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Sensation: in D werden wieder Wohnungen gebaut

Waaaahnsinn!

Waaaahnsinn!

2013 im europäischen Mittelfeld angekommen – Die direkten Nachbarn bauen meist weitaus mehr – Bis 2015 weiterer Anstieg der Fertigstellungen um 15 Prozent

BERLIN – Der Wohnungsbau in Deutschland ist auf Normalisierungskurs. Die Baugenehmigungen lagen 2012 ein Drittel höher als drei Jahre zuvor. Dass dies noch lange keine Anzeichen für einen übertriebenen Boom sind, macht nach Auskunft von LBS Research der europäische Vergleich deutlich. Denn laut Euroconstruct rückt die Bauintensität hierzulande in diesem Jahr mit 2,5 fertig gestellten neuen Wohnungen auf 1.000 Einwohner unter allen 19 Ländern gerade einmal auf den Mittelplatz vor (vgl. Grafik).

Der Wohnungsbau in Deutschland ist auf Normalisierungskurs. Für 2013 prognostiziert Euroconstruct 2,5 neu gebaute Wohnungen auf 1.000 Einwohner. Deutschland rückt damit im Vergleich zu 2010 um neun Plätze vor. Die ehemaligen Vorreiter Spanien und Irland machen dagegen immer noch einen drastischen Anpassungsprozess durch.

Der Wohnungsbau in Deutschland ist auf Normalisierungskurs. Für 2013 prognostiziert Euroconstruct 2,5 neu gebaute Wohnungen auf 1.000 Einwohner. Deutschland rückt damit im Vergleich zu 2010 um neun Plätze vor. Die ehemaligen Vorreiter Spanien und Irland machen dagegen immer noch einen drastischen Anpassungsprozess durch.

Wie die LBS-Experten hervorheben, zeigt die Übersicht der an Euroconstruct beteiligten Institute (in Deutschland das ifo Institut, München) unverändert, dass in fast allen unmittelbaren Nachbarländern – bezogen auf die Bevölkerungszahl – deutlich mehr gebaut wird. So ist zum Beispiel die Wohnungsbauintensität in Polen und Belgien 60 Prozent, in den Niederlanden immerhin 20 Prozent höher als hierzulande. Fast das Doppelte wird sogar in Österreich gebaut, in Frankreich und beim europäischen Mit-Spitzenreiter Schweiz noch mehr. Lediglich in Tschechien „läuft“ der Wohnungsneubau 2013 auf deutschem Niveau, in Dänemark ist er etwas schwächer. Die Tatsache, dass es sich bei unseren Nachbarn vielfach um Märkte mit vergleichbaren Ausgangsbedingungen wie in Deutschland handelt, macht laut LBS Research deutlich, dass drei Wohnungen pro Tausend Einwohner und mehr in der Mitte Europas durchaus als „normal“ anzusehen sind.

Auch der Wohnungsbau in den europäischen Ländern reagiert nach Auskunft der LBS-Experten auf Finanz- und Staatsschuldenkrisen mit ihren gesamtwirtschaftlichen Folgewirkungen. So sind die früheren Wohnungsbau-Boom-Länder Irland und Spanien längst am Tabellenende angekommen. Weitere südeuropäische Staaten leiden wie auch einzelne mitteleuropäische Transformationsländer unter einem schwachen Neubau, während Skandinavien sowohl im oberen als auch im unteren Tabellenfeld vertreten ist.

Die Forscher haben nach Informationen von LBS Research zugleich einen kleinen Blick in die Zukunft geworfen, nämlich zwei Jahre bis zum Jahr 2015. Nach dieser Prognose dürften die Neubauzahlen hierzulande weiter ansteigen, und zwar um rund 15 Prozent auf 3,0 fertig gestellte Wohnungen auf 1.000 Einwohner. Nach etlichen Jahren unter der 200.000er Grenze bedeutete dies nach den Prognosen der Bauexperten des ifo Instituts dann insgesamt 265.000 neue Wohnungen.

LBS, 25.03.2013
Deutscher Wohnungsbau auf Kurs

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  1. Rösi
    05.05.2013 um 17:03

    Aber die FDP geriert sich als Retter!

    Verbände finden FDP-Vorstoß zur EnEV-Entschärfung gut
    VON CHRISTINE REBHAN

    Die FDP-Bun­des­tags­frak­ti­on, die in der ver­gan­ge­nen Woche die ab­schlie­ßen­de Be­ra­tung zur No­vel­lie­rung der En­er­gie­ein­spar­ver­ord­nung (EnEV) im Bau­aus­schuss aus­ge­bremst hat, be­kommt von Ver­bän­den Zu­spruch. Die Bun­des­re­gie­rung hatte Mitte Fe­bru­ar einen Ent­wurf be­schlos­sen, dem zu­fol­ge der Pri­mär­ener­gie­be­darf von Neu­bau­ten ab 2014 und ab 2016 um je­weils 12,5% ge­gen­über den der­zeit gül­ti­gen Vor­ga­ben ge­senkt wer­den muss

    http://www.immobilien-zeitung.de/1000014399/verbaende-finden-fdp-vorstoss-zur-enev-entschaerfung-gut

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  2. E. Müller
    02.05.2013 um 17:34

    Das Mietrecht wurde verschärft
    Energetische Sanierung soll als Vorwand dafür herhalten

    Schwarzgelb legt die „Energiewende“ weiter ganz im Sinne seiner Klientel aus. Schon vor einiger Zeit wurden Dämmpflichten für die Wohnungswirtschaft aufgehoben. Der neueste Streich ist jetzt das ab Mai geltende verschärfte Mietrecht. Eine Mietminderung bei Bauarbeiten ist jetzt in den ersten drei Monaten nicht mehr zulässig, wenn diese auch als energetische Sanierung bezeichnet werden. Offiziell heißt es, damit sollen Eigentümer ermutigt werden, ihre Miethäuser und Mietwohnungen energetisch auf den aktuellen Stand zu bringen.

    http://www.heise.de/tp/blogs/2/154204

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