Das Gift aus der Hauswand

gift„Drei Jahre nach der Wärmedämmung sah ihr Traumhaus aus wie eine Schmuddelbude. Algen und Pilze wuchsen auf der Fassade. Wieder war ein neuer Anstrich fällig für das Heim von Familie Houtrouw aus Witten. Jetzt leuchtet das Haus von 1934 in frischem Gelb. „Wie lange hält es diesmal?“, fragt sich Geske Houtrouw. Die 38-Jährige ist skeptisch geworden. „Es war wohl ein Fehler, das Haus zu dämmen“, sagt sie. Seit kurzem weiß Geske Houtrouw, dass die Hausfassade gefährliche Biozide enthält. Chemikalien, die die Umwelt vergiften.“

„Forscher fanden heraus, dass Isoproturon-Konzentrationen in Fassaden „pro Flächeneinheit rund 10- bis 20-mal höher liegen“ als in der landwirtschaftlichen Praxis. Untersuchungen belegen, dass nachträglich gedämmte Fassaden die Giftbelastung verschärfen.“

„Das giftige Terbutryn in NRW-Gewässern schreibt der Umweltchemiker Prof. Kai Bester „vollständig dem Bautenschutz“ zu. Nur dort werde der Wirkstoff noch verwendet. Tatsächlich ist Terbutryn als Pestizid in der Landwirtschaft seit 1997 verboten.“

aus:
Das Gift aus der Hauswand
WAZ, Wirtschaft, 01.02.2013

Bemerkenswert: im UBA weiß man davon noch nichts.

Hintergrundwissen:

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