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Dämmstoff-Hersteller räumt mit Dämmstoff-Märchen auf

Warnung: Hardcore! Dennoch aus der Rubrik „Muss man gelesen haben“. Der WDVS-Propaganda-Artikel steht dem der BASF nicht viel nach. Hier wird schonungslos aufgeräumt mit modernen Dämmstoff-Märchen. Natürlich stets nur der Wahrheit verpflichtet. Dennoch unterhaltsam bis salopp und burschikos. Geniesen Sie den Mumpitz:

„In der heutigen Zeit der medialen Multiplikation von Meinungen passiert es, dass auch Halb- oder Unwahrheiten schnell und breit gestreut werden. Die mediale Lawine macht den zugrunde liegenden Sachverhalt aber keinen Deut wahrer. Die Mär „Schimmel in Wohngebäuden hervorgerufen durch außen angebrachte Wärmedämmverbundsysteme“ ist dafür ein perfektes Beispiel. Natürlich ist genau das Gegenteil der Fall, sprich es gibt wenige Dinge, die sich so vorteilhaft auf das Wohnklima, die Wohngesundheit und insbesondere auch die Vermeidung von Schimmel auswirken.
Von den finanziellen Vorteilen und einer lebenslangen, ordentlichen Rendite der Investitionsmaßnahmen ganz zu schweigen.

Aber kein Zusammenhang ist so einfach, dass angeblich Berufene nicht noch eine Nebelkerze werfen könnten. Die lautet dann „Luftdichtheit“. Worum geht es? Es heißt, dass durch das Anbringen der Außendämmung die Luft nicht mehr durch die Wand „wegatmen“ kann. Na ja, das hört sich toll an, ist aber doppelter Unfug. Zum einen ist der Diffusionswiderstand einer normalen Außenwand aus den üblichen Materialien bereits so hoch, dass ohnehin kaum feuchtigkeitsbeladene Luft durch die Außenwand „wegdiffundiert“. *** Zum Anderen muss ohnehin vermieden werden, dass die warme Luft wegzieht. Das sagt schon die einschlägige Norm.“

gefunden in: Schimmel durch Außendämmungen – ein modernes Märchen
bei: [Propaganda-Link]
Aussender: Philippine GmbH & Co. Dämmstoffsysteme KG
(auch ein Pächter der lauteren Wahrheit]

***

*** Kleine Hilfestellung:
es ist der Wasserdampf, der diffundiert.
Bei einer 36,5er Ziegelwand diffundiert er so, dass die Konstruktion tauwasserfrei bleibt.
Klebt man Polystyrol an die Mauerwerkswand, entsteht ein Diffusionswiderstand.
Es kommt zu Kondenswasserbildung, Wasser wird flüssig und kapillar gebunden.
Polystyrol kann flüssiges Wasser nicht transportieren.
Flüssiges Wasser muss erst verdampfen, damit es wegdiffundieren kann.
Dazu wird Energie benötigt (Stichwort: Verdampfungskälte).
Dazu muss Heizwärme von innen nachfließen (Wärmestrom).
Es erfolgt ein gekoppelter Feuchte-/Wärmetransport (Stichwort: WUFI).
Dabei gelangt Wasserdampf zur Dämmebene und kondensiert.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dämmen und vergammeln sie noch heute.
Siehe auch: Atmungsaktive Wände. (auch gut für den Phillipine Märchen-Onkel)

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  1. 08.11.2012 um 14:43

    Da WDVSe durch unvermeidliche Taupunktunterschreitung aufnässen und mangels Kapillartrocknung die Feuchte anreichern, werden sie schwerer und schwerer mit der Folge, daß sie ordentlich mit tief verankerten Dübeln an der Fassade befestigt werden müssen. Nun zieht die angereicherte Nässe aus dem Dämmpaket kapillar entlang der Dübelwandung in die Wand und führt zu Auffeuchtung auch der Innenseiten der Außenwände. Die befinden sich im Raum. Und dort schimmelt es dann.

    Genau diesen Zusammenhang habe ich in Norddeutschland begutachtet, der NDR hat in „Wahnsinn Wärmedämmung“ darüber berichtet. Und am 26. November 2012 um 22.00 Uhr sendet der NDR den Teil 2: Der Dämmwahn geht weiter“ …

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  2. 08.11.2012 um 13:21

    Abhilfe geht eigentlich nur noch mit einer Strahlungsheizung, die den Wärmetransport aus der Wand in den Raum hin verursacht.

    –oder mit Löchern in der Wärmedämmung, wie bei BAUMit…. Da sammelt sich dann das Wasser und könnte nach rechts oder links ablaufen oder mit der elektrischen Fassadenheizung verdampft werden. Der Fachmann klebt die Platten möglichst schräg nach außen auf…..,

    Patenfähig wäre wohl auch eine Platte mit senkrechten Löchern und einer Ablaufrinne..

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    • 08.11.2012 um 17:17

      Die Idee mit der Ablaufrinne hatte bereits jemand, nämlich die experimentierfreudige Dämmstoffindustrie. Die ist nämlich auf die geniale Idee gekommen, mittels U-Wert in Afrika und Mittelost den sommerlichen Wärmeschutz zu stemmen. Das Experiment: Styropor an die Wände kleben und damit die Sonnenhitze aussperren. Das Ergebnis: Kondenswasser ohne Ende, weil die Luftfeuchte meist 90% beträgt und der Taupunkt schön weit oben liegt. Die Lösung: eine Kondenswasserauffangrinne, dezent im Sockelprofil versteckt. Da sieht man dann nicht, dass das WDVS inkontinent geworden ist. Das Traurige daran: das ist kein Witz. Disclaimer: Namen, Orte und Zeit wurden von der Redaktion gar nicht erst genannt.

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  1. 22.02.2014 um 18:10

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