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IWO: Vorsicht beim Heizkostenvergleich

heizungKostenvergleiche von Heizsystemen
Stolperfallen erkennen und hinterfragen

Wer seine Heizung modernisieren will, steht vor einer schwerwiegenden Entscheidung: Welches System soll es sein? Welche Technologie ist zuverlässig und kostengünstig? Entsprechende Vergleichsrechnungen bieten Hilfe. Doch hier ist Vorsicht angebracht: Denn die Aussagekraft solcher Kostenvergleiche steht und fällt mit den Berechnungsgrundlagen. Hier lohnt es sich für Hausbesitzer genau hinzuschauen.

„Ein wichtiger Punkt, der bei den Kosten einer Heizungserneuerung eine wesentliche Rolle spielt, ist die Ausgangssituation im Haus. Denn das vorhandene Heizsystem beeinflusst die tatsächliche Investitionssumme erheblich. Wenn ich etwa eine bestehende Ölheizung modernisiere, ist bereits ein Tank eingebaut“, erläutert Thomas Behnke, Energieberater und Energieeffizienz-Experte für Förderprogramme des Bundes. „Beim Wechsel auf einen anderen Energieträger, wie beispielsweise Erdgas, fallen dagegen zusätzliche Kosten für die Entsorgung des Tanks und in der Regel für den notwendigen Hausanschluss an.“ Doch bei den einmaligen Investitionskosten für die Gerätetechnik und Installationsarbeiten bleibt es nicht. Auch Betriebskosten müssten berücksichtigt werden, beispielsweise die Grundgebühren bei leitungsgebundenen Energien oder der höhere Aufwand für Wartung und Reinigung bei Umstieg auf eine Pelletheizung.

Vorhersage von Brennstoffkosten nur schwer möglich
Für die Kalkulation des Amortisationszeitraums einer neuen Heizungsanlage werden oft sehr lange Zeiträume, etwa zehn, 15 oder sogar 20 Jahre zugrunde gelegt. Ein Blick auf die darin enthaltenen Brennstoffkosten zeigt, dass viele Prognosen von konstant hohen Verteuerungsraten bei fossilen Energieträgern ausgehen. „Darin ist viel Spekulation enthalten“, erklärt Jörg Franke, Projektingenieur am Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO). Zwar würden Öl, Gas und andere Brennstoffe in absoluten Zahlen mehr kosten als vor
20 Jahren, aber von einer kontinuierlichen oder gar exponentiellen Preissteigerung in der Zukunft könne keine Rede sein. „Erfahrungsgemäß verläuft die Entwicklung kurvenförmig mit entsprechenden Auf- und Abwärtsbewegungen“, so der Experte.

Für Hausbesitzer ist es deshalb wichtig, darauf zu achten, dass die Brennstoffkosten in Vergleichsrechnungen seriös bewertet und mögliche Steigerungen nicht zu hoch angesetzt werden. Zudem ist es hilfreich, konkrete Zahlen des Vorjahres oder eines längeren zurückliegenden Zeitraums heranzuziehen. Die tatsächlichen Durchschnittspreise der verschiedenen Brennstoffe für eine bestimmte Energiemenge erlauben zuverlässigere Schlussfolgerungen als Spekulationen über mögliche künftige Preisentwicklungen.

Derartige Stolperfallen sollten Hausbesitzer, die ihre Heizung modernisieren wollen, direkt beim beratenden Fachmann ansprechen und gegebenenfalls mehrere Angebote mit Kostenvergleich von infrage kommenden Heizsystemen einholen. Denn wer bei den Berechnungsgrundlagen und Kostenansätzen nicht genau hinschaut, spart zwar Energie, zahlt am Ende aber möglicherweise drauf. Weitere Informationen zum Thema Kostenvergleich und eine Expertensuche auf http://www.oelheizung.de.

IWO-Pressedienst Nr. 193 | Mai 2014

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