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Dämmstoff-Mythos Specht

Nur ein Mythos: Spechtlöcher, © Foto: Die Haus-Klinik

„Doch wenn man negative Medienberichte über mögliche Gefahren (Brandschutz, Spechtschäden, Giftstoffe oder aktuell Schimmel) einmal näher beleuchtet, wird klar, dass es für alle genannten Probleme effektive Lösungen gibt, die sich seit langem in der Praxis bewährt haben.

Nachdem zuletzt über „exotischere“ Themen wie Schäden durch Spechtlöcher in gedämmten Fassaden berichtet wurde, …“

aus: Ein Dämmstoff-Märchen, erzählt von Märchentante BASF

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„Wenn der Specht anklopft
Der Ärger war eigentlich vorprogrammiert: Abgestellte Fahrräder kratzen an der Hausfassade, verirrte Fußbälle, ein Specht, der sich an dem hohl klingenden Wärmedämm-Verbundsystemen nur allzu gern auf Nahrungssuche begibt, Hagelschlag usw. Das Kompendium verweist an dieser Stelle auf die Option einer zusätzlichen Armierungsschicht, die eine Fassade um 100 Prozent widerstandsfähiger gegen derart äußere Einwirkungen macht. Neben der verbesserten Stoßfestigkeit, so informiert das neue Handbuch, bedeutet eine Zusatzarmierung auch einen deutlich verbesserten Schallschutz – …“

aus: Pressemeldung „Das Kompendium der Wärmedämmung“

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Weitere Spechtereien:
Spechtlöcher in WDVS? Gibt es nicht.
WDVS for Green Buildings: Spechte und Algen
Wahnsinn Wärmedämmung: Fassaden vergiften Flüsse
Dämmstoffpropaganda (de): Kritik unerwünscht
Dämmstoff-Propaganda (de): dena phantasiert von 70% Einsparung

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„Für einen Specht, der ganze Baumstämme zu demolieren imstande ist, stellt das Durchschlagen der aus Armierungsschicht (Spachtelmasse mit eingebettetem Glasseidengewebe) und Oberputz bestehenden, relativ dünnen Deckschicht eines WDVS eine leichte Übung dar.“

Michael Hladik
Spechtschäden an Fassaden

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„Der Specht schlägt sich durch
Spechte besuchen auch nicht gedämmte Fassaden zur Nahrungssuche. Nicht selten entfernen sie dabei einzelne, locker sitzende Putzstückchen – der Schaden hält sich in Grenzen. Nicht so bei wärmegedämmten Fassaden: Hier hinein bauen sie Höhlen und räumen dazu das Dämmmaterial aus – unabhängig davon, welches Material verwendet wurde. Gebäudeecken und fensterlose Fassadenbereiche nahe an Bäumen oder Grünanlagen sind besonders gefährdet. “

LBV München
WER KLOPFT DENN DA?
SPECHTE ALS FASSADENHACKER

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„Maler und Stuckateure, die solche Fassadenbeschädigungen ausbessern müssen, können Ihren geplagten Kunden nur raten, mit Abwehrmaß- nahmen wie das Anbringen von beweglichen und glitzernden Windspielen, Eulen- und andere Raubvogelatrappen gegen diese geschützte Vogelart vorzugehen. Nachträgliche Armierungsverstärkungen sind meist unverhältnismäßig teuer, denn die in der Regel 2-3 mm starke Schicht müsste auf ca. 1 cm Dicke erhöht werden, damit der Specht, der mit seinem spitzen Schnabel mit bis zu 20 Schlägen bei einer Geschwindigkeit von ca. 25km/h auftreffen soll, keinen Erfolg mehr hat.

Mappe – Die Malerzeitschrift, 03. Mai 2012
Manuela Hailer – Tierisches 1
Bunter Fassadenhacker

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Zum Foto: Leider nur mit dem Händie Mobiltelefon aufgenommen, dennoch gut erkennbar, dass hier eine Höhle angelegt wurde. Innenabmessungen ca. 30 + 20 x 10…20 cm.  Wer glaubt, den Specht würde eine zusätzliche Armierung stören, der hat nicht in Erfahrung gebracht, was der kleine Racker als Hacker so zusammen hackt. Und dann darf man auch mal ganz kurz das Gehirn einschalten und überlegen, wie teuer „die Option einer zusätzlichen Armierungsschicht, die eine Fassade um 100 Prozent widerstandsfähiger gegen derart äußere Einwirkungen macht“ (Zitat von der Märchentante, siehe oben).
Das Problem: während Fahrräder ganz selten im 3. OG an die WDVS Fassade angelehnt werden, fliegt der Specht noch seltener das EG an. Der dreiste Bösewicht fliegt weiter oben herum. Zusätzliche Armierungen bis zur Dachtraufe werden ein teurer Spaß – und der Specht lacht sich einen und hackt auch die doppelte Armierung durch. Vielleicht sollte man als Spechtabwehr ein buntes BASF WDVS Kompendium aufhängen. Wenn der Specht lesen könnte, würde er sich ja tot lachen.

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  1. 07.11.2012 um 08:48

    Wozu die Dikussion um Spechte? am 11. 4. 2011 berichtete Dimag über die elktrisch beheizte Fassade.

    Gegen Algen, Gegen Frost, und wenn die Heizdrähte für Spechte modifiert werden könnte man auch damit klingeln, Strahler und mehr betreben.

    Kein Specht würde das lange aushalten.

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  2. Erich Müller
    06.11.2012 um 11:01

    :-)) „Gegen einen scharfen Schnabel ist eben doch noch kein Kraut gewachsen“ :-))
    Danke für alle Ihre Artikel !!!

    Gefällt mir

  1. 25.02.2015 um 06:03
  2. 21.11.2012 um 13:49

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