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Wasser: Nur 17% der Ressourcen werden genutzt

Wir sparen - und die Kosten steigen!

Wir sparen – und die Kosten steigen!

BDEW zur aktuellen Situation der Wasserversorgung
Wasserversorgung auch bei längerer Hitzeperiode sicher

Nur 17 Prozent der vorhandenen Wasserressourcen werden genutzt / Natürliche Grundwassererneuerung als Grundlage für Wasserentnahme

Die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser ist in Deutschland auch bei weiter anhaltender Hitze gesichert, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Auch die gute Wasserqualität bleibe unverändert. „Die Wasserversorger haben genug Wasser in ausgezeichneter Qualität zur Verfügung, sie sind für solche Trockenzeiten gut gerüstet“, sagte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser des BDEW, heute in Berlin.

Deutschland habe mit einem jährlichen, erneuerbaren Wasservorrat von 188 Milliarden Kubikmeter Grund-, Oberflächen- und Quellwasser ein reichliches Wasserangebot, das nur zu einem Bruchteil genutzt werde: Die deutschen Wasserversorger fördern davon knapp drei Prozent oder 5,1 Milliarden Kubikmeter Wasser jährlich. Die Bürger gebrauchen beim täglichen Haushaltswassergebrauch mit durchschnittlich 121 Litern pro Einwohner und Tag wesentlich weniger Wasser als die Bürger in allen anderen europäischen Ländern. Insgesamt ist der Wassergebrauch in Deutschland seit Jahren rückläufig: Von 1990 bis 2011 ist die Wasserabgabe der öffentlichen Wasserversorgung von 5,99 Milliarden Kubikmeter auf etwa 4,5 Milliarden Kubikmeter, also um etwa 25 Prozent, zurückgegangen.

Die Wasserentnahme aller Wassernutzer in Deutschland beträgt 32,3 Milliarden Kubikmeter. Insgesamt werden gut 17 Prozent des jährlichen Wasserdargebotes dem Wasserkreislauf entnommen und diesem nach Gebrauch wieder zugeführt. Etwa 83 Prozent der Wasserressourcen werden nicht genutzt. Die Wasserressourcensituation in der Bundesrepublik Deutschland bietet auch in Zukunft hervorragende Voraussetzungen für die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser. Grundlage ist ein wirksamer Gewässerschutz“, erläuterte Weyand. Grundwasser ist mit einem Anteil von 66,8 Prozent die überwiegend genutzte Ressource für die Wassergewinnung der öffentlichen Wasserversorgung in Deutschland. Die natürliche Grundwassererneuerung setzt dabei den Rahmen für die Wasserentnahme der Wasserversorgungsunternehmen. Zweite wichtige Ressource für die Trinkwassernutzung ist mit einem Anteil von 25,3 Prozent Oberflächenwasser einschließlich angereichertem und uferfiltriertem Grundwasser. Quellwasser ist frei zutage tretendes Grundwasser und trägt mit 7,9 Prozent zur Bedarfsdeckung bei. Je nach Verfügbarkeit geeigneter Wasservorkommen werden für die öffentliche Wasserversorgung daher in unterschiedlichem Maße Grund-, Quell- oder Oberflächenwasser zur Bedarfsdeckung genutzt.

Übertriebenes Wassersparen ist auch in den Sommermonaten nicht angebracht und ist auch aus gesundheitlicher Sicht nicht zu empfehlen.* „Bei heißeren Temperaturen ist regelmäßiges Trinken wichtig, Experten raten zu rund 2,5 Liter Trinkwasser pro Tag. Aufgrund unserer reichlichen Trinkwasserreserven muss niemand ein schlechtes Gewissen haben, wenn er in den Sommermonaten mehr Wasser nutzt“, so der Hauptgeschäftsführer Wasser/ Abwasser. Das schließe einen sorgsamen und effizienten Umgang mit den Wasserressourcen nicht aus.

26.07.2013

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Spülstop, wasserlose Urinale, Spararmaturen, Sparduschköpfe usw. usf. Wir sparen uns einen ab. Die Berliner Wasserbetriebe spülen die Kanalisation mit tausenden Kubikmetern Trinkwasser, weil die Sparwut dazu führt, dass sich Ablagerungen und Verstopfungen bilden. Weiter so. Der Wasserpreis steigt trotz aller Sparkrämpfe.

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Zugabe:

 

Pressedienst immowelt.de vom 01.08.2013
Wohnen & Einrichten
Erfrischung aus dem Wasserhahn – Fünf Infos über Leitungswasser
Die Trinkwasserqualität in Deutschland wird regelmäßig überprüft – allerdings nur bis zum Hausanschluss. Können Durstige dem Wasser aus ihrer Leitung dennoch vertrauen? Das Immobilienportal immowelt.de beantwortet fünf wichtige Fragen.

Nicht am falschen Ende sparen: Steht Wasser lange in der Leitung bilden sich Keime. Foto: BRITA
Drei Liter Wasser sollte der Mensch am Tag trinken. Das gilt ganz besonders für heiße Sommertage. In Deutschland kommt frisches Trinkwasser in einwandfreier Qualität direkt aus der Leitung – es sei denn, in der Hausleitung gelangen Schadstoffe ins Wasser. Immowelt.de erklärt, was Durstige beachten sollten.
1. Kann ich meinem Leitungswasser vertrauen?
Bevor das Wasser aus dem Hahn kommt, wird es gereinigt und streng überprüft. Die Trinkwasserverordnung legt dafür Grenzwerte fest. „Eine Grenzwertüberschreitung heißt aber nicht, dass das Wasser gesundheitsgefährdend ist“, erklärt Dr. Ingrid Chorus vom Umweltbundesamt. „Bei größeren Mengen sprechen wir ein Abkochgebot aus oder empfehlen Wasser aus der Flasche.“ In den nächsten Jahren sollte aber gehandelt werden.
2. Blei im Wasser: Was kann ich dagegen tun?
Ab Hausanschluss sind Hausbesitzer für die Trinkwasserqualität zuständig. Hausbesitzer sollten ihre Rohrsysteme daher regelmäßig überprüfen und vom Fachmann zertifizierte Leitungen und Armaturen installieren lassen. Viele alte Rohre bestehen noch aus giftigem Blei. Ob die eigene Leitung betroffen ist, können Laien einfach testen: Blei ist weich und lässt sich leicht mit dem Fingernagel einritzen.
3. Wie kann ich mich vor Legionellen schützen?
Am häufigsten verunreinigen Legionellen das Leistungswasser. Sie entstehen in Stagnationswasser, das zwischen 20 und 55 Grad warm ist. Gelangen die Bakterien zum Beispiel mit Wasserdampf in die Lunge, können sie Krankheiten verursachen. Verbraucher können Legionellen nicht erkennen, sich aber präventiv schützen: „Nach vier oder mehr Stunden ohne Wasserentnahme sollte auf jeden Fall erst eine halbe Minute Wasser laufen gelassen werden, sodass das Stagnationswasser abfließen kann“, warnt Dr. Chorus. Während das Wasser durchläuft, sollte unbedingt gelüftet werden, damit die Bakterien nicht eingeatmet werden. Und: Wer einen Durchlauferhitzer hat, sollte dort Temperaturen von mindestens 60 Grad einstellen – zu warm für Legionellen.
4. Was kann ich gegen andere Schadstoffe tun?
Auch andere Mikroorganismen und Stoffe können ins Wasser gelangen. Dies gilt es zu vermeiden. Daher: Toilette und Spüle nicht als Abfall verwenden, Chemikalien, Farben, Arzneimittel fachgerecht entsorgen.
5. Was, wenn mir das Leitungswasser nicht schmeckt?
Die Expertin Frau Dr. Chorus empfiehlt, das Wasser so zu nehmen, wie es ist: Als ein Naturprodukt aus der Region. „Geschmack ist auch Gewöhnungssache“. Lediglich bei stark kalkhaltigem Wasser kann ein Tischfilter sinnvoll sein, der Kalk und andere Stoffe aus dem Wasser entfernt. Ansonsten machen ein paar Tropfen Zitronensaft das Wasser wunderbar frisch. Auch Minzblätter oder Limettenviertel können zum Wasser dazugegeben werden, schlägt immowelt.de vor. Eiswürfel verändern den Geschmack nicht direkt, aber die Kälte lähmt Geschmacksnerven und das Wasser schmeckt neutraler – und herrlich erfrischend.

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  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. 25.03.2015 um 06:01

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