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Bauwirtschaft: hurra, es geht aufwärts

bausteine„… in einem Beitrag zur Baumarktentwicklung 2014 („Auf dem Weg zu einem neuen Bauboom“) Anfang des Jahres hatten wir als Resümee festgestellt, dass die Bauwirtschaft zuversichtlich in das Jahr 2014 und darüber hinaus blicken darf. Dies hat sich bisher voll bestätigt. Die Nachfrage steigt in den drei Marktsegmenten Wohnbau, Nichtwohnbau und Tiefbau, wie die aktuellen Baugenehmigungen und Auftragseingänge bestätigen.

Darüber hinaus hat die Baubranche von den überaus günstigen Witterungsbedingungen im ersten Quartal 2014 profitiert. Dementsprechend beeindruckend sind die Zahlen im 1. Quartal:

Baugewerblicher Umsatz: + 25% (HV der Deutschen Bauindustrie)
Zementinlandsversand: + 40% (VDZ)
Insgesamt darf sich das Bauhauptgewerbe im Jahr 2014 auf einen nominalen Umsatzzuwachs von 8 – 10% (preisbereinigt: 6 – 8%) freuen.

An dieser Stelle kommt manch einer ins Grübeln und es wird immer häufiger die Frage nach der Nachhaltigkeit der Baumarktentwicklung gestellt. Schließlich ist die Erinnerung an die vielen schwierigen Jahre im vergangenen Jahrzehnt noch frisch.

Die Antwort auf die Frage nach der Nachhaltigkeit der Baumarktentwicklung liefert die Entwicklung fundamentaler Schlüsselgrößen, welche die Bauwirtschaft nachhaltig, d.h. mittelfristig (Zeitraum: 2014 – 2018) beeinflussen. Diese sind:
– Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
– Staatsverschuldung und politische Schwerpunkte (Verkehrsetat)
– Soziodemografie (Anzahl der Haushalte, Zuwanderung, Mobilität)
– Wohnungsbedarf“

bauwerk online, CEMEX, Nr. 45 / 27. Mai 2014

Aufträge im Bauhauptgewerbe im März 2014: real + 5,6 % zum Vorjahr
WIESBADEN – Im März 2014 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum März 2013 preisbereinigt um 5,6 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 9,2 % und im Tiefbau um 1,9 % zu.

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
Nr. 177 vom 22.05.2014

15,3 % mehr genehmigte Wohnungen im 1. Quartal 2014
WIESBADEN – Von Januar bis März 2014 wurde in Deutschland der Bau von 63 900 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 15,3 % oder 8 500 Wohnungen mehr als im ersten Quartal 2013. Damit setzte sich die positive Entwicklung bei den Baugenehmigungen von Wohnungen weiter fort (2013: + 12,9 % zum Vorjahr.)

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
Nr. 172 vom 19.05.2014

2014 Position im europäischen Mittelfeld behauptet – Bis 2016 Anstieg der Fertigstellungen um 13 Prozent erwartet – Bautätigkeit direkter Nachbarn teils weitaus stärker.

Der Aufschwung im deutschen Wohnungsneubau schreitet voran. Wie LBS Research mitteilt, prognostiziert das ifo Institut als deutsches Mitglied von Euroconstruct für 2014 ein Wachstum von 12 Prozent, so dass dann 2,8 Wohneinheiten je 1.000 Einwohner fertig gestellt werden. Damit kann Deutschland seine Position im europäischen Mittelfeld behaupten – von einem Boom zu sprechen, wäre nach wie vor übertrieben. Denn die Bautätigkeit ist in einigen direkten Nachbarländern nach wie vor weitaus stärker als hierzulande (vgl. Grafik).
Wie die LBS-Experten hervorheben, zeigt die Übersicht der an Euroconstruct beteiligten Institute eindrucksvoll, dass in vielen Ländern – bezogen auf die Bevölkerungszahl – unverändert deutlich mehr gebaut wird. So ist zum Beispiel die Wohnungsbauintensität in Belgien und Polen gut ein Drittel, in Österreich sogar 70 Prozent höher als hierzulande. In Frankreich wird fast das Doppelte und beim europäischen Fast-Spitzenreiter Schweiz nochmals mehr gebaut. Lediglich in den Niederlanden wird in gleichem Maße wie in Deutschland gebaut, in Tschechien und Dänemark ist der Wohnungsbau etwas schwächer. Die Tatsache, dass es sich bei unseren Nachbarn überwiegend um Märkte mit vergleichbaren Ausgangsbedingungen wie in Deutschland handelt, macht laut LBS Research deutlich, dass drei Wohnungen pro tausend Einwohner und mehr in der Mitte Europas durchaus als „normal“ anzusehen sind.

Dass die Finanz- und Staatsschuldenkrise mit ihren gesamtwirtschaftlichen Folgen auch besondere Auswirkungen auf den Wohnungsbau in den europäischen Ländern gehabt hat, ist nach Auskunft der LBS-Experten gerade an Spanien und Irland zu sehen. Die beiden früheren Wohnungsbau-Boom-Länder rangieren nun schon das fünfte Jahr in Folge am Tabellenende. Weitere südeuropäische Staaten leiden wie auch einzelne mitteleuropäische Transformationsländer unter einem schwachen Neubau, während die Staaten Skandinaviens sowohl in der oberen als auch in der unteren Tabellenhälfte vertreten sind.

Traditionell richten nach Informationen von LBS Research die Forscher zugleich einen kleinen Blick in die Zukunft – zwei Jahre bis zum Jahr 2016. Nach dieser Prognose dürften die Neubauzahlen hierzulande weiter ansteigen, und zwar um rund 13 Prozent auf 3,2 fertig gestellte Wohnungen auf 1.000 Einwohner. Nach den Prognosen der Bauexperten des ifo Instituts bedeutete das dann insgesamt 260.000 Wohnungen im Neubau.

lbs_wohnungsbau

Der Aufschwung im deutschen Wohnungsneubau schreitet voran. Für 2014 prognostiziert das ifo Institut ein Wachstum von 12 Prozent; das sind dann 2,8 neu gebaute Wohnungen auf 1.000 Einwohner. Die früheren Wohnungsbau-Boom-Länder Irland und Spanien rangieren schon das fünfte Jahr in Folge am Tabellenende. Grafik: LBS

LBS Landesbausparkasse Baden-Württemberg

***

Die Bauunternehmen konnten im 1. Quartal aufgrund der milden Temperaturen durcharbeiten: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lag der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) im 1. Quartal bei 11,3 Mrd. Euro und damit um nominal 26,1 % über dem entsprechenden Vorjahreswert (März: + 30,9 %).
Der auf alle Betriebe hoch geschätzte Wert betrug 17,3 Mrd. Euro, 24,6 % mehr als im 1. Quartal 2013. Dies war der höchsteUmsatzwert in den ersten drei Monaten seit dem Jahr 2000. Die gestern im Rahmen derJahrespressekonferenz veröffentlichte Schätzung des Verbandes wird damit sogar noch übertroffen.Auch die Nachfrage fällt positiver aus als erwartet – dank eines weiteren Auftragsplus von nominal 7,4 % (real: + 5,6 %) im März: Die Unternehmen meldeten für das 1. Quartal einen Anstieg des Auftragseingangs von nominal 8,0 % (real: + 6,2 %). Die Gefahr, dass ein Großteil des Bestandes schon in den ersten Monaten abgearbeitet wurde, sieht der Verband nicht. Aufgrund der guten Auftragslage ist die Reichweite der Auftragsbestände im Bauhauptgewerbe – lt. einer Umfrage des ifo Instituts – von Januar bis April von 2,6 Monate auf 3,0 Monate gestiegen. Der Bauindustrieverband sieht sich in seiner Entscheidung bestätigt, die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 4,5 % anzuheben.

Nachträglicher Hinweis zur Umsatzstatistik: Das Statistische Bundesamt hat mit der Veröffentlichung der Märzdaten die Werte auf den Berichtskreis der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten umgestellt. Bisher wurden die hoch geschätzten Angaben für alle Betriebe (einschließlich Kleinbetriebe) in der Pressemitteilung veröffentlicht. Der Hauptverband wird diese Praxis übernehmen.

ZDB, 03.06.2014

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  1. 25.02.2015 um 08:27

    PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 063 vom 25.02.2015

    Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe 2014 real 1,8 % niedriger als im Vorjahr

    WIESBADEN – Im Jahr 2014 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 1,8 % zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sank dabei die Baunachfrage im Hochbau um 0,9 % und im Tiefbau um 3,0 %. Ein Grund für den Rückgang ist, dass die Auftragseingänge im Jahr 2013 außergewöhnlich hoch gewesen waren (höchster Stand seit 2003).

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  2. 25.11.2014 um 20:24

    PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 415 vom 24.11.2014

    Aufträge im Bauhauptgewerbe im September 2014: real – 2,4 % zum Vorjahr

    WIESBADEN – Im September 2014 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum September 2013 preisbereinigt um 2,4 % zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sank dabei die Baunachfrage im Hochbau um 3,6 % und im Tiefbau um 1,0 %.

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  3. 06.09.2014 um 09:02

    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
    Nr. 292 vom 18.08.2014

    1. Halbjahr 2014: 9,6 % mehr genehmigte Wohnungen

    WIESBADEN – Von Januar bis Juni 2014 wurde in Deutschland der Bau von 136 800 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 9,6 % oder 12 000 Wohnungen mehr als im ersten Halbjahr 2013. Damit setzte sich auch im 1. Halbjahr 2014 die positive Entwicklung weiter fort (Halbjahresvergleich der Jahre 2010: + 5,2 %, 2011: + 27,9 %, 2012: + 4,9 % und 2013: + 9,6 %).

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  4. 06.09.2014 um 09:01

    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
    Nr. 298 vom 25.08.2014

    Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juni 2014: real – 11,9 % zum Vorjahr

    WIESBADEN – Im Juni 2014 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Juni 2013 preisbereinigt um 11,9 % zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sank dabei die Baunachfrage im Hochbau um 13,7 % und im Tiefbau um 9,9 %. Ein Grund für diesen starken Rückgang im Berichtsmonat ist, dass die Auftragseingänge im Juni 2013 außergewöhnlich hoch gewesen waren.

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  5. Statistiker
    28.07.2014 um 20:02

    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
    Nr. 261 vom 25.07.2014

    Aufträge im Bauhauptgewerbe im Mai 2014: real + 2,1 % zum Vorjahr

    WIESBADEN – Im Mai 2014 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Mai 2013 preisbereinigt um 2,1 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sank dabei die Baunachfrage im Hochbau um 3,2 %, während sie im Tiefbau um 8,2 % zunahm.

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  6. 12.07.2014 um 18:27

    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
    Nr. 245 vom 08.07.2014

    Baupreise für Wohngebäude im Mai 2014: + 1,7 % gegenüber Mai 2013

    WIESBADEN – Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland (Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Umsatzsteuer) stiegen im Mai 2014 gegenüber Mai 2013 um 1,7 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte der Preisanstieg im Februar 2014 im Jahresvergleich bei 2,0 % gelegen. Von Februar auf Mai 2014 erhöhten sich die Baupreise um 0,3 %.

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  7. 04.07.2014 um 14:25

    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
    Nr. 237 vom 01.07.2014

    7,2 % mehr Wohnungen im Jahr 2013 fertig gestellt

    WIESBADEN – Im Jahr 2013 wurden in Deutschland rund 214 800 Wohnungen fertig gestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das knapp 14 400 Wohnungen oder 7,2 % mehr als im Vorjahr. Damit sind die Wohnungsfertigstellungen zum dritten Mal in Folge kräftig gestiegen. Im Jahr
    2012 hatte die Zunahme 9,5 % betragen, 2011 sogar 14,6 %.

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  8. 29.06.2014 um 09:09

    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
    Nr. 224 vom 25.06.2014

    Aufträge im Bauhauptgewerbe im April 2014: real + 4,5 % zum Vorjahr

    WIESBADEN – Im April 2014 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum April 2013 preisbereinigt um 4,5 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 1,4 % ab und im Tiefbau um 10,8 % zu.

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