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Energetische Sanierung: nicht gleich höhere Verkaufspreise

hausEnergetisch sanierte Immobilien erzielen nicht unbedingt einen höheren Verkaufspreis

Nur 49 Prozent der Makler glauben, dass sich ein hoher energetischer Sanierungsstandard bei einem Verkauf finanziell auszahlt *, das zeigt der aktuelle Marktmonitor Immobilien 2014 von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale, und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen / Eine Dachdämmung und die Installation einer Brennwertheizung hält die Mehrzahl der Makler vor einem Verkauf dennoch für sinnvoll

Nürnberg, 17. Juni 2014. Wer seine Wohnimmobilie verkaufen möchte und ihren Wert vorher durch energetische Sanierungsmaßnahmen zu steigern erhofft, sollte sein Vorhaben genau prüfen. Denn immer weniger Makler in Deutschland glauben, dass sich ein hoher energetischer Sanierungsstandard von Bestandsimmobilien bei einem Verkauf generell auszahlt. Das zeigt der aktuelle Marktmonitor Immobilien 2014 von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale, und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Weniger als die Hälfte der befragten Makler (49 Prozent) geht demnach davon aus, dass der realisierbare Kaufpreis für ein Objekt mit hohem Energiestandard besser ist als für eine Immobilie niedrigen Standards. Noch im Vorjahr waren 55 Prozent von einem positiven Einfluss auf den Preis überzeugt, im Jahr 2010 sogar 60 Prozent.

Sanierungsmaßnahmen, die sich noch lohnen

Dennoch wollen die Immobilienprofis nicht generell von Sanierungsmaßnahmen vor einem Verkauf abraten. Insbesondere in Bereichen, die von den Bestimmungen der am 1. Mai 2014 in Kraft getretenen Energieeinsparverordnung (EnEV) betroffen sind, kann eine Investition durchaus sinnvoll sein. Die EnEV verpflichtet viele Hauseigentümer beispielsweise zur Dämmung der obersten Geschossdecke beziehungsweise des Daches und zur Erneuerung alter Heizungsanlagen. 72 Prozent der Makler empfehlen ihren Kunden deshalb eine Dachdämmung, 55 Prozent die Installation einer Brennwertheizung. Doch schon bei einer Kellerdämmung geht die Empfehlungsrate deutlich zurück (34 Prozent).

18 Prozent der Makler empfehlen ihren Kunden keine der zur Auswahl stehenden energetischen Sanierungsmaßnahmen vor dem Hausverkauf. Ausschlaggebend ist für sie, dass sich bei der aktuell hohen Nachfrage auch unsanierte Objekte gut vermitteln ließen. Außerdem sei für Kaufinteressenten die Energieeffizienz vor allem bei Immobilien in gefragten Lagen nebensächlich. Zudem würden spätere Käufer auch beim Thema Energieeffizienz lieber eigene Vorstellungen realisieren wollen.

Ausführliche Ergebnisgrafiken stehen hier zum Download bereit.

Die gesamte Studie Marktmonitor Immobilien 2014 kann ab sofort hier heruntergeladen werden: http://www.marktmonitor-immobilien.de

* Kommentar BAUFÜSICK:
Diesen 49% sei zu empfehlen, sich mal in Paris umzuschauen (waren die anderen 51% etwa schon da?). Im Zentrum hängen allerorten Immobilienangebote in Schaukästen, da ist E, F und G nicht selten vertreten in dem schönen bunten Label. Und wen interessiert es? Und wie wirkt sich diese schlechte Energieeffizienz auf die Kaufpreise aus? 3x dürfen Sie raten. Davon abgesehen: Paris ist einen Besuch allemal wert. Auch wenn man beim Hinflug die Umwelt ruiniert.

***

Mehr zum Thema:

Verzicht auf energetische Sanierung = Einsparung
https://baufuesick.wordpress.com/2013/04/14/verzicht-auf-energetische-sanierung-einsparung/

Energetische Modernisierungen lohnen sich für Hauseigentümer nur selten
https://baufuesick.wordpress.com/2013/04/10/energetische-modernisierungen-lohnen-sich-fur-hauseigentumer-nur-selten/

KfW: energetische Sanierung ist unwirtschaftlich
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Energetische Sanierung rechnet sich nicht
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Energetische Sanierung ohne Refinanzierung
https://baufuesick.wordpress.com/2008/11/17/energetische-sanierung-ohne-refinanzierung/

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  1. 18.06.2014 um 11:48

    Ich würde sagen, es hängt ganz davon ab, in welcher Höhe tatsächlich vor dem Verkauf investiert wird. Wenn in irrsinniger Höhe bis in die 100.000e saniert wird, erklärt es sich fast von selbst, daß ein „altes“, wenn auch renoviertes Gebäude nicht die Kaufpreise neuer Gebäude erzielen wird – selbst, wenn so viel hineingesteckt wird. Interessant und imho wirklich wertsteigernd sind daher Maßnahmen, welche mit überschaubaren Kosten zu tätigen sind und sich erstens schnell rechnen, sondern auch einen höheren Kaufpreis rechtfertigen wie neue Fenster, nachträgliche Kerndämmung und andere „kleine“ Sanierungsmaßnahmen.

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  1. 19.08.2015 um 06:00

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