Nachfrage der Industrie nach Rohbenzin um rund 8 Prozent. Der Absatz von
    Kraftstoffen stieg insgesamt um rund 3 Prozent.
    Der Erdgasverbrauch lag mit 12 Prozent im Plus. Vor allem die im Vergleich zum Vorjahr
    deutlich niedrigeren Temperaturen im Februar und März führten zu einem höherem Erdgaseinsatz
    im Wärmemarkt. Der Einsatz von Erdgas in den Kraftwerken der Stromversorger lag
    leicht über dem Vorjahresniveau. Von der Industrie gingen keine verbrauchssteigernden
    Impulse aus.
    Der Verbrauch an Steinkohle in Deutschland lag im 1. Quartal 2015 um 2 Prozent niedriger
    als im Vorjahreszeitraum. Sowohl in der Stromerzeugung wie auch in der Eisen- und Stahlproduktion
    ging der Einsatz zurück.
    Die um etwa 1 Prozent geringere Stromerzeugung der inländischen Braunkohlenkraftwerke
    sorgte für einen leichten Rückgang bei der Braunkohlenförderung, weil erneut mehr als 90
    Prozent der Gewinnung zur Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt wurden.
    Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag am gesamten Energieverbrauch im
    ersten Quartal 2015 um knapp 4 Prozent. Außergewöhnlich stark war der Zuwachs bei der
    Windenergie mit einem Plus von 32 Prozent. Die Photovoltaik verzeichnete dagegen ein
    Minus von 11 Prozent.

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  1. 25.03.2015 um 14:34

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