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WDVS sind nicht umweltfreundlich

giftForsche Forscher – und der Michel zahlt
Endlich wird der ganze Beschiss offen ausgesprochen: WDVS sind nicht umweltfreundlich. Und weil dieser nicht umweltfreundliche Sondermüll an der Fassade seit 50 Jahren die Umwelt vergiftet (s.u.) und weil das nicht mehr länger totgeschwiegen werden kann – tut man erstaunt. Huch! Da ist etwas noch „unerforscht“! Also, was tun? Man sagt seinem Kumpel im Bauministerium Bescheid, der zieht die Fäden und am Ende macht das Umweltbundesamt den Strohmann.

Und warum soll die Dämmstoffindustrie nicht noch mehr Geld hinterher geworfen bekommen? Richtig, weil der dämliche Michel zum Blechen da ist. Steuergelder in Millionenhöhe an die Industrie, damit die ihren Etat schonen können. Es ist wie bei der sogenannten Elektromobilität: als Belohnung für jahrelanges Nichtstun werden der Industrie Millionen zugeschanzt. Und dabei fehlt es „dem Staat“ an allen Ecken. Das ist aber noch lange kein Grund, neben sinnfreier Klimaschutz-, Eurorettungs- und Energiewende-Politik („Die Partei, die Partei, die hat im-mer Rrrächt…“) noch für sämtlichen Blödsinn Geld waschkorbweise zum Fenster hinaus zu werfen.

Fraunhofer-IBP erforscht umweltfreundliche WDV-Systeme * für Bestandsbauten (13.12.2012) In einer vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebenen Untersuchung beschäftigt sich das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP aktuell mit dem Einsatz von Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS). Die Forscher evaluieren dabei die Einsatzmöglichkeiten biozidfreier Komponenten und Beschichtungen. Mit Hilfe einer webbasierten Umfrage, die sich an Bauherren und Besitzer von privatem Wohneigentum richtet, soll unter anderem die Akzeptanz von WDVS ermittelt werden. Darüber hinaus sollen die gewonnenen Daten auch bei der Weiterentwicklung des seit 2009 existie­renden Umweltzeichens „Blauer Engel“ für WDVS ** berücksichtigt werden.“
baulinks.de

(* Und warum? Weil es bislang keine gibt. Sonst bräuchte man nicht forschen.
** Das heißt: „Blauer Engel“ für nicht umweltfreundliche Systeme.)

„Das Umweltbundesamt fördert ein Forschungsvorhaben mit dem Titel „Verbesserung der Umwelteigenschaften von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) – Evaluierung der Einsatzmöglichkeiten biozidfreier Komponenten und Beschichtungen“. Das Fraunhofer Institut für Bauphysik IBP führt dieses Forschungsvorhaben durch. Nähere Informationen zum Forschungsvorhaben finden Sie in der beigefügten Projektbeschreibung.“

Fraunhofer IBP
auf der Internetseite mit dem geistreichen Namen
fassadenforschung.de

Hier ist auch eine Projektbeschreibung abrufbar,
man weiß nur nicht, ob man lachen oder weinen soll:
PDF

Genug vom Polit-Klüngel-Schmonzius
(sozusagen á la Dämm-Filz),
hier noch ein kleiner Blick auf die Realitäten:

Saint-Gobain Weber prangert Umweltschäden durch WDVS an

Das Gift aus der Hauswand

WDVS – die unendliche (Lügen) Geschichte:

WDVS 1  +  WDVS 2

***

Rückblick

„Fachverband WDVS startet Recycling-Forschungsprojekt“ trötete der FV WDVS am 12.12.20111. Und weiter: „Der Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme (FV WDVS) lässt die Möglichkeiten der Wiederverwertung von WDVS-Bestandteilen wissenschaftlich erforschen. Dies wurde anlässlich der Mitgliederversammlung Mitte November in Fulda bekannt. Dort berichteten auch die technischen Arbeitskreise des Verbandes über ihre aktuellen Aktivitäten. Außerdem beschäftigten sich die Delegierten der Mitgliedsunternehmen mit der EnEV 2012 und dem Thema WDVS und Architektur.

Der exakte Titel des Recycling-Forschungsprojektes lautet „Möglichkeiten der Wiederverwertung von Bestandteilen des Wärmedämm-Verbundsystems nach dessen Rückbau durch Zuführung in den Produktkreislauf der Dämmstoffe bzw. Downcycling in die Produktion minderwertiger Güter bis hin zur thermischen Verwertung“. Als Partnerverband fungiert der Industrieverband Hartschaum (IVH). Forschungsgegenstand sei im ersten Schritt expandiertes Polystyrol (EPS), weil dieses Material die mit Abstand größten Marktanteile hat. „Wir wollen wissenschaftlich ermittelte Antworten geben auf kritische Fragen und teilweise falsche Äußerungen zur Recyclingfähigkeit von WDV-Systemen ***“, so Vorstandsvorsitzender Lothar Bombös.

Der Forschungsauftrag soll an das Fraunhofer Institut für Bauphysik (Holzkirchen) und das Forschungsinstitut für Wärmeschutz (München) gehen. Zunächst läuft ein Antrag auf Fördermittel beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung innerhalb des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung. Das Bundesbauministerium befürwortet das Projekt, wie Ministerialrat Hans-Dieter Hegner in Fulda am Rande seines Vortrages über „die Zukunft der EnEV“ durchblicken ließ. Die Vorrecherchen des Fachverbandes bei den Mitgliedsunternehmen lassen bereits zwei wesentliche Trends erkennen ****:

Es fallen derzeit so gut wie keine EPS-Abfälle an; der Bedarf an EPS-Recyclingprodukten sei vielmehr erheblich größer als die zur Verfügung stehende Menge.
Viele Hersteller betreiben zudem bei den zurückgelieferten bzw. eingesammelten EPS-Resten bereits 100%iges Downcycling.
Nach erfolgter Finanzierungszusage soll das Forschungsprogramm mit einer Laufzeit von insgesamt 18 Monaten starten.“

(*** heißt übersetzt: wir lassen uns die Dämmstoff-Propaganda sponsern
**** heißt übersetzt: das hat das Ergebnis der Forschung zu sein)

Gespannt sehen wir den sensationellen Forschunsgergebnissen im Herbst 2013 entgegen. Apropos „Forschung“ und apropos „WDVS“:

Anspruchsvolle Forschungsvorhaben
Aber jetzt kommt es! Eines dieser “anspruchsvollen Forschungsvorhaben” befasst sich mit dem Recycling von WDVS. Ein Millionen schweres Geschenk von Steuergeldern, die der Dämmstoffindustrie in den Rachen geworfen werden. Es sind Leute wie Herr Hegner, die im Hintergrund die Strippen ziehen und für die Geldgeschenke an die Industrie sorgen, die sich – dank staatlicher Verordnungen wie der EnEV und staatlich unterstützter Propaganda – ohnehin schon dumm und dämlich verdient. Am Ende ist der deutsche Michel der Dumme, der mehrmals draufzahlen darf. So ist die Welt in der wir leben.
8. Juli 2012

WDVS: kein Recycling – kein Öko
20. Februar 2011

WDVS: über 50 Jahre kein Recycling
9. Dezember 2011

DAB: WDVS und Recycling
4. Juni 2012

WDVS: Entsorgung, Nachhaltigkeit, Sondermüll
17. April 2011

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  1. 13.03.2013 um 20:22

    Eine wunderbare Situationsbeschreibung liefert Wolfgang Köster seit Dezember 2012 in seinem Blog. Er hat es voll auf den Punkt gebracht. Danke.

    „Donnerstag, 6. Dezember 2012
    Gifte in Farben, Brandbeschleuniger an der Wand und Nazis in den Chefsesseln der Farbenhersteller
    …so stellen sich einige Leute wohl das Geschäft der Farbenhersteller vor. In üblen Giftküchen panschen alte und junge Nazis (siehe auch meinen Blogbeitrag weiter unten) Brühen zusammen aus denen dann Farben hergestellt werden. Weil man damit die Geamtbevölkerung Deutschlands nicht umbringen kann werden auch noch Dämmplatten hergestellt die aus Wohnhäusern Feuerfallen machen und das alles nur um den Profit von Brillux, Sto und Co. zu maximieren. …“

    http://fassadendoc.blogspot.de/2012/12/gifte-in-farben-brandbeschleuniger-der.html

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  2. Uwe
    09.03.2013 um 20:42

    Da nun offensichtlich die Besiedelung mit Algen und anderen Mikroorganismen so schicksalhaft unvermeidlich ist, der Kunde aber auf seiner schönen neuen Fassade kein Grün oder andere Schattierungen sehen will, muss ihm natürlich geholfen werden. Da man nun aber immer mit der 5jährigen Gewährleistung konfrontiert wird und wenn man jede Algen-Reklamation natürlich vermeiden will, dann bleibt uns – nach Meinung der Hersteller – nur eine Möglichkeit, die Fassadenoberflächen mit möglichst viel Anti-Algen- und Anti-Pilzmitteln, also Giften auszurüsten, damit die Mikroorganismen eben in dieser Zeit nicht wachsen. Nun sind diese Gifte notwendigerweise wasserlöslich und werden ausgewaschen. Soll also der Giftvorrat nicht so schnell in die Umwelt ausgeschwemmt werden, dann muss man diese Gifte gut binden, das bedeutet hohe Polymergehalte, was bekanntlich zu sehr dampfdichten Beschichtungen führt. Dass damit die Oberflächenschichten auf WDVS-Fassaden andererseits nur noch schlecht austrocknen können, macht ja deshalb nichts, weil in diesem „Giftsumpf“ auf der Fassade die Algen nicht gedeihen können. Zwar führt dies nach Ausspülen des Giftdepots meist nach ca. 2 bis 3, manchmal erst nach 6 Jahren dazu, dass die Mikroorganismen sich unweigerlich anlagern und sich des ewig feuchten Untergrundes erfreuen, aber dann ist die u.U. Gewährleistung abgelaufen und man muss ein neues Giftdepot aufbringen. Wer keine grüne Fassade will, muss bei hoch gebundenen Polymersystemen eben alle 5 Jahre Giftdepots aufstreichen; das Geschäft “blüht”.

    Das Wort Gift wird im Merkblatt und den Infos strikt vermieden. Der Kunde wiegt sich in Sicherheit, denn was in 5 – 7 Jahren sich auf seiner Fassade absehbar abspielen wird, das wird ihm nicht erzählt.

    http://www.institut-erfurth.de/pdf/anstriche_wdvs.pdf

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  3. Bernhard
    09.03.2013 um 20:38

    „Vergleicht man die einschlägigen Ökobilanzen zu WDVS-Systemen miteinander, schneidet EPS Graphit besonders günstig ab. Nicht nur aus Sicht der Grauen Energie – auch was die Kriterien „Ressourcenschonung“, „Verarbeitungssicherheit“ und „Klimafreundlichkeit“ anbelangt. Dennoch verbleibt bei der Wahl von EPS ein schlechter Nachgeschmack:
    – wegen des eingesetzten Flammschutzmittels HBCD. HBCD ist seit Juni 2009 gemäß der neuen europäischen Chemikalienverordnung REACH als giftig eingestuft für Mensch, Ökosysteme und Organismen.
    – wegen des deutlich wahrnehmbaren Geruchs nach gesundheitsschädlichem Styrol, der einem schon beim Öffnen der Styroporpakete entgegenschlägt, der aber auch beim Schneiden (Sägen) der Platten deutlich wahrnehmbar ist.
    – wegen der Schweinerei auf der Baustelle, wenn beim Zuschneiden der Platten die Styroporpartikel beim kleinsten Windhauch durch die Gegend fliegen. Angeblich finden sich die Styrokügelchen auch im Magen von Vögeln und Fischen.“

    http://www.nachhaltiges-bauen.de/baustoffe/W%C3%A4rmed%C3%A4mmverbundsysteme%20(WDVS)

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  4. Der Urs aus der Schweiz
    09.03.2013 um 19:36

    Da nun offensichtlich die Besiedelung mit Algen und anderen Mikroorganismen so schicksalhaft unvermeidlich ist, der Kunde aber auf seiner schönen neuen Fassade kein Grün oder andere Schattierungen sehen will, muss ihm natürlich geholfen werden. Wenn man eine Algen+Pilz-Reklamation vermeiden will, dann bleibt – nach Meinung vieler Hersteller – nur eine Möglichkeit, die Fassadenoberflächen mit möglichst viel Anti-Algen- und Anti-Pilzmitteln, also Bioziden = Giften auszurüsten, damit die Mikroorganismen nicht wachsen können. Doch dieses Konzept war nicht zu Ende gedacht :
    Denn diese Gifte notwendigerweise wasserlöslich und werden ausgewaschen; nach den Erkenntnissen des Fraunhofer Instituts für Bauphysik in Holzkirchen (IBP) und der EAWAG an der ETH Zürich ist dies u.U. bereits nach ca. 18 Monaten schon soweit !

    Soll also der Giftvorrat nicht so schnell in die Umwelt ausgeschwemmt werden, dann muss man diese Gifte gut binden, das bedeutet hohe Polymergehalte, was bekanntlich zu sehr dampfdichten Beschichtungen führt. Dass damit die Oberflächenschichten auf WDVS-Fassaden andererseits nur noch schlecht austrocknen können, macht ja deshalb nichts, weil in diesem „Giftsumpf“ auf der Fassade die Algen und Pilze nicht gedeihen können. Zwar führt dies nach Ausspülen des Giftdepots dazu, dass die Mikroorganismen sich unweigerlich anlagern und sich des ewig feuchten Untergrundes erfreuen, aber dann ist die u.U. Gewährleistung abgelaufen und man muss ein neues Giftdepot aufbringen.
    Wer also keine grüne Fassade will, muss bei Polymersystemen (Acrylaten, Silikonen) wiederholt Giftdepots aufstreichen. Das Wort Gift wird im Merkblatt und den Infos strikt vermieden und durch Begriffe wie „Filmkonservierung“ oder „technische Schutzausrüstung“ ersetzt, damit es keiner merkt. Dass dadurch in
    Europa jedes Jahr mehrere tausend Tonnen Giftstoffe, die cancerogen und mutagen sind, wie z.B. das Carbendazim, nimmt die Industrie einfach in Kauf ! Als Wirkstoffe der Biozide greift man auf Pestizide aus der Landwirtschaft zurück, die aber in der EU immer weiter eingeschränkt werden. Was machen dann aber diese Leute in 20 Jahren, wenn alle wirklich wirksamen Gift-Wirkstoffe verboten sein werden ?

    Umweltbelastung durch biozide Silikonharzfarben
    In der Schweiz hat die EAWAG nachgewiesen, dass diese sog „Filmkonservierungsmittel“ aus den Fassaden ausgewaschen werden und dann direkt in die Umwelt gelangen. Wenn das Regenwasser über Kläranlagen läuft, wird das Gift selbst in den Kläranlagen nicht abgebaut, sondern über die Kläranlagen an die Umwelt abgegeben! Nachdem die gleichmäßige Verteilung von Giftstoffen aus den Fassaden in die Landschaft ja wohl kaum zeitgemäß und letztlich wohl verantwortungslos ist, muss man sich wohl andere Gedanken
    machen.

    http://www.swissbauco.com/admin/up/Algen___Pilze_gift-freie_WDVSysteme-2009.pdf

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  5. Hermann der Cherusker
    09.03.2013 um 19:29

    BIOZID-ALARM
    Trinkwassergefahr durch Biozide – das Gift kommt aus der Hauswand
    01.02.2013 | 20:32 Uhr

    Bildunterschrift:

    Seit sie weiß, dass giftige Biozide ihre Hausfassade sauber halten, fühlt sich Geske Houtrouw unwohl.

    Witten. Gefährliche Biozide dringen aus wärmegedämmten Fassaden in die Umwelt. Eine Wittener Familie wollte mit der Sanierung ihres Hauses Gutes tun – und befürchtet nun ein böses Erwachen. Denn das Gift sorgt offenbar dafür, dass Gewässer in großem Stil verschmutzt werden. „Es kommt der Tag, an dem wir eine Wirkung am Menschen sehen“, sagte in Toxikologe.

    WAZ
    http://www.derwesten.de/region/trinkwassergefahr-durch-biozide-das-gift-kommt-aus-der-hauswand-id7546078.html

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  1. 03.02.2015 um 11:50
  2. 18.11.2014 um 18:08
  3. 29.03.2013 um 17:00
  4. 22.03.2013 um 07:48

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