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Welche Rolle spielen die „Verbraucherschützer“?

„Umfrage: Häuslebauer scheitern an energetischer Gebäudesanierung. vzbv sieht Handlungsbedarf bei Beratung und Qualitätssicherung

Energetische Gebäudesanierungen sind weniger effektiv als möglich, weil die Eigenheimbesitzer überfordert sind. Das ist das Fazit einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) unter 1.000 Eigentümern, die ihre Häuser kürzlich saniert haben. Bei mehr als einem Viertel stellten sich die gewünschten Energieeinsparungen gar nicht ein. Bei weiteren 28 Prozent fallen sie so klein aus, dass sich die Investitionen frühestens in 25 Jahren rechnen werden. Ein Grund: Nur ein Viertel nimmt vor der Sanierung eine Beratung in Anspruch. „Die Energiewende braucht mehr als Geld und Gesetze. Die Bundesregierung muss die Beratung massiv ausbauen und bewerben“, fordert vzbv-Vorstand Gerd Billen.“

usw. usf.
vzbv, 24.05.2012

vzbv bedeutet, das ist die Bundeszentrale der Verbraucherzentralen, die sich den Verbraucherschutz in die Fahne geschrieben haben. Das haben auch andere, die sich dem Umweltschutz verpflichtet fühlen. Und es gibt Organisationen, die sich nur dem Umweltschutz verschrieben haben. Und dann gibt es noch die bösen Zungen, die doch einfach mal so dreist behaupten, denen allen ginge es gar nicht um das Wohlergehen der Verbraucher, sondern mehr ums eigene.

Diesbezüglich kann man geteilter Meinung sein. Es steht zudem jedem frei, sich eine eigene Meinung zu bilden. Ein probates Mittel ist der „Wes Brot ich fress´, dess´ Lied ich sing“-Test. Das Rezept ist ganz einfach:
1. Hören Sie einfach auf die Lieder, die Ihnen vorgesungen werden.
2. Schalten Sie das Gehirn ein.
3. Fragen Sie sich: kann das stimmen?
4. Vergleichen Sie mit konträren Berichten und/oder Meinungen.
5. Prüfen Sie, inwiefern die unterschiedlichen Auffassungen
und/oder Fallbeispiele  empirisch belegt sind.
6. Entscheiden Sie sich für die Variante: Praxisorientiert oder in der Theorie verharrt.

Zurück zu den geistigen Ergüssen der vzbv. Das Problem der lächerlichen Energieeinsparungen respektive unwirtschaftlicher Lösungen liegt nicht daran, dass zu viele Vollidioten und Abzocker mit der Bezeichnung Energieberater herumlaufen und das Volk verblöden. Vielmehr liegt es im System: Propaganda ersetzt wahrheitsgetreue Berichte, Schönrechnerei auf der Grundlage falscher Rechenmethoden ersetzt belastbare Wirtschaftlichkeitsanalysen. Dazu kommen Gehirnwäsche, Zwang und Reglementierung á la EnEV, Fehlinformationen am laufenden Band, Wunschträume statt realistischer Betrachtungen. Da lässt sich auch gern der Staat vor den Karren der Industrie spannen: das Blog ist voll von Beispielen der Dämmstoffpropaganda.

Es besteht Handlungsbedarf darin, die „moderne Bauphysik“ (ein sonderbares Sondergebiet der Physik, wo das Wasser schon mal den Berg hoch läuft) vom Kopf auf die Füße zurück zu stellen und die unerträglichen falschen Normen des DIN auszusondern.

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  1. Der Kohlenmann
    16.04.2013 um 08:32

    Greenpeace überschreitet Grenzen des politischen Anstands
    Angriffe auf Kohle pauschal und ohne differenzierten Sachverstand
    Braunkohle schafft Werte und Sicherheit

    Köln/Berlin (ots) – Die Umweltorganisation Greenpeace hat nach Ansicht des Deutschen Braunkohlen-Industrie-Vereins (DEBRIV) endgültig die Grenze sachlicher und faktenbasierter Diskussion in der Energie- und Umweltpolitik überschritten. Das von der Organisation vorgelegte sogenannte „Schwarzbuch zur Kohlepolitik“ ist eine undifferenzierte Polemik gegen den Energieträger Kohle. Die persönliche Diffamierung von Politikern und Mandatsträgern ist in einer demokratischen Gesellschaft unüblich und nicht tolerierbar, erklärte der Verband. Verbandshauptgeschäftsführer Dr. George Milojcic sagte: „Mit Instrumenten der Denunziation und des Populismus darf in Deutschland niemals wieder gesellschaftspolitische Meinungsbildung betrieben werden.“
    Der Deutsche Braunkohlen-Industrie-Verein fordert Greenpeace auf, künftig nicht mehr zu behaupten, die Nutzung von Kohle sei ein soziales und ökologisches Desaster. Die Aussagen der Organisation über den Umfang der Belastung haben mit den realen Gegebenheiten kaum etwas gemein.
    Die Umweltorganisation Greenpeace blendet aus, dass energiepolitische Entscheidungsprozesse immer das Ergebnis einer Abwägung verschiedener Kriterien sein muss. Hierzu gehören neben den Umweltzielen auch die Verfügbarkeit und Kosten der Ressourcen, die Versorgungssicherheit, der technologische Entwicklungsstand, die aktuellen und zukünftigen Kosten der Technologien sowie positive und negative externe Effekte.
    Greenpeace verlässt mit seiner Anti-Kohle-Kampagne jede Plattform, auf der inhaltlich fundierte und ausgewogene Sachdiskussionen stattfinden.

    DEBRIV
    11.04.2013 | 11:25
    http://www.presseportal.de/pm/9341/2448538/greenpeace-ueberschreitet-grenzen-des-politischen-anstands-angriffe-auf-kohle-pauschal-und-ohne

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  2. Uwe Seppler
    12.09.2012 um 17:08

    Einfach wärmere Winter abwarten spart am effizientesten:
    —————————-
    Emissionen rückläufig

    Und zu guter Letzt die gute Nachricht der Woche. Die Europäische Umweltagentur in Kopenhagen vermeldet, dass die Treibhausgasemissionen der EU 2011 trotz höheren Verbrauchs an Kohle um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück gegangen sind. Damit liegen sie nun um 17,5 Prozent unter dem Niveau von 1990. Der Rückgang liege vor allem am milden Winter und damit am verminderten Verbrauch der Haushalte. Auch die Emissionen des Verkehrs seien zurückgegangen, und zwar bereits im vierten Jahr in Folge.
    —————————-
    aus http://www.heise.de/tp/artikel/37/37618/1.html

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  3. Konrad Fischer
    07.09.2012 um 14:47

    Auch nach meiner Erfahrung stoße ich immer wieder auf Hausbesitzer, die ahnungslose oder gar böswillige MitarbeiterInnen der Verbraucherschutzzentralen in den Abgrund der ausbeleibenden Energieeffizienz verführt wurden. Wunderlich, daß die Verbraucherschützer nicht wissen (wollen), daß es seit langem wissenschaftlich durch Praxisvergleiche erwiesen ist, daß Dämmstoffhäute den Heizenergieverbrauch steigern, nicht senken! Ob ihre Finanzierung durch den Staat dafür Ursache sein kann? Man fragt ja nur.

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  4. Theo Gruber
    07.09.2012 um 10:08

    Habe einen Architekten engagiert, mit dem Auftrag:
    Finde die Stellen an meinem Zweifamilienhaus, an denen am meisten Energie verloren gehen und welche mit angemessenem Aufwand saniert werden können!

    Das war ein voller Erfolg:
    Es wurden 3 Maßnahmen identifiziert, die ich selbst in Eigenarbeit (ca. 50 Arbeitsstunden) durchführen konnte.

    Ergebnis:
    Kosten Architekt 400 EUR
    Materialkosten: 1300 EUR
    Arbeitskosten: 1000 EUR (obwohl die Eigenarbeit Spaß machte!)
    ————————
    Gesamt: 2700 EUR

    Ermittelte Verbrauchsersparnis nach 3 Jahren: ca 35% / Jahr was 520 EUR / Jahr entspricht. Die Maßnahmen zahlen sich nach ca. 5 Jahren aus.

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  1. 10.04.2013 um 19:36

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