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Dämmstoffpropaganda: dena bürstet Dr. Arentz ab

gefaengnisDie dena widerspricht den Ausführungen von Dr. Oliver Arentz vom Institut für Wirtschaftspolitik an der Uni zu Köln in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 24. Oktober 2014

Die Steigerung der Energieeffizienz in Deutschlands Gebäuden ist ein zentrales Element für das Gelingen der Energiewende. Energieeffizienz reduziert nicht nur kostengünstig die CO2-Emissionen, sondern schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Handwerk sowie Industrie und reduziert die Abhängigkeit von Energieimporten, was zu einer Erhöhung der Versorgungssicherheit führt.Energieeffiziente Gebäude sichern auch in Zukunft für Mieter und Hausbesitzer ein bezahlbares Wohnen, steigern den Wohnkomfort und den Wert der Immobilie. Viele Gebäude in Deutschland sind energetisch in unzureichendem Zustand. 75 Prozent wurden vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1978 gebaut – in einer Zeit, in der es noch keinerlei energetische Standards gab, da Energie vergleichsweise günstig und der Klimawandel noch unbekannt war.

Dr. Oliver Arentz, Wissenschaftler an der Universität zu Köln, stellt in dem Artikel „Der zweifelhafte Nutzen der Klimaauflagen für Hausbesitzer“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 24. Oktober 2014 alle Vorteile der energetischen Gebäudesanierung infrage, beziehungsweise bewertet sie sogar pauschal als negativ. Er spricht von mangelnder Rentabilität, zu starren Vorgaben und realitätsfremden Rechenmodellen. [BAUFÜSICK: da hat er Recht. Den Rest können Sie getrost als Propaganda abtun.]

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) nimmt im Folgenden zu den wichtigsten Punkten Stellung, auf Basis einer breiten und qualifizierten Expertise, die durch viele Praxisbeispiele belegt werden kann:

Wirtschaftlichkeit von Sanierungen

Bereits seit mehr als zehn Jahren begleitet die dena in ihren Sanierungsstudien fachlich und wissenschaftlich mehr als 400 hocheffiziente energetische Modernisierungsvorhaben in ganz Deutschland. Das Ergebnis: Energetische Sanierungen lohnen sich [BAUFÜSICK: selten!]. Voraussetzung ist, dass sie im normalen Sanierungszyklus eines Gebäudes durchgeführt werden. Wenn zum Beispiel die Fassade renoviert werden muss, dann ist es auch sinnvoll, eine energetische Modernisierung vorzunehmen, was höchst kosteneffizient ist.

Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, betont: „Wir haben in unseren zahlreichen Modellvorhaben Modernisierungen und Neubauten systematisch begleitet und ausgewertet. Die Maßnahmen sind wirtschaftlich und der Energieverbrauch nach Fertigstellung wird signifikant gesenkt.“  [BAUFÜSICK: ach ja, die Modelle. Das erinnert irgendwie an den Klimakatastrophenzionnober á la PIK Ramstorf und Konsorten.]

Verbraucherverhalten und Wohnkomfort

Dr. Arentz meint: „Letztlich entscheidet das Nutzungsverhalten der Bewohner über den Energieverbrauch – und nicht die Eigenschaft des Gebäudes.“ Dies widerspricht jeglichen bauphysikalischen Grundlagen. „Ein unsaniertes Haus mit einem hohen Energiebedarf wird immer mehr Energie verbrauchen als ein modernisiertes Niedrigenergiehaus. Unabhängig davon, ob die Nutzer sparsam oder großzügiger heizen“, so Kohler.

Die Kritik, dass bei Berechnungen das Verbraucherverhalten nicht berücksichtigt und dadurch mit zu hohen Einsparpotenzialen gerechnet werde, weist Kohler zurück: „Wir haben genau dies in unserer Verbrauchsstudie thematisiert: Untersucht wurde der Energieverbrauch von 63 hocheffizient sanierten Wohngebäuden, bei denen eine Energieeinsparung von durchschnittlich 80 Prozent angestrebt worden war. Das Ergebnis: Im Mittel konnte der Energieverbrauch um 76 Prozent gesenkt werden – also fast eine Punktlandung. Auch die Zufriedenheit der Bewohner von Effizienzhäusern haben wir untersucht. So würden sich 86 Prozent der Befragten erneut für den gewählten energetischen Standard entscheiden. 12 Prozent würden künftig sogar eine noch höhere Energieeffizienz anstreben. Daher wollen auch 97 Prozent nie wieder in einem unsanierten Gebäude wohnen.“ [BAUFÜSICK: wo sind die Daten? Liebe dena, nicht daherreden – veröffentlichen.]

Die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt

Dr. Arentz bescheinigt dem deutschen Gebäudebestand eine „beachtliche Energieeffizienz“ und behauptet, dass die strikten politischen Vorgaben dazu führten, dass nicht saniert werde. [BAUFÜSICK: Stimmt, siehe Link unten.] Die Aussagen zur vermeintlich hohen energetischen Qualität scheinen eher Unkenntnis zu sein und haben mit der [BAUFÜSICK: dena-] Wirklichkeit wenig zu tun. Seriöse Untersuchungen zum Gebäudebestand belegen genau das Gegenteil, weshalb die Bundesregierung ihre Aktivitäten in diesem Bereich zukünftig auch verstärken wird. Dabei lässt sie bewusst sehr flexible Lösungen zu, die technologieoffen, neutral und ohne Zwang zur Sanierung sind. [BAUFÜSICK: Seit wann denn das?]

Die richtige Kombination zwischen Ordnungsrecht, Förderinstrumenten und Marktinstrumenten schafft die Voraussetzung für funktionierende Effizienzmärkte. Genau zu diesem Zweck hat die dena mit Partnern aus der Wirtschaft, dem Handwerk und der Forschung die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) gegründet, um Hausbesitzer über Motivation, Beratung und Markttransparenz zu informieren. Die Bundesregierung hat als Anreiz für Modernisierungen mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm ein Erfolgsprogramm aufgesetzt: Jeder eingesetzte Fördereuro löst 8 bis 12 Euro an privaten Investitionen aus. Geld, mit dem Hauseigentümer in die eigenen vier Wände investieren und so den Wohn- und Immobilienwert aufbessern.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 einen weitgehend klimaneutralen Gebäudebestand zu realisieren – ein Ziel, das nach Einschätzung der dena durchaus realistisch ist. Ziel der Sanierungsstrategie der Bundesregierung ist es nicht, den gesamten deutschen Gebäudebestand in Höchstgeschwindigkeit rundum zu sanieren – das wäre in vielen Fällen weder notwendig noch wirtschaftlich sinnvoll. Vielmehr wird mit Augenmaß vorgegangen. Denn bis 2050 werden bei praktisch allen Bestandsgebäuden ohnehin Modernisierungsmaßnahmen an Gebäudehülle und Anlagentechnik fällig. Und genau diese Anlässe sollten konsequent für eine energetische Modernisierung genutzt werden. Dabei wird der Gebäudeeigentümer durch qualifizierte Experten unterstützt. Die Energieeffizienz-Expertenliste vom Bundeswirtschaftsministerium, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sowie der KfW Bankengruppe unter energie-effizienz-experten.de weist ihm den Weg zu mehr als 12.000 qualifizierten Fachleuten vor Ort.

Energieeffizientes Bauen und Modernisieren ist heute also mit gesicherter Qualität möglich, wirtschaftlich [BAUFÜSICK: selten!] umsetzbar und eine gute Investition in die Zukunft. [BAUFÜSICK: Ihr meint wohl die 11%-Umlage?]

PM der dena vom 27.10.2014
Energetische Gebäudemodernisierung: Alles spricht dafür

Tipp: Wer wissen möchte, was der Angeklagte Dr. Arentz verzapft hat, muss etwas Spielgeld an die FAZ abgeben, denn den Artikel gibt es nur noch im Archiv. Dass er Recht hat, können Sie hier nachlesen, diese gute Zusammenfassung zum Stand der Wissenschaft kann man nicht genug immer und immer wieder empfehlen:

Warum Hauseigentümer ungern energetisch sanieren

Und was kommt raus dabei?

Den Deutschen vergeht die Lust am Dämmen

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  1. 12.11.2014 um 17:50

    GEB-NL 2014-26: Der Gebäudeenergieberater
    kaut das Gesülze der dena nach (na, wen wunderts?):
    http://www.geb-info.de/gentner.dll?AID=616423
    Hier ein Auszug:
    „Dr. Arentz bescheinigt dem deutschen Gebäudebestand eine ‚beachtliche Energieeffizienz‘ und behauptet, dass die strikten politischen Vorgaben dazu führten, dass nicht saniert werde. Die Aussagen zur vermeintlich hohen energetischen Qualität scheinen eher Unkenntnis zu sein und haben mit der Wirklichkeit wenig zu tun. Seriöse Untersuchungen zum Gebäudebestand belegen genau das Gegenteil, weshalb die Bundesregierung ihre Aktivitäten in diesem Bereich zukünftig auch verstärken wird.“
    Mit anderen Worten: liebe Grüße aus dem Paralleluniversum.
    Wollen Sie wissen, wie es wirklich aussieht?
    Dann lesen Sie sich hier kundig:
    Warum Hauseigentümer ungern energetisch sanieren (seit April 2014 online).
    https://baufuesick.wordpress.com/2014/04/30/warum-hauseigentumer-ungern-energetisch-sanieren/
    Verlinkt wird zu einer herausragenden Studie,
    die aktuell noch zum Download steht.
    Fakten statt Propaganda.

    Sie wollen noch mehr Studien studieren?
    Bitte hier: https://baufuesick.wordpress.com/studien/

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  2. 28.10.2014 um 12:48

    Weil doppelt besser hält:

    https://baufuesick.wordpress.com/2012/02/04/dammstoffpropaganda-de-kritik-unerwunscht/

    Hintergrundpapier zur dena-Pressemitteilung „dena weist Kritik an Wärmedämmung zurück“ vom 02.12.2011

    Preisfrage: Warum fühlt sich die dena berufen, Kritik an Wärmedämmung zurückzuweisen? Warum macht das eine halbstaatliche Einrichtung? In wessen Auftrag und für wessen Interessen? Cui bono?

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  3. 28.10.2014 um 12:46

    Ein wichtiges Stilmittel der Propaganda ist die Wiederholung.
    Ich verlinke hier zu einem solchen Beispiel aus Dezember 2011.

    In der Reihe “Neues vom Pralleluniversum” kommt die dena (Die dena wurde im Herbst 2000 mit Sitz in Berlin gegründet. Die Gesellschafter der dena sind die Bundesrepublik Deutschland, die KfW Bankengruppe, die Allianz SE, die Deutsche Bank AG und die DZ BANK AG.) mit einer an Wunschträumen und Falschdarstellungen überfrachteten Meldung daher.: “dena weist Kritik an Wärmedämmung zurück”.
    Das war natürlich klar, dass das Dämmstoff-Kartell nicht tatenlos zusieht, also werden im Hintergrund Strippen gezogen und eine der Propaganda Speerspitzen vorgeschickt. Traum und Wirklichkeit, Propagandalügen und Realität – BAUFÜSICK wünscht Ihnen, dass Sie es gut auseinander halten können. Selbst auf die Gefahr hin, dass dem einen oder anderen etwas das Gehirn vernebelt wird, möchten wir Ihnen diese propagandistische Kostbarkeit nicht vorenthalten.

    https://baufuesick.wordpress.com/2011/12/06/dammstoff-propaganda-dena-phantasiert-von-70-einsparung/

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  1. 02.11.2014 um 09:57

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