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Brennende WDVS (mal wieder)

ndrbrandgefahrAus der unendlichen Rubrik „Brennende WDVS“, das dürfte Sie interessieren: „Wärmedämmung: Ignoranz der Brandgefahr“, von Güven Purtul (10.12.2013)

„Ende November brannte im Hamburger Schanzenviertel eine Mülltonne. Als die Feuerwehr nach wenigen Minuten eintraf, hatten sich die Flammen bereits bis in das Dachgeschoss des sechsstöckigen Altbaus gefressen. „Wir konnten das in dem Moment nicht fassen, wie so ein kleines Feuer so explosionsartig nach oben schnellen konnte“, sagt Brigitte Seibold. Sie wohnt direkt hinter dem betroffenen Gebäude und hat alles mit angesehen. Wie ein Fahrstuhl hätten sich die Flammen in einem Schacht nach oben bewegt, berichtet eine weitere Anwohnerin.“

beim NDR: Wärmedämmung: Ignoranz der Brandgefahr
bei Hr. Purtul: Feuerfahrstuhl aus Styropor

Brennende WDVS – ein Rückblick auf eine bananerepublikanische Schmierenkomödie

Kurz vorm Abspann ein Beispiel für dressierten Journalismus:

Ende November 2011 hieß es bei ntv „Wehe, wenn es brennt. Gefahr durch Wärmedämmung. Polystyrol ist das am weitesten verbreitete Dämmmaterial. Es gilt als schwer entflammbar. Doch wenn es einmal brennt, dann greift das Feuer schnell auf die gesamte Fassade über. Ein Versuchsaufbau zeigt, wie drastisch die Folgen sein können. Und wie wichtig strenge Brandvorschriften sind.“ nachlesen 

Im Februar 2013 wird dann nach erfolgreicher Umpolung der vorgekaute Beschwichtigungs- sermon diverser Experten und „Experten“ nachgekaut: „Styropor als Brandbeschleuniger. Gefahr durch Wärmedämmung? Ein beliebtes Argument von Skeptikern der Wärmedämmung: EPS-verkleidete Häuser brennen angeblich schneller ab. Experten diskutieren das – und geben teilweise Entwarnung. Wenn ein geprüftes Dämmsystem fachgerecht verbaut wird, bestehe keine Gefahr.“ nachlesen 

Entweder handelte es sich um einen Baustellenbrand, um ein noch nicht fertig verarbeitetes WDVS oder ein falsch angebrachtes WDVS. Egal wie die WDVS Pinocchios argumentieren – z.B. dreist so: „Wenn ein geprüftes Dämmsystem fachgerecht verbaut wird, bestehe keine Gefahr“ – oder ähnlich – glauben Sie  nur, wenn Ihr Verstand dies zulässt. Eine simple Frage soll dabei helfen: Warum funzt alles im Brandtest wunderbar und warum fackelt das schwer entflammbare Material in der Praxis ab wie Zunder? Ein Wunder?

Zum Abspann: der Verstand ist doch noch nicht ganz hinüber:

Ob denn wohl das Erste Dt. Staatsfernsehen den Finger auf die Wunde legt?
Linktipp:
Monitor Nr. 656 vom 09.01.2014
Brandgefährliche Fassadendämmung:
Das falsche Spiel der Lobbyisten

Zitat: „„Normal sollte es verboten werden. Aber wir haben keine gesetzliche Handhabe hier in NRW bei Einfamilienhäusern, Zweifamilienhäusern zu sagen, ihr nehmt nichtbrennbares Material zur Dämmung. Die Chance haben sie erst für öffentliche Gebäude wie Kaufhäuser, Krankenhäuser, Hotels, da gibt’s Vorschriften.“ In der Tat, bei Privatbauten ist brandgefährliches Styropor nach wie vor erlaubt und Dämmstoff Nummer eins. Es scheint ja so simpel. Wer seine Fassaden dämmt, spart Energie und Geld, und rettet auch noch das Klima. Milliarden an Subventionen gibt‘s vom Staat obendrauf. Und so ähnlich klingt das dann auch in den Werbebotschaften.“

Das müssen Sie sich übers Wochenende mal durchlesen. Lesen Bildet. Sie stoßen auf die üblichen Verdächtigen – den rein objektiv argumentierenden Verterter des Interessenverbandes oder den Sprachrohrhalter der staatlich alimentierten Dämmstoff-Prpaganda-Organisation – aber auch auf Leute, die aus der Praxis berichten und mit der Wahrheit nicht hinterm Berg halten. Prof. Jens Fehrenberg, Hochschule Hildesheim, ist als Architekt und ö.b.u.v. Sachverständiger mit Sicherheit kein Theoretiker.

Danke, lieber WDR. Endlich mal ein paar Teuro nicht sinnlos zwangsGEZahlt. Und setzt bitte fort, was Ihr so gut begonnen habt:

Wärmedämmung
Die große Energiesparlüge
(mit Video 43:30)
Montag, 02. Dezember 2013, 20:15 – 21:00 Uhr Video abspielen
„Die Dämmstoffindustrie, allen voran der Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme, wirbt mit hohen Heizkosteneinsparungen. Die Angaben der verschiedenen Hersteller variieren. Der Fachverband verspricht bis zu 50 Prozent Heizkostenersparnis allein durch die Dämmung der Fassade“
angucken

Schön formuliert hat die Sache der Tagesspiegel: „Experten geben im Grundsatz zwar Entwarnung – doch Styropor brennt unkontrollierbar.“ Besser hätte ich es auch nicht formuliert bekommen.
nachlesen

***

Für Ihre Linksammlung: Brennende WDVS

  1. 02.12.2014 um 10:01

    SPIEGEL TITEL Die Volksverdämmung:
    http://www.spiegel.de/spiegel/index-8948.html

    Brandgefahr durch Dämmung
    Entzündliche Styroporplatten: Experten warnen vor Brandgefahr bei Wärmedämmung Die Regierung fördert die Wärmedämmung mit Milliarden. Nun schlagen ausgerechnet Experten der Bauminister nach SPIEGEL-Informationen Alarm:
    Styroporplatten fangen rasend schnell Feuer. Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/brandgefahr-bei-fassaden-daemmung-mit-styropor-a-1005722.html

    SPIEGEL-Titelgeschichte: Verdämmt in alle Ewigkeit
    https://magazin.spiegel.de/digital/?utm_source=spon&utm_campaign=centerpage#SP/2014/49/130630577


    Dipl.-Ing. Konrad Fischer Architektur- und Ingenieurbüro
    Hauptstraße 50, 96272 Hochstadt am Main
    http://www.konrad-fischer-info.de

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  1. 17.10.2015 um 06:02
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