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B HO 8/83 – II – die sagenhafte Studie

Lesetip: Die Welt vom 08.10.2012
„Wärmedämmung kann Heizkosten in Höhe treiben
Mehrere Studien belegen einen höheren Energieverbrauch bei gedämmten Wohnhäusern. Die Ergebnisse sind besonders brisant, weil die Bundesregierung die Energieeinsparverordnung weiter verschärfen will.“
Von Richard Haimann

Zitat: „Wärmedämmungen verringern nicht in jedem Fall den Heizenergiebedarf in Wohnhäuser. Ihre Anwendung kann im Gegenteil dazu führen, dass der Verbrauch von Öl und Gas steigt. Das ist das Ergebnis einer Reihe von Studien, die der „Welt” vorliegen. Die Ergebnisse werfen die Frage auf, ob die Bundesregierung mit der geplanten Verschärfung der Energieeinsparverordnung ihre Ziele in der Energiewende nicht konterkarriert. Besonders brisant ist dabei eine jetzt wieder entdeckte Untersuchung des IBP-Instituts für Bauphysik der Fraunhofer Gesellschaft. “

zum Welt Artikel
Kommentar BAUFÜSICK: aus der Serie „Alte Schinken neu aufpoliert“, aber dennoch gut, das das Thema mal wieder aufgegriffen wird. Man soll sowohl der Welt als auch dem Immobilienfachmagazin davor gönnen, dass sie etwas sensationell Neues ausgebuddelt haben. Dass diese tolle Studie seit Jahren komplett  im Regal von BAUFÜSICK steht, soll dem keinen Abbruch tun.

Hier ein lesenswerter Artikel, in dem die geheimnisvoll
ab- und wieder aufgetauchte Studie genannt wird:
Energie einsparen ohne Wärmedämmung
Über die Wiederentdeckung der Feuchte

Bei dimagb.de: was sonst noch so los war in 1983

Die sagenumwobene Studie:

„Untersuchungen über den effektiven Wärmeschutz verschiedener Ziegelaußenwandkonstruktionen“
am Fraunhofer Institut für Bauphysik in Holzkirchen vom 5. Juli 1983 (B Ho 8/83-II).

Untersuchungsbericht Fraunhofer IBP B Ho 8/83-II vom 05.07.1983 (Auszug)
als PDF zum Download

Weitere interessante Lesestellen genau zum Thema,
zum Teil uralt, aber immer noch aktuell:

Sie können sich aber auch den Spaß machen
und „B HO 8/83 – II“ googeln.
Warnung! Es kommt nichts Überraschendes.
Hinweis: mit An- und Ausführungsstricheln, das filtert zum Wesentlichen.

Hier die Schlagzeilen aus dem Welt Artikel:
[Dazu ein paar – mehr oder weniger geistreiche –
BAUFÜSICK Kommentare mit Link]

  1. 10.10.2012 um 20:27

    Apropos: Studien vom Fraunhofer IBP
    (die deutsche Zentralverwaltung der verordneten Bauphysik)

    Wenn die Götter irren
    https://baufuesick.wordpress.com/2007/12/14/wenn-die-gotter-irren/

    Liken

  2. 10.10.2012 um 20:13

    apropos „solare Gewinne“:
    Solare Gewinne opaker Bauteile
    Studie über den Einfluss der solaren Erträge über die Außenwände auf den Energiehaushalt eines Wohngebäudes
    April 2009
    Link: https://baufuesick.wordpress.com/2009/04/06/solare-gewinne-opaker-bauteile/

    Liken

  3. 10.10.2012 um 19:52

    EB-8/1985
    (hat Hr. Richard Haimann vergessen, als Quelle anzugeben;
    das Pamphlet steht ausnahmsweise nicht in meinem Regal)

    http://download.dimagb.de/docs/bumann/bauphysik.pdf

    http://download.dimagb.de/docs/bossert/bossert_eva_bern_10objekte.pdf

    http://www.deutsche-burgen.org/pdf/nr11.pdf

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  4. 10.10.2012 um 19:49

    GEWOS-Studie
    (die steht auch im Regal)

    http://www.richtigsanieren.de/info/alt/alt14.htm

    http://www.konrad-fischer-info.de/7wdvs05.htm

    Apropos.
    Da fällt mir ein.
    Ein paar Jahre ist es her, da hatte ich einen Studenten einer Berliner Uni (Name „aus Gründen des Datenschutzes“ ausgespart, vielleicht war es auch eine inzwischen umbenamste FH, die mit Technik zu tun hat) bei seiner Diplomarbeit zu betreuen. Der mutige junge Mann hatte sich aber auch ein mutiges Thema ausgesucht! Zum Einstieg gab es die HoKi- und die GEWOS Studie. Es hat nicht lange gedauert, da gab es nichts mehr zu betreuen. Der Grund: die Herren Professores stellten – wahrscheinlich auch für sich selbst überraschend – fest, dass sie leider, leider keine Messgeräte zur Verfügung hatten. Langer Rede kurzer Sinn: das Thema wurde beerdigt. So viel zum Thema „Freiheit von Forschung und Lehre“.

    Und unvergessen:
    Der Kniefall der Ziegel Heinis vor den Dämmstoff Heinis: „die von der AMz beauftragte Studie zum Energieverbrauch von Mehrfamilienhäusern sollte aufzeigen, dass die alleinige Betrachtung der k- bzw. U-Werte als Anforderungsgröße für energiesparendes Bauen unzutreffend ist. Die Bewertung von WDVS im Vergleich zu monolithischen Außenwandaufbauten ohne Zusatzdämmung stand nicht im Vordergrund. Die GEWOS-Studie ist nicht geeignet, eine Bewertung der Energieeffizienz von WDVS zu leisten.“ Erzeugt diese Form des Widerrufs und der Abbitte Mitleid oder Abscheu?

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  5. 10.10.2012 um 19:38

    Es geht aber hier konkret um die Nachfolgestudie, die heißt EB-8/1985. Die ist unpubliziert – im Gegensatz zur 1983er. Und diese 85er Studie widerlegt die Ausflüchte betr. Wärmebrückeneffekte, mit denen das IBP 1983 das Phänomen höherer Heizenergieverbräuche in den gedämmten Testhäusern erklären wollte. Und zeigt, daß bei gleichem U-Wert (damals k-Wert) die gedämmten Buden ebenso mehr Energie und nicht gleich, geschweige denn weniger verbrauchen. Vielleicht deswegen blieb diese Studie in der Versenkung?

    Diese Dämmkatastrophe wurde nun 1996 von der großangelegten GEWOS-Studie praktisch bestätigt. 47 damals moderne Mehrfamilienhäuser wurden mehrere Jahre untersucht. Soweit gedämmt und guter U-Wert, mehr Heizenergieverbrauch/qm. Ist vom Gesetzgeber und den DIN-Schlawinern auch unbeachtet geblieben. Warum wohl?

    Trau, schau, wem?

    Konrad Fischer
    Dämmskeptiker

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  1. 23.09.2015 um 06:59
  2. 04.04.2014 um 20:01
  3. 28.11.2012 um 16:59
  4. 13.10.2012 um 19:10
  5. 10.10.2012 um 20:08

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