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EnEV 2014: Ausen Sie mal Ihren Zeigweis her!

rotefahneBereits am 23.04.2014 informierte die Bunte Regierung unter der Überschrift „Energieausweis zeigen wird Pflicht“: Energiesparen in den eigenen vier Wänden wird immer wichtiger. Um das zu fördern, tritt am 1. Mai die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) in Kraft.

Die wichtigsten Neuerungen:
• Den Energieausweis zu zeigen wird Pflicht: Wer eine Immobilie verkaufen oder vermieten will, muss potentiellen Käufern oder Mietern den Ausweis unaufgefordert vorlegen. Sie erfahren dadurch, wie es um die Energiewerte der Immobilie bestellt ist und was es für die Heizkosten bedeutet: Schlechte Energiewerte im Ausweis deuten auf hohe Heizkosten hin, die beispielsweise auf eine unzureichende Wärmedämmung zurückzuführen sein können.
• Neu ausgestellte Energieausweise müssen für die Immobilie eine Effizienzklasse ausweisen. Das gibt es bereits bei Elektrogeräten und für Fahrzeuge. Die Skala im Energieausweis für Gebäude reicht von „A+“ bis „H“. A und B entsprechen dabei künftigen Neubaustandards.
Außerdem:
• Alte Heizkessel sind ab 2015 verboten. Sogenannte Konstanttemperaturheizkessel, die älter als 30 Jahre sind, dürfen dann nicht mehr betrieben werden. Von dieser Regelung ausgenommen sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel mit besonders hohem Wirkungsgrad.
• Für Neubauten gelten ab dem 1. Januar 2016 strengere energetische Anforderungen. Geforderte Energieeinsparung hier: 25 Prozent des Energiebedarfs. Der maximal erlaubte Wärmeverlust durch die Gebäudehülle soll um durchschnittlich 20 Prozent sinken.

Die Energieeinsparverordnung – vorher Wärmeschutzverordnung und Heizungsanlagenverordnung – ist seit vielen Jahren ein wichtiges Instrument, um die Energieeffizienz von Gebäuden zu steigern. Die aktuelle Novelle trägt dazu bei, die Ziele des Energiekonzepts für den Wärmemarkt zu erreichen.

Kommentar BAUFÜSICK: genau das tut sie nicht.

Die EnEV 2014
Der Energieausweis

Warum das von Bedeutung ist zu informieren, wusste am 06.05.2014 Immowelt.de zu berichten:

EnEV 2014: Hausbesitzer ahnungslos – kaum einer weiß von Modernisierungspflicht

Maklereinschätzung: Ein Großteil der Hausbesitzer weiß nicht über die Nachrüstpflicht Bescheid, die die EnEV 2014 festschreibt / Das zeigt der Marktmonitor Immobilien 2014, eine Studie von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen / Unwirtschaftliche Modernisierungsmaßnahmen müssen nicht durchgeführt werden

Nürnberg, 6. Mai 2014. Die neue Energieeinsparverordnung EnEV 2014 ist seit dem 1. Mai in Kraft. Ein Bestandteil ist die Pflicht zur Dämmung der obersten Geschossdecke und zur Erneuerung alter Heizungsanlagen. Bis Ende 2015 haben Eigentümer Zeit, die geforderten Maßnahmen durchzuführen. Nach Einschätzung von Immobilienprofis wissen allerdings die meisten Hausbesitzer nicht, dass sie möglicherweise sanieren müssen. So geben 76 Prozent der deutschen Makler an, dass ihre Kunden nicht über die Nachrüstpflicht Bescheid wissen. Das zeigt der Marktmonitor Immobilien 2014, eine Studie von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale, die in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen durchgeführt wurde.

Die Nachrüstpflicht im Überblick
Damit im Winter die Wärme aus der Wohnung nicht gleich wieder durch das Dach entweicht, verpflichtet die EnEV Eigentümer dazu, die oberste Geschossdecke ihres Hauses zu dämmen. Das gilt, wenn der Dachboden über der letzten Wohnung unbeheizt und das Dach selbst ungedämmt ist. Alternativ kann auch das Dach selbst isoliert werden – das lohnt sich in der Regel jedoch nur zusammen mit einem Dachbodenausbau.
Auch ihre Heizungsanlagen sollten Hausherren prüfen. Künftig gilt: Wessen Heizkessel für Öl oder Gas älter als 30 Jahre ist oder vor 1985 eingebaut wurde, der muss neue Geräte installieren. Hausbesitzer, die sich nicht sicher sind, ob sie die oberste Geschossdecke isolieren oder die Heizung erneuern müssen, finden Unterstützung bei den Verbraucherzentralen. Die Seite www.verbraucherzentrale- energieberatung.de nennt Adressen von Beratungsstellen und bietet eine kostenlose Informations-Hotline an.

Eigenheime oft ausgenommen
Bevor Eigentümer allerdings beginnen, in alten Unterlagen nach Informationen zu Heizung und Dämmung zu suchen, ist es sinnvoll zu prüfen, ob die Regelungen der EnEV überhaupt für sie gelten. Wer nämlich ein Ein- oder Zweifamilienhaus besitzt und dieses bereits vor Februar 2002 selbst bewohnt hat, ist von der Nachrüstpflicht befreit. Erst wer später in sein Eigenheim gezogen ist, muss modernisieren.

Maßnahmen sollen wirtschaftlich bleiben
Noch ein weiterer Passus entbindet Hausbesitzer unter Umständen von teuren Sanierungsmaßnahmen: Sie müssen Dach oder Heizung nicht nachrüsten, wenn sie die Kosten dafür nicht in einer „angemessenen Frist“ zurückerwirtschaften können. Die Frage, wie lange die Frist dauern darf, beantwortet die Verordnung allerdings nicht. Gerichtsurteile zu energetischen Sanierungen halten einen Zeitraum von 10 Jahren für angemessen.

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  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. 05.06.2014 um 19:44

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