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Einsparen – egal, was es kostet!

„Wenn an Häusern der Zahn der Zeit nagt, macht sich das vor allem bei den Heizkosten bemerkbar. Immer mehr Eigentümer fassen deshalb den Entschluss, entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. So auch die Familie Fuksik im bayerischen Puchheim bei München. Deren über 50 Jahre altes Mehrfamilienhaus benötigte im Jahr satte 5.500 Liter Heizöl. „An einer Rundum-Sanierung, die unsere Energieausgaben spürbar senkt, führte kein Weg mehr vorbei“, erklärten die Besitzer. Insgesamt 118.000 Euro waren für die Modernisierung nötig. Ohne die Fördermittel der KfW, des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) wäre eine solch große Investition allerdings finanziell nicht zu stemmen gewesen.
Mit einer Energieeinsparung von 68 Prozent und einer Senkung des jährlichen Heizölbedarfs auf etwa 1.900 Liter kann sich das Ergebnis allerdings sehen lassen.“

Aus:
IWO Pressedienst, August 2012, 09.08.2012
Rundum-Sanierung eines Mehrfamilienhauses
Energieverbrauch deutlich gesenkt

***

Theoretische Ölersparnis p.a.: 5.000 – 1.900 = 3.600 l
Bei 0,90 €/l Heizöl = 3.240 € p.a.
118.000 : 3.240 = 36,4 Jahre
(ohne Zinsen, ohne Preissteigerungen)
Und dabei hat das IWO 12.000 € geschenkt.
Gesenkt wurde zunächst der Bedarf und nicht der Verbrauch.
Den Verbrauch kann man erst nach 3-5 Jahren ermitteln.
Der Trick der EnEV-Akrobaten: Bedarf wird mit Bedarf vergleichen.
D.h.: schön gerechnete Sanierung vs. schlecht gerechneter Bestand.
In Wirklichkeit wird weniger eingespart: Amortisationszeit >40 Jahre.
Und die Lehre auch aus diesem Unfug-Beispiel?

Energetisches Sanieren: selten wirtschaftlich

  1. Anonymous
    07.09.2012 um 09:12

    Ja, der der Konrad Fischer wird als Ökoperverser beschimpft. Aber sicher nur von denen,deren manipuliertes Denken durch die berühmte Zipfelmütze geschützt wird.
    Die Politik liebt den deutschen Michel, lebt sie doch von den Zuwendungen der Industire, die zur Gehirnwäsche einer ganzen Nation beiträgt.

    Ich bin seit über 45 Jahren auf dem Bau unterwegs und habe vieles gelernt, was nicht den Theorien von Herrn Fischer entspricht. Aber es ist mir nie gelungen, seine Thesen zu widerlegen. Im Gegenteil mußte ich mein Gelerntes durch neues Wissen ersetzen.

    Zwischenzeitlich bin ich der meinung, dass Herr Fischer sicher als Anwärter für ein Verdienstkreuz anstehen würde… wenn nicht daurch die Politik mit ihren unsinnigen Förderungen blamiert würde.

    Aber der Deusche Michel tut das, was alle tun. Er hat nichts aus der Vergangenheit gelernt.

    Mitte des vorigen Jahrhunderts gab es auch schon mal Arbeitsbeschaffungsmassnahmen und heute gibt es sie wieder. Eine Dämmfassade armortisiert sich nie oder in optimistischen theoretischen Berechnungen in 50 bis 200 Jahren, aber dafür hält sie auch >> 12 – 25 Jahre.. und dann gibt es wieder Arbeit, vielleicht viel Arbeit, weil dann oft die Wände auch durchfeuchtet sind.

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  2. Liese Rieger
    06.09.2012 um 09:10

    Also wir haben vor 3 Jahren auch rundum saniert. Aber unser Energieberater hat uns 2 berechnungen gemacht. Er sagte, die eine sei die für die KfW (so ne offizielle Ersparniss) und die andere sei eine relativ reale und konservative Ersparniss-Einschätzung.
    Nach 2 Jahren können wir zufrieden sage, dass wir die „reale“ Einschätzung des Energieberaters leicht übertroffen haben. Die wirtschaftlichkeit hat uns nie interessiert, da ohne Sanierung das gebäude nicht so gut zu vermieten war.

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  3. Peter Zeigel
    06.09.2012 um 08:59

    Meine 2 Vorkommentatoren sollten nicht nur die Wirtschaftlichkeit sondern auch (oder vor allem) den gesteigerten Wohnkomfort betrachten. Weniger Zugluft und höhere Oberflächentemperaturen erhöhen definitiv den Wohlfühlfaktor. Warum sollte dies auch wirtschftlich sein? Die BAFA & KfW sollten ihre Förderkonzepte verstärkt mit dem gesteigerten Wohnkomfort verkaufen. Wenn solch eine Maßnahme dann auch noch wirtschftlich ist, dann ist dies ja wirklich prima. Nur muss es nicht wirtschaftlich sein! Denn schließlich ist kaum eine Anschaffung wirtschaftlich – Ein besseres und größeres Auto ist einfach nur schön, aber bestimmt nicht wirtschaftlich.
    Und noch was zu Herrn Fischer: wieder einmal werden Sie Ihrem Ruf gerecht, mit billiger Polemik („Ökoperversen „) unsachliche Beiträge zum Thema zu liefern.

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    • Konrad Fischer
      06.09.2012 um 11:26

      Na was, lieber Herr Zeigel,
      hier ist doch keine Märchenstunde! Zeigen Sie mir also einen praktischen und meßtechnisch zweifelsfrei erhobenen und wissenschaftlich reproduzierbaren Nachweis, daß durch Außendämmung irgendeine Innenwandtemperatur gesteigert werden konnte. Rechnen alleine genügt da nicht. Nur die Praxis ist der Prüfstein für die Hypothese!

      Bisher hat meiner Kenntnis nach nur das Fraunhofer-Institut in einem mir vorliegenden Forschungsbericht festgestellt, daß „dem Innenraum zu keinem Zeitpunkt über die nicht transparente [außengedämmte] Wandfläche Wärme zugeführt wird.“ In der Vergleichs-Untersuchung an gedämmten und ungedämmten Ziegelbauten gab es also während mehrwöchiger Wintermeßzeit keinen Nachweis, daß die Dämmung zu einer Erhöhung der Innenwandtemperatur führt. Und – Überraschung! – sobald die Bude gedämmt war, hat sie mehr Heizenergie verbraucht. Ätsch!

      Deswegen schreibe ich Ökoperverse, da diese nur mit getürkten Daten den Leuten eingetrichtern, die propagierten Energeieeffizienzmaßnahmen wären was Gutes. Und damit grausam Kasse machen. Das ist für mich eben pervers. Und ich hätte da auch noch andere Begriffe für auf Lager, das dürften Sie mir wenigstens glauben.

      Und wenn Sie gestern Plusminus gesehen hätten, wäre auch Ihnen aufgefallen, daß die Fraunhoferergebnisse auch in der Praxis überall bestätigt werden. Seht mehr fern!

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      • Peter zeigel
        11.09.2012 um 13:05

        Wie lautet die IBP-Mitteilungs-Nr. dieses Forschungsberichtes?

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      • 11.09.2012 um 13:55

        Steht in aktueller „Immobilienwirtschaft“, S. 48-50.

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      • Claudia Kruse
        12.09.2012 um 07:58

        Na, das ist ja schon lustig Herr Fischer. Sonst zweifeln Sie alle Studien und wissenschaftlichen Untersuchungen an und sobald eine Studie Ihren Erwartungen entspricht, dann zitieren Sie sie. Und dann zitieren Sie auch noch das Fraunhofer Institut, von dessen Präsidenten Sie ja die Meinung haben, er sei: „eine wissenschaftliche Niete und physikalische Lusche“ (Zitat von Ihrer Webseite!)

        Sie biegen alles so zurecht, wie es passt und der unwissende Laie glaubt es Ihnen. So was nenne ich Populismus.

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      • 12.09.2012 um 19:20

        @C. Kruse: Ich halte Ihnen zugute, daß Sie offenbar keine Ahnung davon haben, wovon hier die Rede ist. Was soll aber das?:

        – „Sonst zweifeln Sie alle Studien und wissenschaftlichen Untersuchungen an“ – es gehört zum wissenschaftlichen Konsens, an ALLEM erst mal zu zweifeln. Anders ist Erkenntnis nicht gewinnbar. Alternative: Dumpfe Autoritätsgläubigkeit und/oder schäfischer Herdentrieb – nicht mein Ding.
        – „sobald eine Studie Ihren Erwartungen entspricht, dann zitieren Sie sie“ – ich zitiere gerne alles, woran man irgendwas exemplifizieren kann, egal in welchem Sinne. Und selbstverständlich zitiere ich auch den falschest berechneten Stuß, der zum Thema Dämmen auch unterwegs ist. Als abschreckendes Beispiel. Die aktuellen dena-Sanierungsstudien 2010/12 und zig mir vorliegende Energieberater-Schlechtachten gehören wohl eher in diese Kategorie. Wobei letztere in ihrem auftraggeberschädigenden Ergebnis sogar kriminell zu nennen wären und Regreßforderungen begründen.
        – „“eine wissenschaftliche Niete und physikalische Lusche” (Zitat von Ihrer Webseite!)“ – auf meiner Webseite steht hinter dem Zitat ein Fragezeichen (vgl. http://www.konrad-fischer-info.de/7thu49.htm ). Der Leser wird anhand der weiteren Aussagen des Präsidenten und der dazu erfolgenden Ausführungen aufgefordert, sich dazu selbst ein Urteil zu bilden. Das verschweigen Sie und zitieren nur das, was Ihren durchsichtigen Zwecken dient. Davon abgesehen sollte man wissen, daß Fraunhoferpräsident und Fraunhoferinstitut gar unterschiedlich Ding sind. Und ich gerade durch die wissenschaftlich angewendete Zweifeltechnik – auch Quellenkritik genannt – durchaus in der Lage bin, selbst in einer Studie an sich Spreu vom Weizen zu scheiden. An den von mir benannten Meßergebnissen, die den hierfür geltenden Ansprüchen an Reproduzierbarkeit genügen – gibt es nix zu deuteln: Dämmstoff vor der Wand (WDVS) garantiert höhere Heizkosten. Aus bauphysikalischen Gründen.

        Als Populismus will ich Ihren Kommentar nicht brandmarken, denn den Wortsinn trifft das ebensowenig wie in Ihrem Wortgebrauch. Dafür mein faustisches Fazit:

        Claudia, mir kruselt’s vor Dir!

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  4. Konrad Fischer
    05.09.2012 um 15:49

    Die Ökoperversen nutzen halt aus, daß Otto Normalverbraucher nicht Äpfel von Birnen unterscheiden kann und obendrein nicht mal bis 3 zählen. Auch die dena-Sanierungsstudien bekommen die Wirtschaftlichkeit von Dämmsanierungen nur dank abenteuerlich zurechtgetürkter Berechnungen zustande. Hier will ich das mal aufs Korn nehmen:

    http://messeag.wordpress.com/2012/07/26/energetische-sanierung-im-altbau-chancen-und-gefahren/

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  1. 13.10.2015 um 08:01
  2. 07.04.2015 um 06:01
  3. 31.08.2014 um 19:11

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