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dena: Energieausweise leiden an Unglaubwürdigkeit

muenchhausenderluegenbaron„Energieausweis: Nachholbedarf bei der Glaubwürdigkeit
Auskunft über den energetischen Zustand einer Immobilie gibt der Gebäude-Energieausweis, der bei einer Besichtigung eingesehen werden kann. Viele Verbraucher betrachten das Dokument aber offenbar skeptisch, wie die Umfrage ergab. Nur 20 Prozent der Befragten stimmten der Aussage „Ich kann den Angaben im Energieausweis vertrauen“ voll und ganz zu. 50 Prozent bewerteten die Inhalte zurückhaltender als „eher“ vertrauenswürdig, 25 Prozent antworteten mit „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“. “

dena, 06.05.2013

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Kategorien:EnEV Schlagwörter: ,
  1. 06.03.2014 um 11:07

    Auch wenn die Diskussion hier schon ein wenig älter ist, aber ich sehe das ähnlich. Bei all den ökologisch sinnvollen Gründen, die man für die Verabschiedung dieser Gesetzte vorschiebt, wird die EnEV 2014, genau wie ihre Vorgänger, hauptsächlich eines bewirken: Das Energieausweis und co. teurer werden.
    Andererseits ist dieses so fragwürdig aussagekräftige Papier ab 1.Mai nunmal pflicht in allen inseraten und für jeden Verkaufsabschluss, wodurch man eben auch einfach nicht daran vorbeikommt.
    Da werden sich sicher einige überlegen dem Preisanstieg zu entgehen, in dem sie vorher einen ausstellen lassen und da der auch noch 10 Jahre Gültigkeit hat, ist der ganze vermeintliche Nutzen für die Umwelt dahin.

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  2. 11.02.2014 um 16:25

    Die EnEV 2014 wird neuen Schwung in dies Diskussion bringen – ganz sicher! Der erste Mai 2014 lässt nicht mehr lange auf sich warten…

    Gruß

    Energieberatungsteam enerpremium aus Weyhe bei Bremen

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  3. 19.09.2013 um 11:46

    Der verbrauchsbasierte Energieausweis kann kein Maßstab für die Energieeffizients eines Gebäudes sein. Er bezieht sich immer nur auf den Verbrauch, also auf das Heizverhalten in den letzen 3 Jahren.Stand das Haus z.B. lange leer ist die Aussage völlig unbrauchbar. Der bedarfsbasierte Ausweis ist somit ein besserer Anhaltspunkt für den Energiebedarf des Gebäudes.

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    • 19.09.2013 um 12:23

      Ich sehe das anders. Da beim Bedarf schön- bzw. schlecht gerechnet wird, ist ein Abgleich von Bedarf und Verbrauch allemal sinnvoll. Natürlich verbietet es sich, den Verbrauch bei Leerstandsgebäuden als Erfolg zu präsentieren. Basis für eine vernünftige EVA (Energieverbrauchsanalyse) ist eine abgesicherte Datenbasis:
      – lange Zeiträume
      – geringer Leerstand
      – Kenntnis der Fluktuation
      – große Gebäude mit vielen Einheiten
      – Verbrauchsdaten Strom und KW/WW
      – Zustand des Gebäudes und seiner Bauteile

      Ein Bedarfsausweis für ein Bestandsgebäude wird verordnungsgemäß schlechte Werte liefern, das wertet die Immobilien ab und liefert untaugliche Entscheidungsgrundlagen für den Investor. Es werden die Interessen der Sanierungsindustrie bedient.

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      • 06.10.2013 um 12:45

        Hier werden eher die Interessen der Energieeinsparung bedient und das kann doch nur zum Wohle aller sein!

        Liebe Grüße
        Energieberatungsteam Enerpremium

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  4. 28.08.2013 um 11:34

    Ein Energieausweis ist immer eine erste wichtige Orientierungshilfe und ersetzt natürlich niemals ein Sanierungskonzept. Aber letzteres soll er ja auch gar nicht leisten, sondern er soll in erster Linie sensibilisieren – ähnlich wie man es bei Haushaltsgeräten oder Autos mit den Effizienzklassen kennt.

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    • 30.08.2013 um 10:46

      Wie orientiert man sich bei schön- bzw. schlechtgerechten Gebäuden? Abweichungen von 40% sind normal – worauf soll ein vernünftiges Konzept basieren? Als wenn es nicht schon genug beispiele gegeben hätte, wo der Hauseigentümer kommentiert: „So viel wie ich einsparen werde, verbrauche ich doch gar nicht“.
      Ich bin dahingehend sensibilisiert, dass Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen nichts mit Wunschträumen zu tun haben sollen. Apropos „bei Autos“: hier wird ähnlich getürkt, die Verbrauchswerte werden in praxi nie erreicht.

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  5. E. Müller
    27.08.2013 um 11:54

    Das ist die gelebte Glaubwürdigkeit der dena:

    Der Chef der Deutschen Energie-Agentur dena, Stephan Kohler spricht sich für die Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus. Neue Wind- und Solarkraftwerke sollten nur noch gebaut werden, wenn sich diese in das System integrieren ließen. Einen Einspeisevorrang für Ökostrom, quasi das Kernstück der Nutzung erneuerbarer Energiequellen, würde es dann nicht mehr geben.

    http://www.heise.de/tp/blogs/2/154844

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  6. 06.08.2013 um 15:02

    Wer in Berlin u.U. wohnt bzw. seinen Sitz hat, wendet sich wegen eines Energieausweises an die http://www.haus-klinik.de. Oder wegen einer Sanierungs- / Umbauberatung.

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  7. 06.08.2013 um 14:54

    Eine alleinige Entscheidungshilfe für den Wohnungskauf oder die Anmietung wird der Energieausweis nicht sein können. Dennoch ist er gesetzlich vorgeschrieben und gibt potentiellen Käufern oder Mietern einer Immobilie einen Überblick über den Energiebedarf sowie die damit verbundenen Kosten. Um bösen Überraschungen durch falsche Angaben vorzubeugen, sollte darauf geachtet werden, dass der Aussteller seriös ist. Von Energiepässen aus dem Internet ist grundsätzlich abzuraten. Für genauere Informationen, worauf beim Energieausweis noch geachtet werden sollte, wendet man sich am besten an die dena.

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  8. 01.08.2013 um 08:08

    Vielleicht helfen ja die zukünftigen Kontrollen der Bundesregierung dabei, die Glaubwürdigkeit der Energieausweise zu steigern: http://blog.123energie.de/energieausweis-mehr-transparenz-bei-energie-effizienz-von-gebauden/

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    • 01.08.2013 um 20:08

      Ich meine dazu: man sollte nicht davon ausgehen, dass noch mehr staatliche Gängelei dazu führen wird, dass Michl und Lieschen ihre Meinung ändern. Der eigentliche Grund: durch „Kontrollen der Bundesregierung“ wird eine von Grund auf falsche Berechnungsmethode, die im Auftrag der Dämmstoffindustrie zunächst ins – privat organisierte – DIN Normenunwesen eingeschmuggelt und dann – durch Aufnahme in die Bauregellisten – zur Regel der Technik gekürt wurde, nicht plötzlich richtig. Als allgemein anerkannt kann man die U-Wert-Phantasmagorien nun wahrlich nicht bezeichnen. Michl und Lieschen können zwar nicht mit den Formelungetümen umgehen – aber die wissen, dass die Bestandsgebäude bedeutend weniger verbrauchen, als nach 4108 schlecht gerechnet und die wissen, dass die tollen Dämmbuden bedeutend mehr verbrauchen, als nach Märchen Norm 4108 schön gerechnet. Und da der deutsche Immobilieneigentümer nicht zum völlig verblödeten Bevölkerungsteil gehört, glaubt er den ganzen Affenzirkus nur bedingt, denn eins ist ihm klar: die wollen nur mein Bestes – mein Geld.

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