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EnEV 2012/2013/2014: Entwarnung für Gebäudebestand?

Gebäudebestand: energetische Anforderungen werden nicht verschärft
Haus & Grund begrüßt Einigung der Bundesregierung

Die energetischen Anforderungen an bestehende Wohngebäude werden zunächst nicht weiter verschärft. Darauf sollen sich die zuständigen Bundesministerien übereinstimmenden Meldungen zufolge geeinigt haben. „Wenn es bei diesem Ergebnis bleibt, können Immobilieneigentümer erst einmal aufatmen“, kommentiert Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann die Einigung.

Die EU-Mitgliedsstaaten haben vereinbart, bis zum Jahr 2021 im Neubau einen Niedrigstenergiehausstandard durchzusetzen. Hiernach sollen Gebäude nur noch einen sehr geringen Energiebedarf aufweisen, der zu einem wesentlichen Anteil durch erneuerbare Energien gedeckt wird. In Deutschland werden die energetischen Anforderungen an Wohngebäude im Wesentlichen in der Energieeinsparverordnung festgelegt. Neben den Neubaustandards werden dort auch Regeln für energetische Modernisierungen bestehender Gebäude formuliert. Für den Neubau sollen die Standards nach den Plänen der Bundesregierung schrittweise um 12,5 Prozent erhöht werden. Kornemann: „Wir müssen uns langsam den EU-Zielen für den Neubau annähern. Die Bundesregierung geht hier behutsam vor, so dass sich alle Bauwilligen vor Baubeginn darauf einstellen und gegebenenfalls ihre Pläne überdenken können. Das können Eigentümer älterer Gebäude nicht mehr. Deshalb ist es umso wichtiger, jetzt die Bestandsgebäude zu verschonen. Die aktuellen energetischen Anforderungen stellen auf absehbare Zeit die Grenze des finanziell und technisch Machbaren im Bestand dar. Ein Mehr würde Vermieter und Mieter völlig überfordern.“

Haus & Grund
Pressemitteilung vom 17.09.2012

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Siehe auch:

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Kategorien:EnEV, Politik Schlagwörter: , ,
  1. Die Katze aus dem Sack
    17.10.2012 um 18:18

    GEB-Newsletter: 23-2012 | 16.10.2012

    ENEV

    EnEV-Referenten-Entwurf in den Startlöchern
    Bei einer Veranstaltung am 12. Oktober 2012 in Stuttgart stellte Peter Rathert, Referatsleiter im Bundesbauministerium, wichtige Eckpunkte der nächsten EnEV vor. Laut Rathert ist der Entwurf fertiggestellt und bedarf nur noch einer juristischen Klärung bevor er an die Bundesländer, die kommunalen Spitzenverbände und die betroffenen (bundesweiten) Organisationen versendet wird. Das könnte in den nächsten Tagen geschehen. Die bereits bekannten Neuerungen des aktuellen EnEV-Entwurfs auf einen Blick:

    Absenkung des Primärenergiefaktors für Strom

    uvm.

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  2. Jürgen Berndt
    02.10.2012 um 09:38

    Immobilien als Anlage sinnvoll?
    Siehe Besteuerung von Eigentum in Griechenland, Zitat aus
    http://www.heise.de/tp/blogs/8/152895

    „Was bekannt wurde, klang nicht gut. Es soll nun neben der Immobiliensonderabgabe für Wohneigentumsbesitzer eine fiktive Eigenmietsteuer eingeführt werden. Kurzum sollen so alle Eigentümer von Immobilien, aber, wie bekannt wurde, auch von Äckern, unabhängig vom tatsächlichen Einkommen Steuern abführen. Wegen der chronisch niedrigen Sparbuchzinsen und der überaus hohen Inflation haben Griechen anders als Nordeuropäer seit Jahrzehnten ihre Spargroschen in Immobilien angelegt. Der Anteil an nominellen Wohneigentümern ist im Land mit fast achtzig Prozent relativ hoch. Hier jedoch trügt der Schein. Denn auf den meisten Immobilien lasten Hypothekenkredite, deren Abbezahlung immer mehr Griechen nicht mehr möglich ist.“

    Halten Sie Ihre Immobilie immer noch für ein gutes Investment?

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  3. Kalle
    29.09.2012 um 09:08

    Ist denn heut‘ schon Weihnachten?

    Kölner Stadt-Anzeiger: Ministerpräsidentin Kraft verspricht bürgernahe Lösung für Kanal-Tüv / Dichtheitsprüfung
    http://t.co/KRaVnNRG

    Und was heißt Bürgernah? Etwa Dichtheitsprüfung inklusive verpflichtender Darmspiegelung?

    Oder hat die Politik doch erkannt, dass die Inflationierung der Haus- und Mietpreise plus unsinniger Sanierungsauflagen zigtausende Menschen auf die Straße setzen wird?

    Gefällt mir

  4. 28.09.2012 um 20:31

    Die ImmobilienZeitung berichtete hierzu am 17.09.2012:

    „So sind Verschärfungen für den Bestand vom Tisch und auch die vom BMU geforderte Energiepolizei wird es nach derzeitigem Stand nicht geben. Das BMU-Papier forderte, dass künftig noch zu benennende Behörden die Einhaltung der Energiestandards überprüfen sollen. Zudem seien vom BMU vorgesehene Nachrüstpflichten, zum Beispiel bei Heizungen, gestrichen, heißt es aus dem BMVBS.“

    http://www.immobilien-zeitung.de/1000010736/enev-verschaerfungen-fuer-bestandsbauten-wohl-vom-tisch

    Gefällt mir

  1. 22.02.2013 um 17:35
  2. 10.01.2013 um 20:30

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